Europäische Trainingsmission

Mali – EUTMEuropean Union Training Mission Mali

Mit ihrer Europäischen Trainingsmission (EUTMEuropean Union Training Mission European Union Training Mission) Mali unterstützt die Europäische Union (EU) die malische Regierung dabei, die Sicherheit und Stabilität im Land wiederherzustellen. Darüber hinaus ist der EU-Einsatz in Mali ein wesentlicher Faktor für die Stabilisierung der Sahel-Region und somit auch für Afrika und Europa.

Mehrer Soldaten laufen durch das Bild

Aktuelle Artikel aus EUTMEuropean Union Training Mission Mali

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Der EU-Einsatz in Mali

Die militärische Ausbildungs- und Trainingsmission EUTMEuropean Union Training Mission Mali hat seit 2013 Teile der malischen Sicherheitskräfte ausgebildet und berät sie bis auf die strategische Ebene. In den vergangenen Jahren trug die Mission dazu bei, dass wesentliche Fähigkeiten der malischen Sicherheitskräfte, insbesondere in den Bereichen Personalwesen, Militärisches Nachrichtenwesen, Operationsführung, Sanitätswesen, Materialbewirtschaftung und Führungs- und Fernmeldewesen von einem anfänglich sehr niedrigen Stand auf malischer Seite verbessert wurden. 

Eine Karte von Mali, die das Einsatzgebiet von EUTM Mali zeigt

Das Einsatzgebiet der Bundeswehr im Süden Malis (Infografik)

Bundeswehr

Was ist der Auftrag der Bundeswehr im EU-Einsatz in Mali?

Mit der Entscheidung der EU zu einer temporären Aussetzung der Ausbildung geschlossener Verbände und dem vom Bundestag beschlossenen neuen Mandat vom 20.Mai 2022 ändert sich auch der Kernauftrag der bei EUTMEuropean Union Training Mission Mali eingesetzten deutschen Soldatinnen und Soldaten. Bis auf weiteres wird sich Deutschland nicht mehr mit Ausbildern an der Mission beteiligen oder Schutz- und Aufklärungsaufgaben wahrnehmen. 
Der deutsche Anteil beschränkt sich vorerst auf die Gestellung von Stabs- und Beratungspersonal sowie notwendiges nationales Unterstützungspersonal im Hauptquartier der Mission EUTMEuropean Union Training Mission Mali in Bamako. Der Präsenz am Standort Koulikoro wird aufgegeben. Die taktische Beratung wird bis auf weiteres ausgesetzt, es erfolgt ausschließlich fachliche Beratung auf strategischer Ebene.   Damit wird der deutsche Anteil auf eine Minimalpräsenz reduziert.
Der personelle Schwerpunkt der europäischen Ausbildungsmission EUTMEuropean Union Training Mission Mali wird zukünftig auf der Spezialkräftemission Gazelle im Niger liegen, welche unverändert bis zu ihrer Beendigung Ende 2022 weiter fortgeführt wird. 

Im Detail ergeben sich für die beteiligten Kräfte der Bundeswehr bei der EUTMEuropean Union Training Mission Mali gemäß Mandat folgende Aufgaben:

  • Mitwirkung an der Führung von EUTMEuropean Union Training Mission Mali;
  • Zur Verbesserung bzw. Herstellung der operativen Fähigkeiten der Sicherheitskräfte der G5-Sahel-Staaten (Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad) und der Gemeinsamen Einsatztruppe der G5-Sahel-Staaten durch militärische Beratung und Ausbildung, mit Schwerpunkt in Niger und den übrigen G5-Sahel-Staaten.  Zur Auftragserfüllung dienen dabei vorrangig die Kräfte der Joint Special Operations Task Force GAZELLE in Niger, die in EUTMEuropean Union Training Mission Mali integriert sind;
  • Koordination, Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit anderen an der Unterstützung der Sicherheitskräfte der G5-Sahel-Staaten beteiligten Akteuren, soweit zum Schutz und zur Erfüllung des Auftrages erforderlich;
  • Wahrnehmung von Schutz- und Unterstützungsaufgaben, auch zur Unterstützung von Personal der Multidimensionalen Stabilisierungsmission der VN in Mali 
  • (MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali).
  • Eine Beteiligung an Kampfeinsätzen ist weiterhin ausgeschlossen.
Ein Bundeswehrsoldat und ein malischer Soldat hocken vor einer Sprengladung im Gelände

Bei der Pionierausbildung lernen die malischen Soldaten das Erkennen und Markieren von Kampfmitteln

Bundeswehr/Alyssa Bier

Wie ist die Ausbildungsmission mandatiert?

Die Europäische Union beschloss am 18. Februar 2013 die Aufstellung einer Ausbildungsmission. Dies geschah auf Bitten der malischen Regierung sowie auf der Grundlage von Resolutionen der Vereinten Nationen. Das jüngste Mandat des Deutschen Bundestages definiert das Einsatzgebiet mit ganz Mali. Das aktuelle Mandat gilt bis zum 31. Mai 2023 und wurde am 20. Mai 2022 durch das Parlament verabschiedet.
Zum Zweck der Beratung gehören die Sektor-Hauptquartiere der G5-Sahel-Einsatztruppe in Niger, Tschad und Mauretanien mit Zustimmung dieser Staaten ebenfalls zum Einsatzgebiet. Für die deutsche Beteiligung am EU-Einsatz in Mali und ihre Aufgaben können insgesamt bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden, wobei der Großteil dieser Kräfte im Niger eingesetzt ist. Die deutlich abgesenkte Obergrenze ergibt sich daraus, dass Deutschland angesichts der aktuellen politischen Lage seinen bisherigen Ausbildungsauftrag sowie seinen Beitrag zum Schutz und Aufklärung der Mission bis auf Weiteres aussetzt. In diesem Zusammenhang wird auch das ursprünglich geplante EU-Ausbildungszentrum im zentralmalischen Sévaré, zur Stärkung der kohärenten zentralen Ausbildung in Umsetzung des EU-Mandates, derzeit nicht weiterverfolgt. Daher kann auch die mit dem letzten Bundestagsmandat auf 600 Soldatinnen und Soldaten erhöhte personelle Obergrenze zur Unterstützung des Aufbaus des Ausbildungszentrums wieder deutlich abgesenkt werden.
Das aktuelle EU-Mandat setzt den Schwerpunkt auf eine einsatznähere, dezentrale militärische Ausbildung und Beratung einschließlich der nicht-exekutiven Begleitung der Sicherheitskräfte. Der Großteil der DEU Kräfte ist derzeit im Rahmen der Spezialkräftemission Gazelle in Niger stationiert. Daneben beteiligt sich Deutschland auch mit Personal im Hauptquartier der EUTMEuropean Union Training Mission Mali in Bamako. 

Blick auf die Stadt Bamako in Mali

Etwa 60 Kilometer nordöstlich der malischen Hauptstadt Bamako befindet sich Koulikoro mit dem Koulikoro Training Center

Bundeswehr/Andrea Bienert

Wer beteiligt sich noch am EU-Einsatz in Mali?

Gemeinsam mit der Bundesrepublik beteiligen sich rund 24 Nationen an der Ausbildungsmission in Mali. Der Großteil dieser Partnerstaaten sind Mitglieder der Europäischen Union. Das Hauptquartier des Einsatzes befindet sich in der Hauptstadt Bamako. 

Rechtsgrundlagen EUTMEuropean Union Training Mission Mali (PDF, 254,9 KB)

Antrag der Bundesregierung (PDF, 229,9 KB)

Kontingentführer deutsches Einsatzkontingent EUTMEuropean Union Training Mission Mali

Informationsbroschüre

zum Einsatz EUTMEuropean Union Training Mission Mali

Flyer (Stand 08/2021) Informationsbroschüre PDF, barrierefrei, 2,4 MB
Cover der Informationsbroschüre Die Bundeswehr bei der Ausbildungsmission in Mali

Q&A EUTMEuropean Union Training Mission Mali

Mit der Entscheidung der EU zu einer temporären Aussetzung der Ausbildung geschlossener Verbände ändert sich auch der Kernauftrag der bei EUTMEuropean Union Training Mission Mali eingesetzten deutschen Soldatinnen und Soldaten. Bis auf weiteres wird sich Deutschland nicht mit Ausbildern an der Mission beteiligen oder Schutz- bzw. Aufklärungsaufgaben wahrnehmen
Der deutsche Anteil beschränkt sich vorerst auf die Gestellung von Stabs- und Beratungspersonal sowie notwendiges nationales Unterstützungspersonal im Hauptquartier der Mission EUTMEuropean Union Training Mission Mali in Bamako. Damit wird der deutsche Anteil auf eine Minimalpräsenz reduziert.
Daneben bleibt der Auftrag der Spezialkräftemission Gazelle im Niger unverändert. Nähere Informationen finden Sie unter: Q&A‘s Spezialkräfteeinsatz JSOTFJoint Special Operations Task Force Gazelle

Am 17. Januar 2013 wurde der Einsatz EUTMEuropean Union Training Mission MLI erstmalig durch den europäischen Rat beschlossen und mandatiert. Seither wurde die Mission EUTMEuropean Union Training Mission MLI um insgesamt vier Mandate verlängert. Das jüngste Mandat wurde 2020 verabschiedet und läuft derzeit noch bis zum 18. Mai 2024. Im Rahmen einer strategischen Überprüfung, an der sich die Bundesregierung über die Ratsgremien der EU aktiv einbringt, werden die EU-Mitgliedstaaten das bis 18. Mai 2024 gültige EU-Mandat grundlegend überprüfen. Dies geschieht aufgrund der aktuellen politischen Situation, bezogen auf die fehlenden Fortschritte bei der Transition und die immer noch fehlenden Garantien, dass EU-ausgebildete und ausgestattete malische Sicherheitskräfte nicht mit russischen Kräften vor Ort zusammenarbeiten und nicht geklärter Anschuldigungen von Menschenrechtsverletzungen. Der Abschluss wird voraussichtlich im Juni 2022 erwartet.

Der Deutsche Bundestag mandatierte am 28. Februar 2013 erstmals den Einsatz der der Bundeswehr bei EUTMEuropean Union Training Mission MLI. Seitdem wur¬den auf Grundlage der EU-Ratsbeschlüsse mehrfache Man¬datsverlängerungen im Bundestag verabschiedet. Die Zustimmung des Deutschen Bundestages ist zwingend erforderlich.
Das amtierende Bundestagsmandat gilt derzeit noch bis zum 31. Mai 2023. 

Die Mandatsobergrenze für das deutsche Einsatzkontingent in Mali während der Mission EUTMEuropean Union Training Mission MLI wurde durch den Bundestag wie folgt festgelegt:

•    2013: 180
•    2014: 250
•    2015: 350
•    2016: 300
•    2017: 300
•    2018: 350
•    2019: 250
•    2020: 450
•    2021: 600   

Das aktuelle Mandat vom 20. Mai 2022 umfasst eine Mandatsobergrenze von 300 Soldatinnen und Soldaten.

Die drastische Absenkung der Personalobergrenze lässt sich dadurch begründen, dass Deutschland angesichts der aktuellen politischen Lage in Mali seinen bisherigen Ausbildungsauftrag sowie seinen Beitrag zum Schutz und zur Aufklärung der Mission bis auf Weiteres aussetzt. In diesem Zusammenhang wird auch das ursprünglich geplante EU-Ausbildungszentrum im zentralmalischen Sévaré, zur Stärkung der kohärenten zentralen Ausbildung in Umsetzung des EU-Mandates, derzeit nicht weiterverfolgt. Daher kann auch die mit dem letzten Bundestagsmandat auf 600 Soldatinnen und Soldaten erhöhte personelle Obergrenze zur Unterstützung des Aufbaus des Ausbildungszentrums wieder deutlich abgesenkt werden. Diese temporäre Reduktion bleibt grundsätzlich reversibel.

Die Bundeswehr beendet die Ausbildung der malischen Soldatinnen und Soldaten unter anderem vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage in Mali. 
Die Aussetzung der Ausbildung ist zunächst temporär und reversibel. 
Sollten im Einklang mit Beschlussfassungen der EU die notwendigen Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme auch von Ausbildungsaufgaben durch das deutsche Einsatzkontingent in Mali wiedergegeben sein, wird der Deutsche Bundestag um Zustimmung gebeten.

Der Großteil der deutschen Soldatinnen und Soldaten der EU Mission EUTMEuropean Union Training Mission MLI sind in der Spezialkräftemission Gazelle in Niger an den Standorten Tillia sowie Niamey stationiert. Darüber hinaus beteiligt sich Deutschland mit militärischem Personal von bis zu maximal 15 Soldatinnen und Soldaten im Hauptquartier der EU in Bamako.

Bei der Ausrüstung achtete die Bundeswehr besonders darauf, den Soldatinnen und Soldaten das bestmögliche Equipment für den Einsatz zur Verfügung zu stellen. Eine speziell für das Einsatzland zugeschnittene persönliche Ausrüstung gewährleistet zusätzlich den bestmöglichen Schutz für die Soldatinnen und Soldaten vor Ort.

Ein Kontingentzeitraum dauert insgesamt vier Monate. Hinzu kommen noch ca. 2 Wochen Übergabezeit im Rahmen des Kontingentwechsels.

Die Vorbereitung für den Einsatz beginnt bereits in Deutschland. EIne umfassenden Einsatzvorausbildung bereitet die Soldatinnen und Soldaten dezidiert auf den bevorstehenden Einsatz und die Region vor.
Darüber hinaus werden sie vor dem Beginn ihres Einsatzes umfassend medizinisch untersucht. Um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen, werden die für den Einsatz vorgesehenen Soldatinnen und Soldaten gemäß eines für den Einsatz festgelegten Impfschemas geimpft.

Entsprechend der nationalen und internationalen Vorgaben realisiert die Bundeswehr im Einsatz eine bruchfreie und belastbare Rettungskette. 
Die Rettungskette unterteilt sich entsprechend der Art und des Umfangs der sanitätsdienstlichen Unterstützung, nach der Selbst- und Kameradenhilfe in unterschiedliche Behandlungsebenen, aufsteigend von der sanitätsdienstlichen Erstversorgung bis zur abschließenden klinischen Versorgung, wenn notwendig in Deutschland. 
Dabei ergeben sich die verschiedenen Stufen der Rettungskette wie folgt:
1.    Selbst- und Kameradenhilfe vor Ort, 
2.    Versorgung durch den Rettungstrupp (medizinisches Fachpersonal jedoch ohne Arzt) oder den beweglichen Arzttrupp (BATBeweglicher Arzttrupp)(mit Arzt),
3.    Verbringung in die Role 1 (allgemeine/notfallmedizinische Versorgung) oder 2 (notfallchirurgischen Versorgung), je nach Schwere der Verletzung. Das geschieht entweder bodengebunden durch den Rettungstrupp / BATBeweglicher Arzttrupp selbst oder durch Lufttransport, den Forward AirMedEvac, 
4.    Weitertransport eines stabilisierten Patienten mit dem TacAirMedEvacTactical Aeromedical Evacuation zur Abholung durch
5.    den StratAirMedEvacStrategic Air Medical Evacuation für den Weitertransport nach Deutschland, um den Patienten hier einer weiterführenden medizinischen Behandlung zuzuführen. 
Für die luftgebundene Rettungskette der Soldatinnen und Soldaten bei EUTMEuropean Union Training Mission 
MLI wurden von Seiten der EU seit Beginn der Mission 2013 sowohl 
Helikopter als auch Starrflüger der südafrikanischen Firma Starlite Aviation 
Group angemietet.  
Sowohl die Hubschrauber als auch die Starrflügler der Firma Starlite Aviation 
Group sind damit integraler Bestandteil der bruchfreien und belastbaren 
Rettungskette bei EUTMEuropean Union Training Mission MLI.  Des Weiteren verfügt EUTMEuropean Union Training Mission MLI nach wie vor über ein Role 2-Krankenhaus in Koulikoro.

Informationen über die Postversorgung in den Einsatzgebieten der Bundeswehr finden Sie auf den folgenden Seiten: Feldpost

Q&A‘s Spezialkräfteeinsatz JSOTFJoint Special Operations Task Force Gazelle

Ziel des Einsatzes ist die Wirksamkeitssteigerung nigrischer Spezialkräfte. Darunter wird die infanteristische und taktische Ausbildung des nigrischen Partnerverbands (41. Bataillon Spécial d`Intervention/BSIBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) verstanden.
Weiterhin leistet Deutschland einen Beitrag zum Aufbau einer nigrischen Spezialkräfteschule (Centred’Entraînement des Forces Spéciales/CEFS) am Standort Tillia (West-Niger).

Die nationale Rechtsgrundlage hierfür ist das Bundestagsmandat (Drucksache 19/19002) für die Europäische Trainingsmission in Mali (EUTMEuropean Union Training Mission), in die das Engagement deutscher Spezialkräfte mit letztmaliger Befassung am 19.05.2021 (BT-Drucksache 19/28804) integriert ist.

Seit Beginn der Mission im Jahr 2018 wurden rund 40 Millionen Euro im Rahmen der Ertüchtigung des Nigrischen Partners aus der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung investiert.

Grundsätzlich ist im deutschen Bundestagsmandates die Mandatsobergrenze für den deutschen Anteil an der EUTMEuropean Union Training Mission Mission auf 300 Soldatinnen und Soldaten festgesetzt. Im Rahmen der Spezialkräfteeinsatzes sind rund 200 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz.

Der reguläre Einsatzzeitraum eines Kräftedispositivs dauert rund 4 Monate und ist eng mit den nigrischen Spezialkräften abgestimmt.

Ausschlaggebend für die Stationierung der deutschen Spezialkräfte ist der regionale Bedarf der nigrischen Spezialkräfte an Unterstützung. Die Soldatinnen und Soldaten sind an den Standorten Niamey und TIilia, beide im West-Niger, stationiert.

Waren die deutschen Soldatinnen und Soldaten zu Beginn noch in Zelten untergebracht, wurde durch den nigrischen Partner eine Festbauinfrastruktur geschaffen, in der die Soldatinnen und Soldaten nunmehr untergebracht sind. Die finanziellen Mittel wurden hierzu von der Bundesrepublik Deutschland bereitgestellt. Nach Beendigung des Einsatzes wird die Infrastruktur von den nigrischen Spezialkräften weiter genutzt, um so die nachhaltige nationale Ausbildung der nigrischen Spezialkräfte der dafür erforderlichen Infrastruktur sicherstellen zu können.

Die Ausrüstung der Spezialkräfte im Niger orientiert sich am spezialkräftespezifischen Bedarf. Aus Gründen der operativen Sicherheit können keine weiteren Details zur Ausrüstung genannt werden.

Der Einsatz von Spezialkräften orientiert sich am jeweils formulierten Bedarf, der mit dem Partner abgestimmt ist. Aufgrund des umfangreichen Befähigungsspektrums der Spezialkräfte der Marine die neben den geforderten landspezifischen Fähigkeiten zusätzlich über maritime Fähigkeiten verfügen, können diese zur Ausbildung nigrischer Spezialkräfte sehr erfolgreich auch in Wüstenszenarien eingesetzt werden.

Der Einsatz „JSOTFJoint Special Operations Task Force Gazelle“ war von Beginn an auf definierte Ziele ausgerichtet und begrenzt und wird bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Im Anschluss erfolgt die Rückverlegung nach Deutschland.

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