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Vom Musterprozess zur Verbesserung - Digitalisierung der Truppenübungsplätze

Das CD&EConcept Development and Experimentation-Projekt „Digitalisierung der Truppenübungsplätze“ soll einen Mehrwert für die Truppe bringen. Die entsprechenden Analysen dazu werden im Planungsamt der Bundeswehr im Rahmen des Rüstungsprojektes „Weiterentwicklung Übungsplätze und Schießanlagen der Bundeswehr“ durchgeführt. In einem ersten Limited Objective Experiment (LOELimited Objective Experiment) bearbeitete ein Expertenteam die Fragestellung, wie ein generischer Musterprozess einer Brigadeübung aussieht. Die Modellierung des Prozesses wurde an die Phasen der Simulationsübung „Heideritt“ der Panzerlehrbrigade 9 angelehnt.

Zwei Soldaten stehen an einem Bildschirm.

Das CD&EConcept Development and Experimentation-Projekt „Digitalisierung der Truppenübungsplätze“ soll einen Mehrwert für die Truppe bringen

Bundeswehr/ Dorow

Im Schwerpunkt wurde der IST-Prozess der Planung einer Brigadeübung untersucht. Hierzu wurden die Kernprozesse der Übungsplanung bei der Vor- und Nachbereitung auf Ebene eines Bataillons und einer Brigade analysiert sowie die Bereiche Unterstützung und Management in allen Teilprozessen. Weitere Aspekte, die für die Digitalisierung, Vernetzung und Simulation relevant sein könnten, wie Entscheidungsprozesse, Rahmenleitung oder Realorganisation, wurden ebenfalls betrachtet. Jede Phase einer solchen Übung wurde in ihre einzelnen Prozesse und Aktivitäten zerlegt und besprochen.

Dieser erste Schritt war notwendig, um Defizite und Problemfelder im gesamten Ablauf genauer untersuchen zu können. In weiteren Schritten wird analysiert, wie Digitalisierung und Vernetzung den gesamten Prozess einer Truppenübung, auf der Ebene einer Brigade optimal, einsatzrealer und einsatznäher gestalten kann.

eine Grafik mit gelb und orangen Kästchen.

Top-Level-Modellierung zeigt Start- und Zielereignis sowie wesentliche Teilprozesse

PlgABw

Das LOELimited Objective Experiment 1 wurde in einem 3-tägigen Online-Workshop durchgeführt. Um den gesamten Planungsprozess visuell darzustellen, wurde die Bildkartenmethode angewendet. Der praktische Teil startete mit den Teilprozessen „Vorbereitung Übung“ und „Nachbereitung Übung“, indem Maßnahmen zur Vor- und Nachbereitung einer Übung identifiziert und diskutiert wurden.

Anschließend wurden die Kernprozesse für Einsatz, Material und Kräfte auf der Ebene einer Brigade sowie der Führungsprozess in einer Brigade modelliert. Neben der beispielhaften Darstellung einzelner Teilprozesse und deren mögliche Ausprägung, waren auch verschiedene Auflagen und Einschränkungen festzustellen. Zudem wurden auch die „Unterstützungsprozesse“ und „Managementprozesse“ näher analysiert. Abschließend wurde das erarbeitete Prozessmodell in seiner Gesamtheit überprüft und die Ergebnisse zusammengefasst.

Die Teilnehmenden zogen am Ende des LOELimited Objective Experiment 1 ein positives Fazit. Auch wenn ein Online-Meeting den persönlichen Austausch nur bedingt ersetzen kann, hat es doch gezeigt, dass der digitale Weg ebenfalls zielführend sein kann. In den nächsten Schritten gilt es nun, einen übergreifenden Soll-Prozess für Brigadeübungen zu erarbeiten (LOELimited Objective Experiment 2) und Handlungsempfehlungen abzuleiten (LOELimited Objective Experiment 3).

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