Die Unteroffiziere ohne Portepee (M/W/D)

Sie sind Profis auf ihrem Fachgebiet. Sie sind beispielsweise Elektrotechniker bei der Marine, Fluggerätmechanikerin bei der Luftwaffe oder Kraftfahrzeugführer beim Heer: Die Unteroffiziere ohne Portepee.

Soldaten knien in einer Reihe auf dem Rasen während der Waffenausbildung
Bundeswehr/Dana Kazda

Unteroffiziere ohne Portepee – Fachleute in Uniform

In der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee finden sich die ersten Unteroffizierdienstgrade. Der Begriff „Portepee“ bezieht sich auf die Tradition, eine Schlaufe am Degen zu tragen. Höhere Dienstgrade besaßen eine solche, während die Unteroffiziere mit niedrigeren Dienstgraden keine trugen.

In der Bundeswehr umfasst die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee den Unteroffizier und den Stabsunteroffizier sowie den Fahnenjunker bei Heeres- und Luftwaffensoldaten. Bei den Soldaten und Soldatinnen in Marineuniform sind es Maat, Obermaat und Seekadett.

Sonderfall Anwärter

Beim Fahnenjunker und beim  Seekadett handelt es sich um Anwärter-Dienstgrade innerhalb der Offizierslaufbahn. Soldaten mit diesen Dienstgraden befinden sich noch in der Ausbildung zum Offizier.

Die anderen Dienstgrade der Unteroffiziere ohne Portepee sind oft mit der Ergänzung FAFeldwebelanwärter für Feldwebelanwärter beziehungsweise BABachelor of Arts für Bootsmannanwärter versehen. Ähnlich wie bei den Dienstgraden der Offizierslaufbahn bedeutet dies, dass sich der Soldat oder die Soldatin noch in der Laufbahnausbildung befindet.

Erkennbar sind Offiziersanwärter des Heeres oder der Luftwaffe an der silbernen Litze, einer geflochtenen Kordel, die das Rangabzeichen ergänzt. Der Seekadett trägt zum Rangabzeichen des Maaten einen goldenen Stern, der ihn als angehenden Offizier kennzeichnet. Feldwebelanwärter tragen eine altgoldfarbene Kordel, während Bootsmannanwärter zwei waagerechte, parallele Balken im Rangabzeichen tragen.

Spezialisten auf ihrem Gebiet

Die Aufgabenbereiche der Unteroffiziere ohne Portepee sind vielfältig. Die meisten sind auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert, also sogenannte Fachunteroffiziere. Hier unterscheidet die Bundeswehr nach Fachunteroffizieren des Sanitätsdienstes, des Militärmusikdienstes sowie des allgemeinen Fachdienstes.

Teil der Ausbildung zum Fachdienstunteroffizier ist eine zum künftigen Aufgabenfeld passende Berufsausbildung mit einem staatlich anerkannten Abschluss. Zu den Berufen im allgemeinen Fachdienst gehören Elektroniker, Luftbildauswerter, Kraftfahrzeugführer, Köche, Personalbearbeiter und vieles mehr. Besitzt ein Soldat oder eine Soldatin bereits eine geeignete Ausbildung, kann er oder sie bereits mit dem Dienstgrad Unteroffizier, Maat, Stabsunteroffizier oder Obermaat eingestellt werden. Die normale Dienstzeit eines Unteroffiziers beträgt zwölf Jahre. Künftig können Fachunteroffiziere auch Berufssoldat oder Berufssoldatin werden.

Dienstgrade

Dienstgrad

Mindestdienstzeit

NATONorth Atlantic Treaty Organization-Rang

Unteroffizier/Maat

12 Monate

OR-5

Fahnenjunker/Seekadett

12 Monate

Student Officer

Stabsunteroffizier/Obermaat

24 Monate

OR-5

Dienstgradabzechen im Überblick

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