Heer
Vorbereitung auf den Ernstfall

Ausbildungsziel: Panzerfahren unter Wasser

Ausbildungsziel: Panzerfahren unter Wasser

Datum:
Ort:
Bergen
Lesedauer:
2 MIN

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

Der Albtraum für jede Fahrerin und Fahrer, die mit ihrem Auto in ein Gewässer geraten: Langsam steigt der Pegel um ihn herum und das Fahrzeug wird vollständig vom Wasser umschlossen. Die Soldaten des Panzerpionierbataillons 130 haben jetzt dieses Szenario mit einem Brückenlegepanzer Biber und einem Pionierpanzer Dachs geübt. Ausbildungsziel: Fahren unter Wasser.

Ein Panzer fährt langsam in ein Tauchbecken, das mit Wasser gefüllt ist.

Der Brückenlegepanzer Biber bei der Einfahrt in das Tiefwatbecken. Der Fahrerbereich ist bereits vollständig untergetaucht. Der Kommandant des Fahrzeugs bleibt durch den Schachtaufsatz auch im Wasser trocken.

Bundeswehr/Florian Büdenbender

Es ist ein kalter, aber sonniger Tag auf dem Truppenübungsplatz in Bergen. Während die Besatzungen der Pionierpanzer den Dachs und den Biber für die Ausbildung vorbereiten, erklärt der leitende Ausbilder noch einmal das Ziel der Ausbildung. Mindener Fahrer und Kommandanten sollen bewusst die Situation kennenlernen, wenn der Panzer vom Wasser umschlossen wird. Der Fahrer sieht im trüben Wasser nichts und muss sich auf die Anweisungen seines Kommandanten verlassen. Dieser wiederum muss das Fahrzeug sicher durch das undurchsichtige Gewässer führen lernen.

Den Weg frei räumen vom Wasser aus

Ein Panzer mit einem turmähnlichen Aufbau steht am Rand eines Tiefwatbeckens.

Aufgerüstet mit dem Tiefwatschacht ist der Pionierpanzer Dachs auch bei einer Wassertiefe von bis zu vier Metern voll einsatzbereit

Bundeswehr/Florian Büdenbender

Bis zu vier Meter beträgt der Wasserstand im Tiefwatbecken. Kein Problem für den Pionierpanzer Dachs und dessen Besatzung. Aufgerüstet mit dem Tiefwatschacht für den Kommandanten kann dieser knapp oberhalb der Wasseroberfläche das Fahrzeug führen und dem Fahrer per Funk Anweisungen geben. Sogar der große Schaufelarm des Dachses lässt sich problemlos bedienen. Damit könnte er zum Beispiel aus dem Gewässer heraus einen Zugang an einem Ufer schaffen, wo vorher noch Erde, Steine und Gebüsch den Weg für die Panzer der Truppe versperrten.

Vorabtraining im Schwimmbad

Ein Panzer fährt aus einem Tauchbecken heraus.

Der Brückenlegepanzer Biber taucht aus dem Tiefwatbecken wieder auf

Bundeswehr/Florian Büdenbender

Die Soldaten überprüfen ihre Fahrzeuge ganz genau, bevor es ins Becken geht. Jede Klappe und jede potenzielle Öffnung müssen noch einmal geprüft werden, ob sie auch dicht schließen. Vorsorglich werden Stahlseile auf den Fahrzeugen befestigt, um sie im Notfall bergen zu können. In den vergangenen Tagen mussten die beiden Panzer eine Dichtigkeitsprüfung durchlaufen. Die Soldaten bereiteten sich ebenfalls auf den Ernstfall vor. Sie wurden am Atemgerät ausgebildet, das der Fahrer während der Unterwasserfahrt anlegen muss, und lernten, wie sich der Fahrer bei Wassereintritt zu verhalten hat. Auch den Notausstieg über den Kommandantenplatz und durch den Tiefwatschacht nach oben wurde vorher im Schwimmbad akribisch trainiert. Im Ernstfall kann das Leben retten.

  • Ein Soldat steht auf einem Panzer mit einem turmähnlichen Aufbau.

    Der Pionierpanzer Dachs wird vor der Wasserfahrt mit einem Tiefwatschacht versehen, von dem aus der Kommandant den Panzer führt

    Bundeswehr/Florian Büdenbender
  • Zwei Soldaten stehen auf einem Panzer.

    Jeder Handgriff sitzt. Alle potenziellen Öffnungen und Klappen, durch die Wasser eindringen könnte, werden am Brückenlegepanzer Biber geprüft.

    Bundeswehr/Florian Büdenbender
  • Sieben Soldaten stehen nebeneinander vor ihnen ein Wappen, hinter ihnen zwei Panzer.

    Die Ausbildungsgruppe ist sichtlich zufrieden nach einem heil überstandenen Tag in der Unterwasserfahrt-Anlage

    Bundeswehr/Florian Büdenbender
von Florian Büdenbender

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

mehr lesen