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Soldatenbetreuung: Bundeswehr baut Angebot in Deutschland und Litauen aus

Betreuung und Fürsorge
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

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Rund 20.000 neue Wehrdienstleistende werden in diesem Jahr bei der Bundeswehr erwartet. Wie ihre Kameradinnen und Kameraden sollen sie in den Genuss der Betreuungsangebote ihres Dienstherrn kommen. Wie dieses Angebot sowohl in Deutschland als auch für die Brigade Litauen ausgebaut werden kann, war Thema eines Treffens im Verteidigungsministerium.

Boris Pistorius und Franz Josef Jung sitzen sich an einem Tisch gegenüber und sprechen miteinander.

Zum Wohl der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr: Um das Betreuungsnetzwerk der Streitkräfte zu ertüchtigen, traf sich Verteidigungsminister Boris Pistorius mit Franz Josef Jung, dem Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Soldatenbetreuung

Bundeswehr/Steve Eibe

Der Betreuungsbedarf in den Streitkräften wird mit dem erwarteten personellen Aufwuchs noch in diesem Jahr absehbar steigen. Gleichzeitig muss das Betreuungsnetzwerk der Bundeswehr durch den Aufbau der Brigade Litauen ins Baltikum ausgedehnt werden. Wie diese Herausforderungen am besten anzugehen sind, war Gegenstand eines Arbeitstreffens zwischen Verteidigungsminister Boris Pistorius und Franz Josef Jung, dem Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Soldatenbetreuung (BASBundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V.).

Die BASBundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. ergänzt seit 1957 das Betreuungs- und Fürsorgeangebot der Bundeswehr. Neben den christlichen Konfessionen engagieren sich unter anderem das Bundeswehr-Sozialwerk, das Soldatenhilfswerk und der Reservistenverband in dem Verein. Er widmet sich der Koordinierung der Betreuungsleistungen für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Unterstützung der Soldatenfamilien. Mit Jung steht ein ehemaliger Verteidigungsminister der BASBundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. vor. Seit Jahrzehnten ist die Bundesarbeitsgemeinschaft ein geschätzter Partner der deutschen Streitkräfte.

Bei dem Treffen wurde zunächst festgehalten, dass die Zusammenarbeit zwischen den Partnern weiter intensiviert wird. Das Gespräch drehte sich anschließend um zwei Schwerpunkte: Zum einen ging es darum, das umfangreiche Betreuungsnetzwerk der Bundeswehr in Deutschland für den personellen Aufwuchs der Truppe zu ertüchtigen. Zum anderen ging es um die Art und Weise, wie die Betreuung der 4.800 Soldatinnen und Soldaten der Brigade Litauen und ihrer mitziehenden Familien bestmöglich sichergestellt werden kann.

Familienunterstützungszentren in Litauen

Dabei sollen insbesondere im Baltikum kreative Wege gegangen werden. Beispielsweise sollen in Rūdninkai und Rukla sogenannte Familienunterstützungszentren eingerichtet werden, in denen sämtliche Akteure der Betreuungsarbeit vertreten sind. Die Soldatenfamilien, die mit nach Litauen ziehen, erhalten so eine gemeinsame Anlaufstelle für alle ihre Anliegen. Werden die Familienunterstützungszentren eingerichtet, wäre dies ebenso ein Novum für die Bundeswehr wie die dauerhafte Stationierung einer Kampfbrigade in einem NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partnerland.

Auch an die Soldatinnen und Soldaten der Brigade Litauen wird gedacht. So soll das sowohl aus der Heimat als auch aus dem Einsatz bekannte Konzept der sogenannten „Oasen“ auch im Baltikum umgesetzt werden. Die „Oasen“ sind eine Kombination aus Gaststätte, Veranstaltungssaal und Freizeitheim und bieten den Uniformierten die Möglichkeit, die dienstfreie Zeit gemeinsam zu gestalten. Mittelfristig sollen sowohl in Vilnius als auch in Kaunas Soldatentreffpunkte entstehen. Zunächst wird die BASBundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. eine Begegnungsstätte in der litauischen Hauptstadt einrichten.

Betreuungslücken in Deutschland schließen

Pistorius und Jung einigten sich zudem darauf, das Betreuungsnetzwerk in Deutschland einer gründlichen Bestandsaufnahme zu unterziehen, um Lücken bei den Betreuungsangeboten insbesondere für die neuen Wehrdienstleistenden zu identifizieren und zu schließen. Das existente Betreuungsangebot soll zunächst erfasst und anschließend verbessert werden. In diesen Prozess sollen alle in der Betreuungsarbeit der Bundeswehr aktiven Akteure einbezogen werden: Neben den Betreuungsbüros gehören dazu zum Beispiel auch die Familienbetreuungszentren und der Sozialdienst der Bundeswehr sowie das Netzwerk der Hilfe, über das Uniformierte Hilfe in persönlichen Krisensituationen bekommen können.

von Redaktion der Bundeswehr

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