Inhalt
Quartalsvortrag ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

Ernst Jünger und die literarische Verarbeitung des Ersten Weltkriegs

Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Zeppelinstraße 127/128, 14471 Potsdam
bis

Dr. Helmuth Kiesel – emeritierter Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – hält am 18. Juni 2025 einen Quartalsvortrag mit dem Titel: „Ernst Jünger und die literarische Verarbeitung des Ersten Weltkriegs“ im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

Ein Porträt von Ernst Jünger in schwarz-weiß

Umstrittener Dichter: Ernst Jünger im Jahr 1932

akg-images

Ernst Jünger, der an beiden Weltkriegen als Soldat teilgenommen hat, zählt sicherlich zu den umstrittensten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk „In Stahlgewittern. Aus dem Tagebuch eines Stoßtruppführers“ (Erstauflage 1920) ist neben Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ eines der bekanntesten deutschsprachigen Bücher über den Ersten Weltkrieg. 

Jüngers Schriften werden heftig kritisiert: Die Vorwürfe reichen von Kriegsverherrlichung bis hin zu ästhetischem Faschismus. Trotzdem genoss sein literarisches Gesamtwerk gerade im Land des ehemaligen Kriegsgegners Frankreich eine hohe Wertschätzung. Der ehemalige französische Staatspräsident François Mitterand bezeichnete Jünger beispielsweise als den „größten Poeten unserer Epoche“. Nicht von ungefähr war Jünger auch als Ehrengast beim berühmten symbolischen Händedruck zur „Versöhnung über den Gräbern“ zwischen Mitterand und Bundeskanzler Helmut Kohl am 22. September 1984 in Verdun geladen.

Helmuth Kiesel ist einer der profundesten Kenner Ernst Jüngers. Er zeichnet in seinem Vortrag Jüngers Einsatz im Ersten Weltkrieg und dessen Literarisierung nach: in Jüngers Kriegstagebuch 1914 bis 1918, worauf wiederum „In Stahlgewittern„ und das expressionistisch-phänomenologische Kondensat „Der Kampf als inneres Erlebnis“ (1922) aufbauen. Die Mittel und Tendenzen in diesem Verarbeitungsprozess werden analytisch-interpretatorisch profiliert. Die Rezeptionsgeschichte wird rekapituliert. Gefragt wird auch nach dem kriegspsychologischen Erkenntniswert.

Die Veranstaltung am 18. Juni 2025 im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ist öffentlich. Um Anmeldung unter ZMSBwS3EinladungsMgmt@bundeswehr.org bis zum 13.06.2025 wird gebeten. Sie beginnt um 17.30 Uhr.

Anfahrt

ZMSBw
Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo der Bundeswehr

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung