Heer
Fünf Jahre anerkannte Mission EFP

„Ein Angriff auf einen von uns ist ein Angriff auf alle“

„Ein Angriff auf einen von uns ist ein Angriff auf alle“

  • Multinationalität
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Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
3 MIN

Seit fünf Jahren zeigt die NATO mit der anerkannten Mission enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence) Bündnispräsenz im Baltikum. Zum Jubiläum des multinationalen Gefechtsverbandes in Litauen hat der Kommandeur des Multinationalen Corps Nordost (MNCMultinational Corps NENortheast), Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart, die Truppen besucht. Sein Ziel: die Einigkeit und die Stärke der multinationalen Streitkräfte im Korps festigen.

Zwei Soldaten sitzen in einem Raum in Sesseln nebeneinander.

Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (l.) auf Besuch beim litauischen Verteidigungschef, Generalleutnant Valdemaras Rupšys

Bundeswehr/Multinationales Corps Nordost

Die NATO-Bündnispartner haben kürzlich den 5. Jahrestag in Litauen gefeiert. „Unser eFPenhanced Forward Presence-Engagement ist ein Ausdruck der Solidarität, der Entschlossenheit und der Fähigkeit der NATO, sich wirksam zu verteidigen„, so von Sandrart bei der Zeremonie. Im Ostseeraum bedeutet eFPenhanced Forward Presence mehr als nur der Einsatz von vier Gefechtsverbänden. Das NATO-Engagement umfasst auch die Einbettung in Brigaden der dortigen nationalen Streitkräfte und die militärische Führung durch das Multinationale Corps Nordost, die Multinationale Division Nord und die Multinationale Division Nordost.

Hinzu kommen die NATO Force Integration Units (NFIUNATO Force Integration Units), die eine ständige Verbindung zu den Gastländern herstellen. Sie alle tragen dazu bei, dass das Bündnis in der Lage ist, eine glaubwürdige Abschreckung zu gewährleisten und im Bedarfsfall auf jede Aggression im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten des Bündnisses entschieden zu reagieren. Der deutsche General: „Diese anhaltende und sehr wirksame Präsenz ist Ausdruck der Entschlossenheit und Fähigkeit der NATO, ihr Territorium zu verteidigen.“ Heute trainieren an der Ostflanke der NATO Soldatinnen und Soldaten aus über 20 NATO-Staaten gemeinsam.

Multinational und einsatzstark

Viele Soldaten und Panzer stehen auf einem Platz neben weißen Gebäuden.

Pünktlich zum 5. Jahrestag der NATO-Mission wechselt die Verantwortung für die Battlegroup in Litauen.

Bundeswehr/Multinationales Corps Nordost

Während der Zeremonie wurde das Kommando über die Battlegroup von Oberstleutnant Hagen Ruppelt an Oberstleutnant Daniel Andrä übergeben. Bei dieser Gelegenheit dankte Korpskommandeur von Sandrart dem bisherigen Battlegroup-Kommandeur Ruppelt und seinem Verband für den Einsatz und wünschte seinem Nachfolger, Oberstleutnant Andrä, alles Gute: „Ihr Gefechtsverband hier in Litauen ist – wie alle vier Gefechtsverbände im Baltikum und in Polen – multinational geprägt und kampfbereit, ein klarer Beweis für die Stärke des transatlantischen Bündnisses und ein klares Zeichen für die Einheit und Solidarität unserer Allianz.“

Seite an Seite mit Litauen

Zwei Soldaten stehen nebeneinander vor einem ziegelroten Gebäude.

Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (r.) trifft Colonel Peter Nielsen, den Kommandeur der NATO Force Integration Unit in Litauen.

Bundeswehr/Multinationales Corps Nordost

Der NATO-General nutzte auch die Gelegenheit zu einem Treffen mit dem Kommandeur der Iron Wolf Brigade der litauischen Streitkräfte, Oberst Mindaugas Petkevičius. Formal ist die NATO-Battlegroup der litauischen Brigade unterstellt. In sehr offenen Gesprächen gewann von Sandrart klare Einblicke und betonte: „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir Seite an Seite stehen. Die Brigade bildet nicht nur den Kern der litauischen Armee, sondern ist auch Litauens Beitrag zur kollektiven Verteidigung der NATO.“

Nach seinem Treffen mit dem litauischen Verteidigungschef, Generalleutnant Valdemaras Rupšys, stellte der Kommandeur des MNCMultinational Corps NENortheast klar: „Litauen ist ein hervorragendes Gastland für die Frauen und Männer der enhanced Forward Presence der NATO. Ich schätze den Beitrag der litauischen Streitkräfte zum Multinationalen Corps Nordost sehr.“

Starke Truppen an der Nordostflanke

Zahlreiche Soldaten marschieren mit Flaggen in Formation auf einem Platz.

Auf dem Paradeplatz in Rukla marschieren die Fahnenabordnungen anlässlich des 5. Jahrestages der NATO enhanced Forward Presence in Litauen.

Bundeswehr/Multinationales Corps Nordost

Und natürlich besuchte der Korpskommandeur auch die NFIUNATO Force Integration Units in Litauen. Die Hauptaufgabe der NFIUs besteht darin, die Zusammenarbeit zwischen nationalen Streitkräften und den NATO High Readiness Forces in Zeiten militärpolitischer Krisen zu fördern. Insbesondere bieten diese kleinen Einheiten eine breite Planungsunterstützung, um die schnelle Entsendung alliierter Streitkräfte in den östlichen Teil des Bündnisses zu erleichtern. Sie arbeiten auch mit Gastländern zusammen, um logistische Netzwerke, Transportwege und unterstützende Infrastrukturen zu identifizieren. Der General fasste zusammen: „Ich bin sehr stolz zu sehen, wie effektiv die NFIUNATO Force Integration Units Litauen ihren Auftrag erfüllt.“

Nach Tagen intensiver Gespräche und Begegnungen in Litauen zeigte sich Generalleutnant von Sandrart tief beeindruckt von der hohen Professionalität aller Gesprächspartner mit Blick auf den 5. Jahrestag der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroups. „Um zu einer glaubwürdigen Abschreckung beizutragen, haben wir unsere kollektive Verteidigung so wie noch nie seit dem Ende des Kalten Krieges verstärkt. Wir haben vier Gefechtsverbände in den drei baltischen Staaten und Polen stationiert – ein sehr greifbarer und wirksamer Beitrag, der ganz klar die NATO-Botschaft trägt: Ein Angriff auf einen von uns ist ein Angriff auf alle.“

von Multinational Corps Northeast Public Affairs Office

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