Tatortarbeit im Kriegsfall
Die NATO Task Force zur Abwehr von atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen hat in der Oberlausitz die Abwehr eines Angriffes auf das NATO-Bündnisgebiet geübt.
Die NATO Task Force zur Abwehr von atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen hat in der Oberlausitz die Abwehr eines Angriffes auf das NATO-Bündnisgebiet geübt.
Ziel der Übung: Die multinationale Zusammenarbeit der Task Force verbessern und das Vertrauen sowie den Einsatzwert steigern. Die ganze Bandbreite der Fähigkeiten der ABC-Abwehr zu üben, um auch im Kriegsfall effektiv reagieren zu können.
Die multinationale Task Force hat bei Platinum Mask bewiesen, dass sie die gesamte Bandbreite an Fähigkeiten der ABC-Abwehr auch in einem Kriegsszenario beherrscht. Dies beinhaltete die Zusammenarbeit mit zivilem Katastrophenschutz bei einem chemischen und auch nuklearen Angriff. Die Task Force hat in ihrem Hauptquartier die Informationen zu den Angriffen zusammengefasst, erfolgreich priorisiert und adäquate Gegenmaßnahmen eingeleitet. Diese gingen von der Dekontamination von Personen und Material über die mobile Wasseraufbereitung bis zum Entsenden von Spezialistinnen und Spezialisten zur Probenentnahme und Untersuchung dieser Proben in mobilen Containerlaboren in einem Kriegsgebiet.
Multirole Exploitation and Reconnaissance Team (Mehrzweck-Verwendungs- und Aufklärungsteam). Das sind besonders ausgebildete Spezialistinnen und Spezialisten des ABC-Abwehrkommandos der Bundeswehr, die auch in Zusammenarbeit mit Spezialkräften luftbeweglich und hochmobil ABC-Gefahren identifizieren können. Sie nehmen unter gerichtlich anerkannten Methoden Proben, die später identifiziert und zur Strafverfolgung selbst an den Internationalen Strafgerichtshof übergeben werden können.
Ein geheimes Chemiewaffenlabor wird gefunden. Der Kommandeur der Task Force entsendet sein MERT zur Tatortarbeit im Kriegsgebiet.
Die Bundeswehr folgt dem durch die NATO vorgegebenem dreistufigen System: atomare, biologische und chemische Abwehr.
Alle Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind grundsätzlich befähigt, bei einer ABC-Gefährdung zu reagieren. Grundlegende Fähigkeiten wie die Kenntnis unterschiedlicher ABC-Bedrohungen, das Wissen über die verschiedenen Schutzstufen und das Anlegen von Schutzbekleidung müssen einmal im Jahr sowohl theoretisch als auch praktisch nachgewiesen werden.
Speziell ausgebildete Soldatinnen und Soldaten auf Kompanieebene sind besonders geschult in der Identifikation von einleitenden Erstmaßnahmen gegen ABC-Bedrohungen. Sie beraten den Einheitsführer und haben mehrere Möglichkeiten zum Messen von atomaren, biologischen und chemischen Gefahren direkt vor Ort, zum Beispiel mit dem LCD (light-weight chemical detector). Außerdem können sie behelfsmäßig dekontaminieren.
Die letzte Stufe besteht aus den Expertinnen und Experten des ABC-Abwehrkommandos der Bundeswehr. Diese sind in der Lage, mit den unterschiedlichen Spür- und Messgeräten in der Einsatzaufklärung eine vorläufige Identifikation sowie in den mobilen Laboren eine bestätigte Identifikation durchzuführen. Zudem sind sie befähigt, Personal, Material und Großgerät gründlich zu dekontaminieren.
Ein Flugzeug greift den Konvoi mit einer unbekannten Flüssigkeit an
Bundeswehr
Die Soldatinnen und Soldaten sowie die Fahrzeuge müssen durch die multinationale NATO Task Force dekontaminiert werden
Bundeswehr
Der Konvoi der Schützenpanzer wird an dem Dekontaminationspunkt in Empfang genommen
Bundeswehr
Es wird genau koordiniert, wer in die Personen- und wer in die Materialdekontamination fahren kann
Bundeswehr
Unter den kontaminierten Fahrzeugen befindet sich auch ein deutscher Schwerlasttransporter Elefant
Bundeswehr
Am Dekontaminationspunkt für Personen werden die Soldatinnen und Soldaten in Empfang genommen
Bundeswehr
Die Soldatinnen und Soldaten müssen zur Personendekontamination ihre Schutzanzüge und ihre Masken ausziehen
Bundeswehr
Die Schützenpanzer müssen gründlich dekontaminiert werden
Bundeswehr
Die Fahrzeuge werden von allen Seiten abgespritzt
Bundeswehr
…und natürlich auch von vorn.
Bundeswehr
Die Task Force besteht aus acht Nationen, und alle arbeiten Hand in Hand mit ihren NATO-Partnern
Bundeswehr