Heer

Sich nach dem Einsatz das Herz erleichtern

Sich nach dem Einsatz das Herz erleichtern

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Datum:
Ort:
Bayern
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Sie will mit Organisatoren, Moderatoren und den Einsatzsoldaten ins Gespräch kommen. Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, hat vor Kurzem ein Einsatznachbereitungsseminar (ENBS) der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ besucht.

Ilse Aigner steht vor Menschen, die auf Stühlen vor ihr sitzen und spricht zu ihnen.

Ilse Aigner drückt ihre Anerkennung gegenüber den Einsatzsoldaten aus.

Bundeswehr/Christian Kunerl

Für die heimgekehrten Soldaten ist sehr wichtig, das im Einsatz Erlebte zu verarbeiten und zu Hause wieder anzukommen“, so Oberleutnant Tobias Elis, der verantwortliche Offizier für die Durchführung der Seminare.

Die meisten Einsatzsoldaten sind rund sechs Monate von Familie und Freunden getrennt. Zwischen dem Leben im Einsatz und dem Leben zu Hause bestehen sehr große Unterschiede. Soldaten, die zusammen im Einsatz waren, erhalten in den Seminaren noch einmal die Gelegenheit, sich auf nicht dienstlicher Ebene auszutauschen. Die Uniform wird im Spind und Dienstgrade bewusst außer Acht gelassen. Was im Seminar besprochen wird, verlässt nicht den Raum.

Die Landtagspräsidentin betonte bei ihrer Ansprache, dass sie sowohl den Einsatzsoldaten als auch den Moderatoren, welche die Seminare betreuen, Anerkennung zukommen lassen will. „Sie haben im Einsatz eine große Leistung gezeigt, die nicht selbstverständlich ist. Sich nach dem Einsatz die Seele freizusprechen, ist unverzichtbar.“

Landtagspräsidentin zeigt großes Interesse

Vier Personen sitzen sich gegenüber und sprechen miteinander.

Ilse Aigner (v.r.n.l.) und Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller sprechen mit Oberleutnant Tobias Elis und Moderator, Oberleutnant Daniel Gehrmann über die Verarbeitung des Einsatzes.

Bundeswehr/Christian Kunerl

In anschließenden Gesprächsrunden mit Seminarteilnehmern, Moderatoren und einem Truppenpsychologen zeigte sich Ilse Aigner sehr interessiert. Sowohl an der Einsatzvorausbildung der Soldaten als auch an der Art von Problemen, die bei der Einsatznachbereitung in den Seminaren angesprochen werden. Auch der Aufwand für Organisation und die Betreuung der ENBS beeindruckte die Politikerin. 1.400 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 sowie diverser anderer Verbände der Einsatzkontingente für die Auslandsmissionen MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali und EUTMEuropean Union Training Mission in Mali werden pro Jahr betreut. Einige dieser Seminare werden als Familienseminare mit Kinderbetreuung angeboten.

Viele Einsatzsoldaten bestätigen, dass die Einsatznachbereitung zufriedenstellend ist. Allerdings wünschen sie sich mehr politische Unterstützung und vor allem gesellschaftliche Akzeptanz. Die Einsätze und die damit verbundenen Erlebnisse und Erfahrungen würden nach ihrer Einschätzung in Deutschland kaum thematisiert.

von Eckhard Michel

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