Heer

Mit Schutzmaßnahmen die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten

Mit Schutzmaßnahmen die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten

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  • Coronavirus
Datum:
Ort:
Gardelegen
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„Unser Ziel ist unter Minimierung des Risikos der Ausbreitung von Covid-19 die Einsatzbereitschaft des Heeres und damit auch der gesamten Bundeswehr aufrechtzuerhalten“, sagt Oberst Michael Knoke. Er führt das Gefechtsübungszentrum Heer im sachsen-anhaltinischen Gardelegen. Hier bereiten sich derzeit Soldatinnen und Soldaten auf ihren Auftrag in Litauen vor.

Soldaten stehen mit Mundschutz in einer Gruppe zusammen.

Bereit für die Ausbildung: Soldaten des Gefechtsübungszentrums Heer stellen in der Ausbildung den Gegner des Panzerbataillons 104 dar.

Bundeswehr/Marco Dorow

Im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Heer werden zentral Soldaten des Heeres auf ihre Einsätze vorbereitet. In der Ausbildung für die Landes- und Bündnisverteidigung sind es die Themen Verteidigung, Verzögerung und Angriff, die Soldaten hier kurz vor ihrem Einsatz letztmalig üben. Gemeinsam mit weiteren Verbänden sind es die Frauen und Männer des Panzerbataillons 104 aus dem bayerischen Pfreimd, die derzeit einen Übungsdurchgang für ihre Teilnahme an der anerkannten Mission Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) absolvieren. Das dies in Zeiten von Corona möglich ist, verlangt allen viel ab.

Abstand ist das Gebot der Stunde

Über einen Tisch getrennt durch eine Kunststoffscheibe erhält ein Soldat seine Ausrüstung für die Ausbildung.

Alle für die Ausbildung benötigten Ausrüstungsgegenstände werden, wenn möglich, kontaktlos an die Soldaten übergeben.

Bundeswehr/Marco Dorow

„Wir haben flexibel geplant, um die Ausbildung auch unter solchen Umständen, wie wir sie zurzeit alle spüren, bestmöglich und sicher für unsere Soldaten durchführen zu können“, erklärt Knoke. Einer der Grundgedanken sei die strikte Trennung des Ausbildungspersonals und der übenden Truppe. So würden Materialausgaben kontaktlos vonstattengehen oder auch Besprechungen auf den absolut nötigen Personenkreis reduziert werden, so der Leiter. Für die Einhaltung der sowieso geltenden Hygienevorschriften wurden beispielsweise mehr als 10.000 Nase- und Mundschutzmasken sowie Desinfektionsmittel beschafft. 

Ausbildung der Soldaten ist sichergestellt

Zwei Soldaten stehen sich mit Mundschutz gegenüber.

Generalleutnant Alfons Mais sagt im GÜZ: „Wir werden die Ausbildung unserer Soldaten nicht infrage stellen.“

Bundeswehr/Marco Dorow

„Wir werden die Ausbildung unserer Soldaten und damit die Einsatzbereitschaft nicht infrage stellen“, macht auch der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, deutlich. Vor Ort überzeugte sich der Inspekteur von den getroffenen Maßnahmen und sprach mit den Soldaten. Es gäbe keine Musterlösung. Hier im GÜZ werde aber alles Mögliche getan, um die Gefahr einer Verbreitung des Virus entgegenzuwirken. Die Ausbildung in der Letzlinger Heide wurde unter diesen Vorzeichen angepasst, die Vergrößerung von Abständen sei dabei ein Mittel. So wurde beispielsweise schon bei der Bereitstellung von Unterkünften darauf geachtet, dass Zelte für zehn Soldaten derzeit mit maximal fünf belegt werden.

Auf alles vorbereitet

Zwei Soldaten mit Schutzmasken sprechen miteinander.

Während der Coronakrise besucht Generalleutnant Alfons Mais (l.) das GÜZ in Gardelegen. Hier spricht er mit dem Oberstabsarzt Alexander Schroer. Die Übungs- und die Ausbildungstruppe werden sanitätsdienstlich strikt getrennt versorgt.

Bundeswehr/Marco Dorow

Neben der Ausbildung wurde ebenso die sanitätsdienstliche Versorgung rund um die Übung neu organisiert. Oberstabsarzt Alexander Schroer ist einer der Truppenärzte im GÜZ. „Im Normalfall versorgen wir die Soldaten des GÜZ und der Übungstruppe. Jetzt haben wir diese Organisation strikt getrennt und neu organisiert“, sagt er. Auf dem Übungsplatz betreibt er eine Isolierstation, die nur von der Übungstruppe genutzt wird. „So können wir schon bei Verdacht auf eine mögliche Coronainfektion den Patienten isolieren und so einer Verbreitung entgegenwirken.“

Der Inspekteur des Heeres und die Soldaten des GÜZ sind überzeugt, die Ausbildung mit diesen Maßnahmen gewinnbringend für die Soldaten mit einem minimalen Risiko der Ausbreitung des Virus, auch zum Schutz der Angehörigen und Familien der Soldaten, realisieren zu können. 

von René Hinz

Hintergrund

  • Soldaten stehen im Wald und unterhalten sich
    • EFP

    Litauen

    Enhanced Forward Presence (EFP) dient der Sicherung der Ostflanke der NATO. Deutschland führt die Battlegroup in Litauen.

  • In Schwarz-Weiß: oben ein Kampfpanzer, darunter zwei Fische im Wasser und der Spruch: „‘s MoU gei“ (Es muss gehen).

    Panzerbataillon 104

    Erfahren Sie mehr über das Panzerbataillon 104 aus Pfreimd in Bayern und seinen Kampfpanzer Leopard.