Leistungen für freiwilligen Wehrdienst Leistende

Leistungen für freiwilligen Wehrdienst Leistende

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Freiwilligen Wehrdienst Leistende erhalten nach dem Unterhaltssicherungsgesetz (USG) auf Antrag zusätzlich zum Wehrsold folgende Leistungen:

Erstattung von Aufwendungen für Wohnraum nach § 13 USG

Freiwilligen Wehrdienst Leistenden werden unter bestimmten Voraussetzungen die Aufwendungen für Miete, Darlehenszinsen und Betriebskosten für den selbst genutzten Wohnraum erstattet.

Wirtschaftsbeihilfe nach § 14 USG

Inhaberinnen oder Inhaber eines Betriebes der Land- und Forstwirtschaft, eines Gewerbebetriebes oder Selbständigen werden die Aufwendung zum Erhalt der Betriebsstätte für die ersten 6 Monate des freiwilligen Wehrdienstes erstattet, wenn der Betrieb wehrdienstbedingt ruht. Die Begründung der Inhaberschaft muss vor Kenntnis des Zeitpunkts des Beginns des freiwilligen Wehrdienstes liegen.

Sonstige Leistungen nach § 15 USG

Folgende Aufwendungen können Freiwilligen Wehrdienst Leistenden für die Dauer des freiwilligen Wehrdienstes erstattet werden:

  • Beiträge für das Ruhen der privaten Kranken- und Zusatzkrankenversicherung
  • Beiträge für die private Pflege- und Zusatzpflegeversicherung
  • Beiträge für Versicherungen gegen Vermögensnachteile, zum Beispiel private Haftpflicht-, Hausrat-, Rechtschutz-, Diebstahl- und Feuerversicherung.
  • Aufwendungen für die Bestattung von Angehörigen, soweit hierzu eine gesetzliche Verpflichtung besteht.

Leistungen für Angehörige im gemeinsamen Haushalt nach § 17 USG

Freiwilligen Wehrdienst Leistende erhalten für Angehörige (Ehegatte, Ehegattin, Lebenspartner, Lebenspartnerin) die im gemeinsamen Haushalt leben, zusätzlich 80% des Wehrsoldes und des Wehrdienstzuschlages. Daneben wird ein Zuschlag in Höhe von 20% des Wehrsoldes und des Wehrdienstzuschlages für jedes im gemeinsamen Haushalt lebende Kind gewährt.

Leistung für die Erstausstattung bei Geburt nach § 18 USG

Für jedes Kind, dass während des Wehrdienstes geboren bzw. adoptiert wird, wird eine einmalige Zuwendung in Höhe von 450,- € gewährt. Dieser Zuschuss wird auch gewährt, wenn das Kind zum Zweck der Adoption erstmalig in den Haushalt der oder des freiwillig Wehrdienst Leistenden aufgenommen wird.

Besondere Zuwendung nach § 19 USG

Freiwilligen Wehrdienst Leistende erhalten für ihre unterhaltsberechtigten Kinder im Dezember eine besondere Zuwendung. Diese Leistung wird auch für Kinder gewährt, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben. Die Höhe der Zahlung richtet sich nach dem maßgeblichen Kindergeldbetrag des Einkommensteuergesetzes.

Erstattung der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nach § 20 USG

Für Angehörige, die mit der / dem Freiwilligen Wehrdienst Leistenden in einem gemeinsamen Haushalt leben und kein eigenes Einkommen erzielen, werden die Beiträge zu einer gesetzlichen oder privaten Kranken- und Pflegeversicherung erstattet.

Überbrückungszuschuss nach § 21 USG

Freiwilligen Wehrdienst Leistende, die mit einer / einem Angehörigen in einem gemeinsamen Haushalt leben, erhalten bei Beendigung des freiwilligen Wehrdienstes in der Probezeit (zwischen einem und sechs Monaten) einen Überbrückungszuschuss.

Leistungen an nicht im gemeinsamen Haushalt lebende Angehörige nach § 22 USG

Für die Zeit des freiwilligen Wehrdienstes können Angehörigen, die nicht mit der / dem freiwilligen Wehrdienst Leistenden in einem gemeinsamen Haushalt leben, Unterhaltsleistungen in Höhe der gesetzlichen Verpflichtung des freiwillig Wehrdienst Leistenden gewährt werden. Diese Leistungen müssen durch die Angehörigen selbst beantragt werden. Es gilt jedoch eine Höchstbetragsregelung, sofern bereits Leistungen für Angehörige im gemeinsamen Haushalt nach § 17 USG gewährt werden.

Antragstellung und Antragsfrist nach § 25 USG

Leistungen nach dem USG werden auf Antrag gewährt.

Das Antragsrecht endet mit Ablauf des dritten Monats nach Beendigung des freiwilligen Wehrdienstes. Ausnahmen für längere Antragsfristen gelten ggf. zu § 13 USG und § 22 USG.