ABC-Abwehr der Bundeswehr
So schützt die Bundeswehr die Bundesrepublik vor atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen und Gefahren.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am 22. Juli 2024 das ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr und das ABC-Abwehrbataillon 750 „Baden“ im baden-württembergischen Bruchsal besucht. Die Spezialistinnen und Spezialisten der ABC-Abwehr leisten einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzfähigkeit, Sicherheit und Effektivität der gesamten Bundeswehr.
So bestimmt man chemische oder biologische Gefahrstoffe: Für den Minister natürlich nur eine ungefährliche Demonstration, weshalb er keinen Vollschutz mit ABC-Schutzmaske tragen muss.
Bundeswehr/Ines SchröderDem Minister ist es wichtig, sein Ohr nah an Truppe zu haben. Deshalb informierte sich Pistorius in Bruchsal persönlich beim ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr. Atomare, biologische und chemische Waffen sind eine ernsthafte Bedrohung der Sicherheit. Die Fähigkeit der ABC-Abwehrkräfte der Bundeswehr, diesen Bedrohungen effektiv zu begegnen, ist ein wichtiger Bestandteil der kollektiven Verteidigungsstrategie der NATO. Zu diesen Fähigkeiten gehören insbesondere das Aufspüren, die Dekontamination, die medizinische Behandlung sowie die Beratung zu ABC-Gefahren. „Es ist gut und wichtig, dass wir mit den ABC-Abwehrkräften der Bundeswehr echte Profis am Start haben, mit einer exzellenten Fähigkeit ausgestattet und die auch in der Landes- und Bündnisverteidigung durchhaltefähig ist,“ betonte Pistorius.
Dieses hochspezialisierte Können bringen die ABC-Abwehrkräfte der Bundeswehr für alle Teilstreitkräfte ein, um sie bei Aufträgen zu unterstützen. Im Ergebnis erhöht das die Durchhaltefähigkeit von Kampftruppen, weil deren Gefechtsfahrzeuge entweder erst gar nicht durch ABC-Kampfstoffe verseucht oder aber dekontaminiert und damit wieder einsatzfähig werden. Ressourcen und Leistungsfähigkeit der deutschen ABC-Abwehr sind innerhalb der NATO einzigartig.
Die Soldatinnen und Soldaten des Kommandos sowie des ABC-Abwehrbataillons 750 stellten dem Minister mit dynamischen Vorführungen einen Auszug ihrer Leistungsfähigkeit vor. Besonders beeindruckt zeigte sich der Minister vom Spezialzug. Dessen Soldatinnen und Soldaten sind so ausgebildet, dass sie mit Spezialkräften zusammen eingesetzt werden können. Sie sind also nicht nur ABC-Abwehr-Profis, sondern können wegen ihrer besonderen infanteristischen Ausbildung auch hinter feindlichen Linien operieren.
„Wir haben es zu tun mit einer Bedrohung von atomaren, biologischen und chemischen Waffen, die nicht zu unterschätzen ist. Sie ist nicht akut, nicht konkret, aber eine, mit der wir umgehen müssen, wenn es drauf ankommt,“ so der Minister. Ebenfalls sehr agil können auch die leichten Kräfte der ABC-Abwehr mit ihrem Gerät eingesetzt werden – egal ob zum Spüren oder zum Dekontaminieren. In Szenarien der Landes- und Bündnisverteidigung werden diese Fähigkeiten immer wichtiger.
Nach dem Mittagessen tauschte sich der Minister in einer Gesprächsrunde mit den Soldatinnen und Soldaten der ABC-Abwehr aus – aller Laufbahnen vom Mannschafter bis zur Stabsoffizierin. So bekam er ein authentisches Bild von der Stimmung der Frauen und Männer am Standort Bruchsal, um deren Sorgen und Nöte, aber auch Motivation und Leistungsbereitschaft auf- und mit nach Berlin zu nehmen.
von Dieter Ortmeyer E-Mail schreiben