Bundeswehr beginnt mit dem innerdeutschen Transport von Corona-Intensivpatienten

Bundeswehr beginnt mit dem innerdeutschen Transport von Corona-Intensivpatienten

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
1 MIN

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Luftwaffe und Sanitätsdienst beteiligen sich am Freitagnachmittag mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Corona-Intensivpatienten. Durch das sogenannte „Kleebatt-Konzept“ sollen Covid-19-Patienten aus überlasteten Krankenhäusern bundesweit umverteilt werden.

Ein Airbus A310 MedEvac in der Luft

Take Off eines A310 MedEvacMedical Evacuation bei der Rückholung zweier an COVID-19Coronavirus Disease 2019 erkrankten Kameraden aus Zypern im Juni 2020

Bundeswehr/Miriam Altfelder

Die erste Maschine vom Typ A310 MedEvacMedical Evacuation (Medizinische Evakuierung) soll von 14 Uhr an auf dem Flugplatz im bayrischen Memmingen Intensivpatienten aufnehmen und zum Flughafen Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen transportieren. Die Ankunft der Maschine dort ist für den frühen Abend geplant. Neben der Luftwaffe sind medizinisches Fachpersonal vom Sanitätsdienst der Bundeswehr und zivile Rettungskräfte beteiligt.

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Grundlage hierfür ist ein Amtshilfeantrag des Landes Bayern im Rahmen des „Kleeblatt-Konzeptes“ vom 25. November. Der Krisenstab der Bundesregierung hat das Bundesinnenministerium mit der Konzepterstellung für einen bundesweiten, länderübergreifenden Patiententransport beauftragt. Das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ Gemeinsames Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern) übernimmt dabei auf Bundesebene die Koordination der Patiententransporte. Die Bundeswehr hat für solche Verlegungen, je nach Verfügbarkeit Luftfahrzeuge im System angemeldet.

Die schnelle Transportkapazität der MedEvacMedical Evacuation-Flugzeuge wird eingesetzt, um Intensivpatienten bei einer regionalen Überlastung von Krankenhäusern in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. Die Luftwaffe hält zur Aufrechterhaltung der Rettungskette für Soldatinnen und Soldaten in Auslandseinsätzen Flugzeuge in ständiger Rufbereitschaft, welche nun zeitweise für das „Kleeblatt-Konzept“ eingesetzt werden.

Innenaufnahme von Airbus A310 MedEvac mit medizinischen Geräten und Transportliegen

Ein Airbus A-310 MedEvacMedical Evacuation wird in Köln/Bonn für den Transport von Corona-Patienten aus Italien vorbereitet (Archivbild)

Bundeswehr/Kevin Schrief

Dazu gehören der Airbus A310 MedEvacMedical Evacuation, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OHOffener Himmel. Darin sind zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden. Im niedersächsischen Wunstorf ist zudem ein A400M MedEvacMedical Evacuation stationiert.

Eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen ist laut eines Kriterienkatalogs der Intensivmedizinervereinigung „Divi“ nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Das „Kleeblatt-Konzept“ war im Frühjahr 2020 nach der ersten Corona-Welle entwickelt worden.

von Patrick Enssle

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