Die Bundeswehr in Litauen

Enhanced Forward Presence dient der Sicherung der Ostflanke der NATONorth Atlantic Treaty Organization. Deutschland hat die Führung der Battlegroup in Litauen übernommen.

Soldaten stehen im Wald und unterhalten sich
Bundeswehr/Marc Tessensohn

Aktuelle Artikel von der Enhanced Forward Presence

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EFPEnhanced Forward Presence: Bündnisverteidigung an der Ostflanke

Anfang 2017 startete die NATONorth Atlantic Treaty Organization mit der Verlegung von Soldatinnen und Soldaten nach Polen und in die baltischen Staaten. Die Mission Enhanced Forward Presence#n (EFPEnhanced Forward Presence) dient der Sicherung der osteuropäischen Staaten und der Abschreckung von Bedrohungen des Bündnisgebiets. Die Mitgliedstaaten reagieren mit der „verstärkten Vornepräsenz“ auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland und die fortgesetzte Destabilisierung der Ukraine. Deutschland hat die Führung der „Battlegroup“ in Litauen übernommen. Über 3.500 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr haben sich bisher an dem multinational zusammengesetzten Kampfverband beteiligt. Aktuell befinden sich rund 500 Bundeswehrangehörige bei EFPEnhanced Forward Presence.

Eine Karte von Litauen, die das Einsatzgebiet von Enhanced Forward Presence (EFP) zeigt

Die Bundeswehr bei Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) in Litauen

Bundeswehr

Rotationen als immer wiederkehrende Ereignisse bei EFPEnhanced Forward Presence

Soldaten verschiedener Nationen im Gespräch

Die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner arbeiten eng zusammen

Bundeswehr/Sebastian Wilke


EFPEnhanced Forward Presence sieht die Aufstellung von „Battlegroups“ in Polen und den baltischen Staaten vor. Die vier multinationalen Gefechtsverbände bestehen aus jeweils 1.000 Soldatinnen und Soldaten, die die Streitkräfte der Gastländer verstärken. Ausbildung, Training und Abschreckung bilden den Kernauftrag der Kampfverbände. Das Personal rotiert als regelmäßiges Ereignis bei EFPEnhanced Forward Presence im halbjährlichen Rhythmus, da die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Russland-Grundakte keine dauerhafte Stationierung alliierter Truppen in Osteuropa erlaubt. Die NATONorth Atlantic Treaty Organization setzt auf eine doppelte Strategie: Abschreckung ja, aber keine Konfrontation. Der Dialog mit Russland bleibt für das NATONorth Atlantic Treaty Organization-Bündnis zentral.

Die Zusammensetzung der Gefechtsverbände variiert und erfolgt in Abstimmung mit der Gastgebernation. Polen und die baltischen Staaten bilden jeweils den Kern der multinationalen Kampfverbände. Jeder dieser Verbände wird von einer Rahmennation geführt. Diese Aufgabe haben Großbritannien, Kanada, die USAUnited States of America und Deutschland übernommen. Die Bundeswehr hat die Führungsrolle in Litauen inne und verlegt seit Januar 2017 Truppenangehörige nach Rukla, rund 100 Kilometer nordwestlich von der litauischen Hauptstadt Vilnius.

Aufbau eines Gefechtsverbands

Panzer fahren im Konvoi durchs Gelände

Die Übungen und Manöver stellen regelmäßig wiederkehrende Ereignisse bei EFPEnhanced Forward Presence dar, bei welchen die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Kampfverbände die multinationale Zusammenarbeit trainieren

Bundeswehr/Sebastian Wilke

Die Bundeswehrangehörigen sind in der größten Kaserne der litauischen Streitkräfte untergebracht. Die Pionierarbeit leistete das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach. Zusammen mit Verbänden der Panzerbrigade 12 bauten sie die notwendige Infrastruktur vor Ort auf. Die Kräfte verlegten mit ihrer kompletten Ausrüstung und allen Gefechtsfahrzeugen sowie der dazugehörigen Munition ins Baltikum. Rund 500 Bundeswehrangehörige, dazu Schützenpanzer, Kampfpanzer und andere Fahrzeuge. Im März 2017 war die Einsatzbereitschaft der deutschen Truppen hergestellt.

Neben Deutschland beteiligten sich Norwegen, Belgien, Kroatien und die Niederlande am ersten NATONorth Atlantic Treaty Organization-Bataillon in Litauen. Im Mai 2017 war der Kampfverband mit knapp 1.000 Kräften vollständig aufgestellt. Den Kern des Gefechtsverbands bildeten mechanisierte und infanteristische Kräfte. Zeitweise wurden Verstärkungskräfte – zur ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr, Aufklärung oder Artillerie – hinzugezogen. Etwa bei der Übung Iron Wolf, bei der die Battlegroup ihre Einsatzbereitschaft bewies.

Regelmäßige Übungen als Ereignisse bei EFPEnhanced Forward Presence

Panzerhaubitze schießt scharf auf Übungsplatz

Es knallt gewaltig – Panzerhaubitzen trainieren bei der Gefechtsübung Flaming Thunder den scharfen Schuss

Bundeswehr/Marc Tessensohn

Iron Wolf, Saber Strike, Flaming Thunder oder Eager Leopard – das Üben des Gefechtes ist ein immer wiederkehrendes Element und Ereignis bei EFPEnhanced Forward Presence. Bei Gefechtsübungen und Manövern trainieren die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Truppen zahlreiche Szenarien - vom Häuser- und Stellungskampf bis zur Verzögerung eines anrückenden Feindes. Die Armeeangehörigen demonstrieren die multinationale Zusammenarbeit und ihre Verteidigungsbereitschaft. Pabrade, der größte Truppenübungsplatz Litauens, bietet ideale Voraussetzungen für das Gefechtstraining.

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Weiterführende Links

Übung Thunder Storm 2018

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Weltweit leisten deutsche Soldatinnen und Soldaten täglich ihren Dienst. In dieser Serie stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

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