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Auswirkungen für die Soldaten – in Ost und West

Bei allen Offizieren war der neue Dienstgrad vielfach ein oder zwei Dienstgrade niedriger als zuvor, weil die Dienstposten in der NVA häufig dienstgradhöher ausgelegt waren als in der Bundeswehr. Dauerhaft übernahm die Bundeswehr als Armee der Einheit rund 3.000 Offiziere, 7.600 Unteroffiziere und 200 Mannschaften von den ehemaligen Berufssoldaten der NVA in den Dienst der Streitkräfte des vereinten Deutschlands. Gleichzeitig verließen rund 90.000 Zeit- und Berufssoldaten die Bundeswehr, auch weil verschiedene Strukturgesetze dies erleichterten.

Soldaten stehen auf einem Platz und legen an der Truppenfahne ihr feierliches Gelöbnis ab

Viele Wehrpflichtige leisteten ihren Grundwehrdienst nach der Wende in einem für sie „anderen“ Teil Deutschlands ab. Hier das erste feierliche Gelöbnis in den neuen Ländern in Bad Salzungen.

Bundeswehr/Matthias Zins

Unmut bei ehemaligen NVA-Soldaten

Für Unmut sorgte bei den ehemaligen NVA-Soldaten in der Bundeswehr die unterschiedliche Besoldung: Die Unteroffiziere erhielten erst ab 2007, die Offiziere ab 2009 die gleichen Bezüge wie ihre Kameraden aus dem Westen. Für die neu in die Bundeswehr eintretenden jungen Soldaten wurde dieser Besoldungsnachteil dadurch umgangen, das sie oft in den westlichen Bundesländern ihre Verpflichtung und Ernennung zum Zeitsoldaten erhielten.

Viele Wehrpflichtige leisteten ab 1991 ihren Grundwehrdienst in einem für sie „anderen“ Teil Deutschlands. Auch diese Erfahrung wurde zu einem wichtigen Teil der Wiedervereinigung.

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