Der Tallit ist im Judentum der Gebetsschal, der in der Synagoge und bei anderen Anlässen um die Schultern getragen wird.
Bundeswehr/Marc Bienek
Eine Kippa (Mehrzahl: Kippot) wird aus Respekt vor G-tt getragen. Für Teilnehmende an einem Gebet und männliche Besucher einer Synagoge oder eines jüdischen Friedhofs ist sie verpflichtend. Orthodoxe Juden tragen sie auch in sonstigen Situationen.
Bundeswehr/Marc Bienek
Das ist die erste Esther-Rolle des Militärrabbinats. Sie wurde eigens für die Jüdische Militärseelsorge auf Pergament geschrieben.
Bundeswehr/Marc Bienek
Diese Rasseln werden zu Purim im März genutzt
Bundeswehr/Marc Bienek
Der Schofar, ein Instrument aus Widderhorn, wird am jüdischen Neujahrsfest Rosch haSchana und zum Abschluss des Versöhnungstages Jom Kippur geblasen.
Bundeswehr/Marc Bienek
Für religiöse Feierlichkeiten und Rituale stellen wir unseren jüdischen Soldatinnen und Soldaten die nötigen Kultgegenstände zur Verfügung. Die wichtigsten Dinge - wie Gebetsmäntel, Gebetsbücher und die Mesusot, kleine Schriftrollen in einer Kapsel für die Türpfosten - haben wir bereits angeschafft.
In den nächsten Monaten werden wir unsere Außenstellen und damit die neuen Militärrabbiner und Militärrabbinerinnen damit ausrüsten.
Mitte April wird Pessach, eines der wichtigsten Feste der jüdischen Religion, begangen. Zum ersten Mal lädt die Jüdische Militärseelsorge für die religiösen Feiertage in die Heimat-Synagoge des Militärbundesrabbiners nach Leipzig ein.
Militärbundesrabbiner Zsolt Balla spricht auf einer Veranstaltung der Jüdischen Militärseelsorge mit Soldaten. Er zeigt die Militärrabbinats-eigene Esther-Rolle, aus der erstmalig vorgelesen wurde.
Bundeswehr / Cornelia RiedelErstmalig können jüdische Soldatinnen und Soldaten in diesem Jahr Pessach gemeinsam mit Militärbundesrabbiner Zsolt Balla in der Brodyer Synagoge auf der Keilstraße in Leipzig begehen. Für viele von ihnen ist Pessach das wichtigste Fest im Jahr.
Pessach beginnt mit dem ersten Vollmond im Frühjahr und dauert acht Tage. In diesem Jahr beginnt Pessach am Abend des 15. April und endet am 23. April 2022. Die Teilnehmer der Pessach-Feier der Jüdischen Militärseelsorge werden am Sechsten Tag von Pessach, am Donnerstag, den 21. April 2022, nach Leipzig reisen.
Zu Pessach feiern Juden und Jüdinnen die Freiheit: Festliches Essen, Erzählungen und Gesang erinnern daran, wie sie der Thora zufolge im 13. Jahrhundert v.u.Z. aus Ägypten herausgeführt wurden und der Sklaverei entgingen. Weil das jüdische Volk Ägypten in großer Eile verließ, hatte es keine Zeit, seine Speisen säuern zu lassen. In Erinnerung daran dürfen zu Pessach deshalb nur ungesäuerte Speisen gegessen werden oder im Haus sein. Also alles, was aus Sauer- oder Hefeteig besteht wie Pizza, Kuchen oder auch Bier, ist in dieser Zeit tabu.
An den ersten beiden Abenden der Pessach-Woche findet die Sederfeier statt – ein festliches Mahl nach genauen Regeln. Mit Geschichten und Liedern wird der Auszug aus Ägypten erzählt, während man mehrere Jahrhunderte jüdischer Geschichte Revue passieren lässt. Und es werden die Matzen gegessen, ungesäuertes Brot, das das jüdische Volk während seiner Flucht zu sich nahm.
Während des Pessach-Wochenendes in Leipzig werden die Gäste zusammen mit Rabbiner Balla und seiner Familie unter anderem mehr über Pessach und das Judentum erfahren, an den Gebeten in der Synagoge teilnehmen und Leipzig erkunden.
Sind Sie Jude oder Jüdin, Angehörige/r der Bundeswehr und wollen Sie an unserem Fest teilnehmen?
Bitte melden Sie sich bis zum 25. März 2022 hier an:
Militärrabbinat
Telefon: 030/6794 2661
mrbinfoa@bundeswehr.org