Der Beschaffungsprozess
Der Kauf aller Artikel für Bundeswehrangehörige wird Beschaffungsprozess genannt.
Alle Soldatinnen und Soldaten – ob aktiv oder in der Reserve – bekommen den Kampfbekleidungssatz Streitkräfte, das Schutzwestensystem MOBASTModulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat, Kampfschuhe, den Gefechtshelm und das modulare Rucksacksystem als persönliche Ausrüstung. Eine Übersicht der einzelnen Bestandteile.
Die persönliche Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten ist modular aufgebaut: Sie ist je nach Situation anpassbar, um für jeden Einsatz gerüstet zu sein – vom Truppenübungsplatz über den Auslandseinsatz bis zur Landesverteidigung.
Der Kampfbekleidungssatz Streitkräfte, kurz KBS SKKampfbekleidungssatz Streitkräfte, sowie das System MOBASTModulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat (Modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung) ermöglichen durch ihre Flexibilität eine optimale Wahl der Bekleidung und Ausrüstung je nach Auftrag und Situation.
Die äußere Schicht des Kampfbekleidungssatzes Streitkräfte sind modular aufgebaut und funktional. Je nach Wetter, Situation und körperlicher Belastung sind verschiedene Kombinationen möglich.
Je nach Wetter und persönlichem Kälteempfinden stehen Unterwäsche-Optionen von dünn und extrem atmungsaktiv bis mehrschichtig und gut gefüttert zur Auswahl. Der Nässeschutz zum Unterziehen ermöglicht den vollen Zugriff auf Ausrüstung – etwa an der Schutzweste.
Die Bekleidung für die Soldatinnen und Soldaten folgt dem Zwiebelschalenprinzip. Die einzelnen Kleidungsstücke sind frei miteinander kombinierbar, um sich individuell den Witterungsbedingungen anzupassen. So können an kalten und regnerischen Tagen beispielsweise die Kampfjacke und Kampfhose mit wärmender Unterwäsche und einem Nässeschutz zum Drunterziehen kombiniert werden. So bleiben die Soldatinnen und Soldaten warm und trocken. Zudem erlaubt diese Kombination den freien Zugriff auf die vielen Taschen und Verstaumöglichkeiten an Jacke und Hose.
Viele Kilometer mit Gepäck marschieren, im Sommer wie im Winter, in feuchten oder staubigen Umgebungen: Damit die Soldatinnen und Soldaten je nach Situation den passenden Stiefel haben, bekommen sie zwei verschiedene Ausführungen bereitgestellt.
Der Kampfschuh schwer ist innen mit wasserdichter Goretex-Membran ausgestattet und außen aus Leder gefertigt. Zudem hat er eine griffige, antistatische Sohle. Der Kampfschuh leicht ist aus braunem Leder, weniger steif als die schwere Variante und verfügt neben der Goretex-Membran über eine flexiblere Sohle.
Die Soldatinnen und Soldaten erhalten jeweils zwei Paar Kampfschuhe in schwerer Ausführung und eins in der leichten Version. Zudem gibt es Varianten für Männer und Frauen, um den unterschiedlichen körperlichen Gegebenheiten gerecht zu werden.
Ein geringes Gewicht, Flexibilität und ein hoher Tragekomfort zeichnen den leichten Kampfschuh aus
Bundeswehr/Jana Neumann
Wenn es nass und kalt wird, sorgt der schwere Kampfschuh für warme und trockene Füße
Bundeswehr/Elian Hadj HamdiDie Überziehschutzweste, die den Kern von MOBASTModulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat (Modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat) bildet, ist eine verbesserte Version des Vorgängermodels „Schutzweste Infanterie, modifiziert“. Der Tragesatz kann auf die individuellen Erfordernisse jedes Soldaten und jeder Soldatin angepasst werden. In den modularen Taschen für Magazine, Granaten oder Werkzeug kann alles verstaut werden, was zum Kämpf benötigt wird.
MOBASTModulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat schützt den Körperkernbereich vorn und hinten über hartballistische Schutzelemente. Sie widerstehen Beschuss aus Gewehren bis zum Kaliber 7,62 mal 51 Millimeter. Der weichballistische Schutz im Körperbereich vorn und hinten sowie der Unterleibschutz fangen Pistolenmunition mit Kaliber 9 Millimeter und Splitter ab.
Der Gefechtshelm Streitkräfte besitzt Seitenschienen für Ausrüstung sowie eine Halterung für Nachtsichtgeräte. Er ist so geschnitten, dass ein Sprechsatz mit aktivem Gehörschutz unter dem Helm getragen werden kann.
Gut geschützt und variabel ausrüstbar: der Gefechtshelm Streitkräfte
Bundeswehr | Fotos: Bw Bekleidungsmanagement GmbH | Grafik: Astrid HöfflingIn den beiden Rucksäcken – Daypack und Hauptrucksack – lässt sich die Ausrüstung gut verstauen und tragen. Dazugehörige Packliner – wasserdichte Packtaschen in verschiedenen Größen – sorgen dafür, dass wichtige Dinge auch nicht nass werden, sollte bei einer Flussüberquerung Wasser in den Rucksack eindringen. Mithilfe eines individuellen Packsystems haben die Soldatinnen und Soldaten immer schnell das zur Hand, was gerade gebraucht wird.
Alles gut verstaut: das modulare Rucksacksystem im Überblick
Bundeswehr | Fotos: Bw Bekleidungsmanagement GmbH | Grafik: Astrid HöfflingBei der Beschaffung von Bekleidung und persönlicher Ausrüstung arbeiten viele Stellen der Bundeswehr eng zusammen. Kostenoptimierung, Qualitätsbewusstsein, Nachhaltigkeit und nicht zuletzt die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten stehen im Fokus.
Der Kauf aller Artikel für Bundeswehrangehörige wird Beschaffungsprozess genannt.
Das Gefechtsfeld und die Kampfführung haben sich in der Vergangenheit immer wieder massiv verändert. Dadurch änderten sich auch die Anforderungen an die persönliche Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten. Am Beispiel von Schutzweste, Helm und Rucksack wird deutlich, dass nicht nur bessere technische Möglichkeiten Ausgangspunkt von Weiterentwicklungen waren.
Die Sicherheit der Truppe im Einsatz hat höchste Priorität. Daher hat die Bundeswehr ab den 1980er-Jahren nach und nach immer bessere Schutzwesten beschafft. Während das erste Modell lediglich vor Splittern schützte, sind die aktuellen Westen modular aufgebaut. Sie halten auch dem Beschuss aus Langwaffen stand und sind dennoch komfortabel zu tragen.
Die erste für die Bundeswehr konzipierte Schutzweste war die Splitterschutzweste, allgemein. Sie wurde in den 1980er-Jahren entwickelt und ab 1987 an die Truppe ausgeliefert. Die Weste schützte nur vor Geschosssplittern. Referenz war der 1,1-Gramm-Normsplitter gemäß dem Standardisierungsübereinkommen STANAGStandardisierungsübereinkommen der NATO-Vertragsstaaten über die Anwendung standardisierter Verfahren oder ähnlicher Ausrüstung 2920 der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Vertragsstaaten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 450 Metern pro Sekunde – dies entspricht 1.620 Kilometern pro Stunde. Die Splitter von Artillerie- oder Mörsergeschossen fallen bis zu 75 Prozent in diese Gewichtsklasse. Die Weste bot allerdings keinen Schutz vor Handwaffenprojektilen oder Stich- und Hiebwaffen. Sie dient nur noch vereinzelt als Übungsweste und wird ausgesondert.
Sie schützte vor Geschosssplittern mit einer Aufprallgeschwindigkeit von bis zu 450 Metern pro Sekunde: die Splitterschutzweste
Bundeswehr/Detmar ModesUm die Soldatinnen und Soldaten für den SFORStabilisation Force-Einsatz in Bosnien und Herzegowina der veränderten Bedrohung angemessen auszustatten, beschaffte die Bundeswehr ab 1994 kurzerhand das britische Schutzwestenmodell Bristol Armour Typ 18. Die Sicherheitsexperten und -expertinnen befürchteten Angriffe von Einzeltätern mit leistungsfähigen Langwaffen wie dem Dragunow-Zielfernrohrgewehr. Mit ihren keramischen Schutzelementen im Vorder- und Rückenteil erfüllte diese Weste die Schutzklasse 4 vor Angriffen mit Langwaffen und Hartkernmunition. Die etwa 18 Kilogramm schwere Weste lastete jedoch noch vollständig auf den Schultern der Träger.
Sie wog 18 Kilogramm, schützte aber auch vor Hartkerngeschossen aus Langwaffen: die Bristol Armour Typ 18
Bundeswehr/Detmar ModesAb 1999 löste die Schutzweste Standard die Bristol Armour ab. Bei gleichbleibendem Schutzniveau war die Schutzweste mit etwas mehr als 13 Kilogramm rund fünf Kilogramm leichter. Der schwere Tiefschutz wies sogar die Schutzklasse 4 auf, war aber – vor allem in der Bewegung – äußerst schlecht zu tragen. Anders als die im charakteristischen Tarnmuster der britischen Streitkräfte (Disruptive Pattern Material – DPM) ausgeführte Bristol Armour verfügte die Schutzweste Standard über den Drei- und Fünf-Farben-Tarndruck der Bundeswehr. Die Taschen für die Munition oder Ausrüstung waren allerdings nach wie vor fest aufgenäht, sodass die Schutzweste wie ein deutsches Remake der Bristol Armour anmutet. Restbestände dieser Schutzweste werden derzeit noch für die Ausbildung genutzt.
Erste eigene ballistische Schutzweste der Bundeswehr: die Schutzweste Standard
BundeswehrAb 2001 ließ die Bundeswehr im Rahmen des Projekts „Infanterist der Zukunft – Basissystem“ die Schutzweste Infanterie entwickeln. Neben dem Rundum- und Tiefschutz der Schutzklasse 1 vor weichballistischen Geschossen aus Kurzwaffen und den an Rücken und Front einschiebbaren Schutzelementen der Schutzklasse 4 schützte die Weste großflächig auch vor Angriffen mit Stichwaffen. Im Hals- und Schulterbereich war zudem ein Splitterschutz nach STANAGStandardisierungsübereinkommen der NATO-Vertragsstaaten über die Anwendung standardisierter Verfahren oder ähnlicher Ausrüstung 2920 adaptierbar. An dem aufgenähten Gurtraster der Schutzwestenhülle konnten unterschiedliche Ausrüstungstaschen modular angebracht werden. Die Weste war recht flexibel und wurde über das Projekt „Soldat im Einsatz“ in größeren Stückzahlen beschafft. Die Schutzweste Infanterie wird zunehmend nur noch zur Ausbildung genutzt.
Am aufgenähten Gurtraster können die Soldatinnen und Soldaten unterschiedliche Ausrüstungstaschen modular anbringen: die Schutzweste Infanterie
Bundeswehr/Marcus RottNachdem die Truppe mehrere Änderungen an der Schutzweste Infanterie forderte, folgte 2012 die Schutzweste Infanterie, modifiziert. Sie ist das Ergebnis einer weitgehend offen gestalteten Ausschreibung. Statt auf eine maximale Schutzfläche legten die Entwickler besonderen Wert auf Beweglichkeit und eine Passform, die es den Soldatinnen und Soldaten ermöglichte, komfortabler in Fahrzeugen zu sitzen. Dies war bei den Vorgängermodellen noch sehr unbequem.
Bei weiterhin identischem Schutzniveau verfügt die modifizierte Schutzweste Infanterie über ein Gurtbandsystem nach dem Standard MOLLEModular Lightweight Load-Carrying System/PALSPouch Attachment Ladder System. Das Modular Lightweight Load-Carrying System mit der universalen Befestigungslösung Pouch Attachment Ladder System wurde ursprünglich bei den USUnited States-Streitkräften eingeführt und hat sich bei militärischer Ausrüstung als Standard etabliert. Parallel angeordnete Gurtbänder, die in regelmäßigen Abständen mit sogenannten Riegelnähten an der Schutzwestenhülle angenäht sind, erlauben es den Trägerinnen und Trägern, unterschiedliche Taschen und Ausrüstung flexibel an der Weste zu befestigen.
Zusätzlich kann die Weste im Notfall sehr schnell abgeworfen werden, wenn der Träger beziehungsweise die Trägerin durch die Weste eingeklemmt ist oder die Weste in Brand gerät. Ein abnehmbarer Hüftgurt erleichtert das Tragen, da das Gewicht der Schutzweste von etwa 11,5 Kilogramm auf Schultern und Hüfte verteilt werden kann.
Fokus auf Beweglichkeit und bequeme Passform statt auf maximale Schutzfläche: die Schutzweste Infanterie, modifiziert
Bundeswehr/Sarah SensenIm Zuge der Neuausschreibung wurde die Schutzweste Infanterie nochmals im Detail verbessert. So verfügt das seit 2019 verfügbare C-Modell über neue Seitenverschlüsse und eine verbesserte Weiteneinstellung, die bruchgefährdeten Kunststoffteile im Notabwurfsystem bestehen bei der neuen Ausführung aus Metall. Zudem können die Soldatinnen und Soldaten den modularen Stichschutz deutlich leichter einfügen und wieder herausnehmen als beim bisherigen Modell. Sie ist zudem in neun statt sieben Größen verfügbar. Das Schutzniveau ist identisch mit dem Vorgängermodell.
Die Modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat (MOBASTModulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat) besteht aus einer ballistischen Überziehschutzweste mit dem gleichen Schutzniveau wie die Schutzweste Infanterie und beinhaltet erstmals für jeden Soldaten und jede Soldatin eine Unterziehschutzweste zum verdeckten Tragen.
Zusätzlich können modulare Splitterschutzelemente für Hals und Schulter, Tiefschutz sowie Oberarm- und Oberschenkelschutz hinzugefügt werden. Eine sogenannte ballistische Unterwäsche, die den Körperstamm vor Kleinstsplittern wie Sand bei einem im Boden explodierenden Kampfmittel schützt, sowie ein Taschensatz für Magazine und Ausrüstung ergänzen das Schutzsystem.
Die bisher mit Schutzwesten ausgelieferte, einfache Aufbewahrungstasche wurde bei MOBASTModulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat durch eine Transporttasche mit Rollen und ausziehbarem Handgriff ersetzt.
Auf Bewährtem aufbauen: Kern des MOBASTModulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat-Systems ist eine Weiterentwicklung der Schutzweste Infanterie, modifiziert
Bundeswehr/Jana NeumannNicht jede Soldatin und jeder Soldat übt eine – auch nach den Begriffen des Soldatenberufs – alltägliche Funktion aus. Deshalb verfügen besondere Nutzergruppen über weitere Schutzwestenmodelle, die speziell für das jeweilige Aufgabengebiet konzipiert sind.
So können die Spezialkräfte auf ein großes Sortiment modularer Schutzelemente und -hüllen zugreifen und ihr Schutzwestensystem so noch besser an die jeweilige Bedrohungs- und Einsatzsituation anpassen. Die Schutzweste der Boardingkräfte besteht, wie die zugehörige Trageausstattung, aus einem Laminat, das möglichst wenig Wasser aufnimmt und ist zudem mit einem Rettungskragen ausgestattet.
Die Feldjägertruppe wird für den Dienst im Inland mit einer verdeckt tragbaren Schutzweste ausgerüstet, die neben dem Schutz gegen Angriffe mit Kurzwaffen aller Art auch einen Schlag- und Stichschutz auf besonders hohem Niveau bietet.
Sie besteht aus wasserabweisendem Material und einem auftriebgebenden Rettungskragen: die Schutzweste der Boardingkräfte
Bundeswehr/David HeckerNa klar: Ein Helm soll zuallererst den Kopf vor Verletzungen schützen, wie sie etwa durch Granatsplitter oder Querschläger entstehen können. Bis zum Ersten Weltkrieg waren aber auch repräsentative optische Eigenschaften der Kopfbedeckung wichtig. Anfangs nur bei den Preußen, später im ganzen Deutschen Reich wurde die „Pickelhaube“ eingeführt: ein Helm mit Metallspitze. Spätestens im Ersten Weltkrieg wurde sie aber dann unbrauchbar. Denn im Schützengraben konnten sich die Soldaten nicht erlauben, ihre Deckung durch die Spitze auffliegen zu lassen.
Mit der Einführung des Stahlhelms M16 im Jahr 1916 wurde eine Entwicklung eingeläutet, die weitgehend bis heute anhält: mit Fokus auf Tarnung und Schutz. Lange war Stahl dazu der Werkstoff der Wahl. 1992 wurde schließlich in Deutschland erstmals der Gefechtshelm M92 aus Kunststoff ausgegeben, mit besserem Schutz bei geringerem Gewicht.
Im Laufe der 2000er-Jahre wurde Kommunikation via Funk und Sprechsatz immer wichtiger auf dem Gefechtsfeld. Der aktuelle Standardgefechtshelm der Bundeswehr, der Gefechtshelm Streitkräfte, ist deshalb so geschnitten, dass entsprechende Kopfhörer unter dem Helm getragen werden können. Zudem können Soldatinnen und Soldaten an diesem Gefechtshelm problemlos Nachtsichtgeräte anbringen.
Angefangen von einfachen Gepäckbeuteln über den Tornister und bis hin zu modernen Rucksäcken mit Rückenpolster, vielen Schnallen, Gurten und Platz für Ausrüstung sowie mehrere Tagesrationen Proviant. Vor allem der permanent steigende Platzbedarf hatte Einfluss darauf, wie sich Rucksäcke in deutschen Armeen verändert haben.
Der erste Tornister im Ersten Weltkrieg hatte noch eine Füllmenge von circa sechs Litern. Bereits über 65 Liter verfügte der Jägerrucksack in den 1990er- und 2000er-Jahren. Das aktuelle modulare Rucksacksystem fasst insgesamt bis zu 110 Liter. Die Steigerung des Platzbedarfs ist eine Konstante bei den Anforderungen an Militärrucksäcke.
Damit einher gehen aber auch neue Herausforderungen. Durch das höhere Gewicht wurde die Ergonomie immer wichtiger und entsprechende technische Bausteine der Rucksäcke ausgefeilter. Das aktuelle modulare Rucksacksystem ist deshalb extrem individualisierbar – an den Träger beziehungsweise die Trägerin anpassbar und so länger schmerzfrei zu tragen.
Der Stahlhelm M16 wurde 1916 in das deutsche Reichsheer eingeführt. Nur 1.350 Gramm brachte er auf die Waage und die Köpfe der Soldaten.
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Tarnung leicht gemacht: Der Überzug des Gefechtshelms M92 hat Schlaufen und Schnüre, an denen sich Pflanzenteile für eine an die Umwelt angepasste Tarnung anbringen lassen
Bundeswehr/Jonas Weber
Komfortabler und bereit zur Aufnahme von Nachtsichtgerät, Sprechsatz, aktivem Gehörschutz und weiterer Ausrüstung – das bietet der aktuelle Gefechtshelm der Bundeswehr
Bw Bekleidungsmanagement GmbH
Der Tornister wurde 1913 eingeführt und war vor allem für Soldaten gedacht, die kein Koppel besaßen, also einen Gürtel mit Taschen und Trageriemen für die Schultern. Er bestand aus braunem Segeltuch und war mit Kalbfell überzogen.
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Wieder eine Steigerung im Volumen. Der Kampfrucksack in „Flecktarn“ wurde 1992 eingeführt und hat ein Fassungsvermögen von 65 Litern. Der Hüftgurt ist hier bereits vorhanden, aber noch nicht sehr ergonomisch.
Bundeswehr/Andrea Bienert
80 Liter plus 30 Liter: Das ist das Volumen des aktuellen Rucksacksystems aller Soldatinnen und Soldaten. Es besteht aus einem Hauptrucksack und einem kleineren Tagesrucksack.
Bw Bekleidungsmanagement GmbH