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Update im Hintergrund

Die neue zentrale Informationssoftware der Bundeswehr: S/4HANA

Technik
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

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Die pünktliche Zahlung der Gehälter, die richtigen Ersatzteile am richtigen Ort oder die Versetzung und Einstellung von Personal: Diese und weitere Prozesse laufen in der Bundeswehr mithilfe von Software, in einem System namens SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien. Nach vielen Jahren der Nutzung wird dieses nun durch die Einführung von S/4HANA modernisiert.

Ein Soldat sitzt mit einem Laptop auf dem Schoß in einer Halle.

Ob das passende Ersatzteil zur Wartung eines Schützenpanzers Puma zur richtigen Zeit im Regal liegt, hängt auch von SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien und zukünftig von S/4HANA ab

Bundeswehr/Marco Dorow

Bereits im Oktober 2025 wurde das gesamte Personalwirtschaftssystem der Bundeswehr auf S/4HANA umgestellt. SAP S/4HANA ist der moderne Nachfolger der klassischen SAP-Geschäftssoftware, die früher einfach SAP oder in Fachkreisen SAP ECC genannt wurde. Dies betrifft die Bundeswehr als Nutzer genauso wie alle zivilen Unternehmen, die bisher mit dieser Software gearbeitet haben.

Vor 20 Jahren hat die Bundeswehr ihre Systemlandschaft zu großen Teilen auf eine integrierte Software der deutschen Firma SAP umgestellt. Mithilfe der „Standard-Anwendungs-Software-Produktfamilien“, kurz SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien, kann die Truppe und die Wehrverwaltung alle zentralen Prozesse im Bereich der Logistik, des Rechnungswesens, der Personalwirtschaft oder der Datenanalyse verarbeiten. Ungefähr 90.000 Angehörige der Bundeswehr arbeiten daher täglich mit den Softwareprodukten und alle sind von ihnen mittelbar betroffen.

S/4HANA ab 2026 voll einsatzbereit

Grund für den Wechsel auf S/4HANA ist, dass SAP die Unterstützung für die Bestandssoftware in einigen Jahren einstellen wird. Zudem bietet das Update neue Möglichkeiten, die Effizienz der einzelnen digitalen Prozesse weiter zu steigern. Damit ein reibungsloser Übergang zu S/4HANA sichergestellt wird, hat die Bundeswehr rechtzeitig mit der Umstellung begonnen.

Aufgrund der zentralen Bedeutung von SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien für die alltäglichen Abläufe in der Bundeswehr wird die neue Software solange erprobt, bis alles einwandfrei funktioniert. Ursprünglich sollte die Umstellung im Herbst 2025 erfolgen. Da einige Komponenten der Software noch nicht fehlerfrei waren, wurde bisher nur das Personalwirtschaftssystem umgestellt. Dieses läuft erfolgreich und gewährleistet zum Beispiel die Besoldung und die Personalverwaltung. Die aktuelle Planung sieht nun vor, dass nach weiterer Prüfung und Fehlerbeseitigung innerhalb der kommenden Monate auch die weiteren Softwarekomponenten umgestellt werden.

Einsatzbereitschaft ist sichergestellt

Das aktuell genutzte Softwaresystem ist voll einsatzbereit und seit Jahren bewährt. Eine Umstellung in den anderen Bereichen, wie zum Beispiel in der Logistik oder der Materialerhaltung, wird erst erfolgen, wenn die neue Software fehlerfrei und verlässlich läuft.

Da der Support des aktuellen Softwaresystems bis 2030 gesichert ist, ist die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr und der Einsatz ihrer Waffensysteme, wie zum Beispiel der Flugbetrieb der Alarmrotten der Luftwaffe, bis zur Umstellung uneingeschränkt sichergestellt. 

von Redaktion der Bundeswehr

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