Mali – EUTMEuropean Union Training Mission Mali

Mit ihrer Europäischen Trainingsmission (EUTMEuropean Union Training Mission European Union Training Mission) Mali unterstützt die Europäische Union (EU) die malische Regierung dabei, die Sicherheit und Stabilität im Land wiederherzustellen. Darüber hinaus ist der EU-Einsatz in Mali ein wesentlicher Faktor für die Stabilisierung der Sahel-Region und somit auch für Afrika und Europa.

Mehrer Soldaten laufen durch das Bild
Bundeswehr/PAO EUTM Mali

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Der EU-Einsatz in Mali

Die Wiederherstellung eines dauerhaften Friedens in Mali ist nicht nur für die Stabilität des Landes und die Sahelregion entscheidend, sondern auch für ganz Nordafrika und letztlich Europa. Gut ausgebildete Sicherheitskräfte bilden die Grundlage einer eigenständigen Sicherheitsvorsorge malischer staatlicher Behörden. Der EU-Einsatz in Mali soll die malischen Streitkräfte befähigen, die territoriale Integrität des Landes zu gewährleisten und ein sicheres Umfeld zu garantieren. Die malischen Soldatinnen und Soldaten sollen durch die European Union Training Mission in die Lage versetzt werden, selbst Verantwortung für die Sicherheit ihres Landes zu übernehmen. Stabilität und Frieden im Land sind Voraussetzung für den Wiederaufbau Malis.

Eine Karte von Mali, die das Einsatzgebiet von EUTM Mali zeigt

Das Einsatzgebiet der Bundeswehr im Süden Malis (Infografik)

Bundeswehr

Was ist der Auftrag der Bundeswehr im EU-Einsatz in Mali?

Dieser Auslandseinsatz ist eine reine Ausbildungsmission. Der Schwerpunkt des deutschen Missionsbeitrags liegt in der Logistik- und Infanterieausbildung. Den Maliern werden jedoch nicht nur militärische Kenntnisse vermittelt. Zum Ausbildungspaket gehören auch die Grundsätze moderner Menschenführung sowie ethische und völkerrechtliche Aspekte. Bisher wurden rund 15.000 malische Soldatinnen und Soldaten in unterschiedlichen Lehrgängen ausgebildet. Die deutschen Soldatinnen und Soldaten greifen nicht aktiv in Kampfhandlungen ein, haben aber das Recht auf Selbstverteidigung.

Auftrag: Ausbildung und Beratung

Die Aufgaben der deutschen Soldatinnen und Soldaten ergeben sich aus dem Völkerrecht und den Einsatzregeln der EU. Danach sind sie verantwortlich für die Planung, Führung und fachliche Aufsicht der Mission, ebenso wie für die Ausbildung malischer Sicherheitskräfte sowie von Sicherheitskräften der G5-Sahel-Staaten. Hierzu zählen Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und der Tschad. Ausbildungsmaßnahmen können auch den Prozess der Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer unterstützen. Das wurde im 2015 geschlossenen Friedensabkommen von Algier vereinbart. Zudem berät die Bundeswehr das malische Verteidigungsministerium und die operativen Führungsstäbe der malischen Streitkräfte.

Ein Bundeswehrsoldat und ein malischer Soldat hocken vor einer Sprengladung im Gelände

Bei der Pionierausbildung lernen die malischen Soldaten das Erkennen und Markieren von Kampfmitteln

Bundeswehr/Alyssa Bier

Wie ist die Ausbildungsmission mandatiert?

Die Europäische Union beschloss am 18. Februar 2013 die Aufstellung einer Ausbildungsmission. Dies geschah auf Bitten der malischen Regierung sowie auf der Grundlage von Resolutionen der Vereinten Nationen. Das jüngste Mandat des Deutschen Bundestages definiert das Einsatzgebiet mit ganz Mali. Das aktuelle Mandat gilt bis zum 31. Mai 2022 und wurde am 19. Mai 2021 durch das Parlament verabschiedet.

Zum Zweck der Beratung gehören die Sektor-Hauptquartiere der G5-Sahel-Einsatztruppe in Niger, Tschad und Mauretanien mit Zustimmung dieser Staaten ebenfalls zum Einsatzgebiet. Für die deutsche Beteiligung am EU-Einsatz in Mali und ihre Aufgaben können insgesamt bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden. Die Aufstockung des Personals ergibt sich aus dem geplanten Aufbau eines neuen Ausbildungszentrums in Sévaré. Hierzu müssen, sobald die Umsetzung erfolgt, zusätzliche Sicherungskräfte eingebracht werden, um den Bereich des Aufbaus des geplanten neuen Ausbildungszentrums abzusichern.

Wo sind die Ausbildungsstandorte der Mission?

Die Trainingsmission hat von Anfang an maßgeblich zur Stärkung der malischen Streitkräfte beigetragen. Der Schwerpunkt des aktuellen Mandats für den EU-Einsatz in Mali liegt in der Führeraus- und -weiterbildung. Diese werden vornehmlich zentral am Standort Koulikoro, im Koulikoro Training Center, durchgeführt. Mobile Trainingsteams bilden zusätzlich an anderen Standorten der malischen Militärregionen aus.

Mit der geplanten Errichtung des neuen Ausbildungszentrums in Sévaré soll künftig die Ausbildung zentralisiert werden, um so den Koordinationsaufwand sowohl für die malischen Sicherheitsbehörden, wie auch die Trainer zu verringern. Ziel ist es, über einer Dauer von 12 Monaten geschlossene malische Einheiten auszubilden. Ferner wird die Ausbildung perspektivisch näher an die Einsatzgebiete der malischen Armee verlegt.

Bei allen Lehrgängen ist die Vermittlung der Inhalte und der Richtlinien des humanitären Völkerrechts ein weiterer wichtiger Bestandteil des Ausbildungskonzeptes. Die gezielte Unterstützung bei der Beratung und Ausbildung im Hinblick auf die Herstellung der operativen Einsatzfähigkeit der gemeinsamen Einsatztruppe der G5 Sahel ist ein weiterer Schwerpunkt.

Blick auf die Stadt Bamako in Mali

Etwa 60 Kilometer nordöstlich der malischen Hauptstadt Bamako befindet sich Koulikoro mit dem Koulikoro Training Center

Bundeswehr/Andrea Bienert

Wer beteiligt sich noch am EU-Einsatz in Mali?

Mit derzeit rund 100 Soldatinnen und Soldaten zählt Deutschland zu den wesentlichen Truppenstellern dieses Auslandseinsatzes. Deutschland betrachtet Mali als wichtigen Schwerpunkt seines militärischen Engagements auf dem afrikanischen Kontinent. Gemeinsam mit der Bundesrepublik beteiligen sich insgesamt 24 Nationen an der Ausbildungsmission in Mali. Der Großteil dieser Partnerstaaten sind Mitglieder der Europäischen Union. Das Hauptquartier des Einsatzes befindet sich in der Hauptstadt Bamako. Etwa 60 Kilometer entfernt liegt das Ausbildungszentrum in der kleinen Stadt Koulikoro.

Rechtsgrundlagen EUTMEuropean Union Training Mission Mali (PDF, 254,9 KB)

Antrag der Bundesregierung (PDF, 309,3 KB)

Kontingentführer deutsches Einsatzkontingent EUTMEuropean Union Training Mission Mali

Informationsbroschüre

zum Einsatz EUTMEuropean Union Training Mission Mali

Flyer (Stand 08/2021) Informationsbroschüre PDF, barrierefrei, 2,4 MB
Cover der Informationsbroschüre Die Bundeswehr bei der Ausbildungsmission in Mali

Q&A EUTMEuropean Union Training Mission Mali

Bei der EU Mission EUTMEuropean Union Training Mission Mali handelt es sich um eine reine Ausbildungsmission. Kernauftrag der im deutschen Einsatzkontingent EUTMEuropean Union Training Mission Mali eingesetzten Soldatinnen und Soldaten ist die Ausbildung der malischen Streitkräfte. Ziel ist es, die malischen Sicherheitskräfte dazu zu befähigen, perspektivisch selber für die Sicherheit in ihrem Land zu sorgen.
Dafür werden die malischen Soldatinnen und Soldaten von Trainingsteams ausgebildet. Diese Teams setzten sich aus Soldatinnen und Soldaten, der insgesamt 25, an der Mission EUTMEuropean Union Training Mission Mali beteiligten, Nationen zusammen.
Der Schwerpunkt des deutschen Missionsbeitrags liegt in der Pionier-, Logistik- und Infanterieausbildung. Zum Ausbildungspaket gehören auch die Grundsätze moderner Menschenführung sowie ethische und völkerrechtliche Aspekte.


Am 17. Januar 2013 wurde der Einsatz EUTMEuropean Union Training Mission Mali erstmalig durch den europäischen Rat beschlossen und mandatiert. Seither wurde die Mission EUTMEuropean Union Training Mission Mali um insgesamt vier Mandate verlängert. Das jüngste Mandat wurde 2020 verabschiedet und läuft derzeit noch bis zum 18. Mai 2024.

Der Deutsche Bundestag mandatierte am 28. Februar 2013 erstmals den Einsatz der der Bundeswehr bei EUTMEuropean Union Training Mission Mali. Seitdem wurden auf Grundlage der EU-Ratsbeschlüsse mehrfache Mandatsverlängerungen im Bundestag verabschiedet. Die Zustimmung des Deutschen Bundestages ist zwingend erforderlich.
Das amtierende Bundestagsmandat gilt derzeit noch bis zum 31. Mai 2022.


Die Mandatsobergrenze für das DEU Einsatzkontingent in Mali während der Mission EUTMEuropean Union Training Mission MLI wurde durch den Bundestag wie folgt festgelegt:

  • 2013: 180
  • 2014: 250
  • 2015: 350
  • 2016: 300
  • 2017: 300
  • 2018: 350
  • 2019: 250
  • 2020: 450

Das aktuelle Mandat vom 21. April 2021 umfasst eine Mandatsobergrenze von 600 Soldatinnen und Soldaten.


Der Großteil der deutschen Soldatinnen und Soldaten der EU Mission EUTMEuropean Union Training Mission Mali, befindet sich im Camp in Koulikoro. Im hiesigen Training Center leistet die Bundeswehr vor Ort ihren Beitrag zur Ausbildung der malischen Streitkräfte.
Darüber hinaus beteiligt sich Deutschland mit militärischem Personal im Hauptquartier der EU in Bamako.
Im Rahmen der dezentralen Ausbildung sind deutsche Soldatinnen und Soldaten temporär auch an anderen Standorten in Mali stationiert.


Im Rahmen der Ausrüstung achtete die Bundeswehr besonders darauf, den Soldatinnen und Soldaten das bestmögliche Equipment für den Einsatz zur Verfügung zu stellen. Eine speziell für das Einsatzland zugeschnittene persönliche Ausrüstung gewährleistet zusätzlich den bestmöglichen Schutz für die Soldatinnen und Soldaten vor Ort.

Mit Blick auf die Campsicherung gibt es eine Vielzahl von Sicherungssystemen, die dazu beitragen, den Schutz der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten zu gewährleisten. Hierzu zählen unter anderem gehärtete Unterkünfte, Sicherungswälle, Wachtürme sowie Personen- und Verkehrskontrollen an den Toren des Camps


Ein Kontingentzeitraum dauert insgesamt vier Monate. Hinzu kommen noch circa zwei Wochen Übergabezeit im Rahmen des Kontingentwechsels.

Die Vorbereitung für den Einsatz beginnt bereits in Deutschland. Im Rahmen einer umfassenden Einsatzvorausbildung, werden die Soldatinnen und Soldaten dezidiert auf den bevorstehenden Einsatz und die Region vorbereitet.
Darüber hinaus werden sie vor dem Beginn ihres Einsatzes umfassend medizinisch untersucht. Um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen, werden die für den Einsatz vorgesehenen Soldatinnen und Soldaten gemäß eines für den Einsatz festgelegten Impfschemas geimpft.


Entsprechend der nationalen und internationalen Vorgaben realisiert die Bundeswehr im Einsatz eine bruchfreie und belastbare Rettungskette.
Die Rettungskette unterteilt sich entsprechend der Art und des Umfangs der sanitätsdienstlichen Unterstützung, nach der Selbst- und Kameradenhilfe in unterschiedliche Behandlungsebenen, aufsteigend von der sanitätsdienstlichen Erstversorgung bis zur abschließenden klinischen Versorgung, wenn notwendig in Deutschland.

Dabei ergeben sich die verschiedenen Stufen der Rettungskette wie folgt:

  1. Selbst- und Kameradenhilfe vor Ort,
  2. Versorgung durch den Rettungstrupp (medizinisches Fachpersonal jedoch ohne Arzt) oder den beweglichen Arzttrupp (BATBeweglicher Arzttrupp)(mit Arzt),
  3. Verbringung in die Role 1 (allgemeine/notfallmedizinische Versorgung) oder 2 (notfallchirurgischen Versorgung), je nach Schwere der Verletzung. Das geschieht entweder bodengebunden durch den Rettungstrupp / BATBeweglicher Arzttrupp selbst oder durch Lufttransport, den Forward AirMedEvac,
  4. Weitertransport eines stabilisierten Patienten mit dem TacAirMedEvacTactical Aeromedical Evacuation zur Abholung durch den StratAirMedEvacStrategic Air Medical Evacuation für den Weitertransport nach Deutschland, um den Patienten hier einer weiterführenden medizinischen Behandlung zuzuführen.


Für die luftgebundene Rettungskette der Soldatinnen und Soldaten bei EUTMEuropean Union Training Mission Mali wurden von Seiten der EU seit Beginn der Mission 2013 sowohl Helikopter als auch Flugzeuge der südafrikanischen Firma Starlite Aviation Group angemietet.  Sowohl die Hubschrauber als auch die Slugzeuge der Firma Starlite Aviation Group sind damit integraler Bestandteil der bruchfreien und belastbaren Rettungskette bei EUTMEuropean Union Training Mission Mali.


Informationen über die Postversorgung in den Einsatzgebieten der Bundeswehr finden Sie auf den folgenden Seiten: Feldpost

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