Stein der Infanterieschule

Stein der Infanterieschule

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Die Infanterieschule entstand ursprünglich in der Weimarer Republik im Jahr 1920 in München mit dem Ziel, Offizieranwärter der Infanterie sowie der Kraftfahr- und der Pioniertruppe der neu gegründeten Reichswehr auszubilden.

Nach dem Putsch Adolf Hitlers und Erich Ludendorffs im November 1923 in München zog die Schule aus politischen Erwägungen nach Dresden um, wo der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg sie am 18. November 1926 neu eröffnete. Bis zum Abschluss der Baumaßnahmen in Dresden brachte man die Offizierschüler auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf unter.


Unter den Lehrgangsteilnehmern der Zwanziger- und Dreißigerjahre befanden sich sowohl einzelne Personen des späteren militärischen Widerstandes gegen Hitler, unter anderem Claus Schenk von Stauffenberg und Albrecht Mertz von Quirnheim, als auch spätere Generale der Gründergeneration der Bundeswehr, wie General Ulrich de Maizière und General Johann Adolf von Kielmansegg. Allein 22 Generale der Bundeswehr hatten laut Jahrgangsschrift dem damaligen Fahnenjunkerlehrgang 1933 angehört.

Das Stiftungsdatum des Steins der Infanterieschulen München - Ohrdruf - Dresden ist heute ebenfalls nicht mehr bekannt. Wie die Kadettensteine spiegelt auch der Stein der Infanterieschulen die Erinnerungskultur an den historischen Werdegang dieser militärischen Ausbildungsstätte wider.