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Eine Blutspende hilft bis zu 15 Menschen

Eine Blutspende hilft bis zu 15 Menschen

  • Bundeswehr und Gesellschaft
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Datum:
Ort:
Oldenburg
Lesedauer:
2 MIN

Mit Mund- und Nasenschutz und 1,5 Meter Abstand warten die Soldatinnen und Soldaten der 1. Panzerdivision geduldig darauf, dass sie an der Reihe sind. 165 von ihnen aus dem Standort Oldenburg haben sich freiwillig zum Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes in der Sporthalle der Kaserne eingefunden.

Eine Soldatin sitzt und streckt ihren linken Arm aus. Eine andere Frau sitzt daneben und legt ihr eine Kanüle am Arm an.

Ein kleiner Piks mit großer Wirkung

Bundeswehr/Carl Schulze

Unter den Freiwilligen ist auch Oberfeldwebel Stephan Dankers. „Für mich ist es ein kleiner Piks, mit dem ich Leben retten kann“, kommentiert der 31-jährige Erstspender seine Spendenbereitschaft und fügt hinzu: „Jeder kann mal in die Not kommen, Blut zu benötigen.“ Er hat bereits die Anmeldung und den medizinischen Check hinter sich gebracht und wird gleich die eigentliche Spende von etwa 500 Millilitern Blut leisten.

Warum ist Blutspenden jetzt so wichtig?

Ein Mann in Uniform sitzt und reckt den Daumen seiner rechten Hand in die Höhe. Ein Schlauch führt von seinem linken Arm ab.

Daumen hoch für 500 Milliliter Blutspende

Bundeswehr/Carl Schulze

„Die aus dem Spenderblut gewonnenen Produkte, wie Plasma, Thrombozyten- und Erythozythenkonzentrat, werden zur Behandlung vieler Erkrankungen und zur Herstellung zahlreicher Medikamente benötigt“, erklärt Anna Martens vom DRKDeutsches Rotes Kreuz und fügt hinzu: „Mit dem Eiweiß Albumin aus dem Blutplasma kann der Kreislauf von Menschen mit schweren Verbrennungen stabilisiert werden.“ Durch die Sars-CoV-2-Epidemie ist derzeit die Versorgung mit Blutkomponenten akut gefährdet.

Zivil-militärische Zusammenarbeit

Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch und reicht einem Soldaten, der vor ihr steht, einen Zettel.

Das DRKDeutsches Rotes Kreuz unterstützt die Bundeswehr seit 2019 bei den Blutspendeaktionen.

Bundeswehr/Carl Schulze

Doch warum wird der Blutspendetermin in der Kaserne vom DRKDeutsches Rotes Kreuz durchgeführt und nicht vom Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr? Die Antwort hierauf ist ganz einfach: Die Abteilung XXII Transfusionsmedizin und Hämotherapie im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz verfügt seit 2017 nur noch über einen Spendetrupp. Dessen Kapazitäten reichen jedoch nicht, um den gesamten Bedarf an Blutkonserven in der Bundeswehr zu decken. Aus diesem Grund übernimmt der Blutspendedienst des DRKDeutsches Rotes Kreuz seit Ende Juli 2019 sowohl die Blutspende-Angebote in 145 Standorten der Truppe als auch die Versorgung der Bundeswehr mit Blutkonserven. Damit werden die Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Bundeswehrkrankenhäuser in Koblenz, Ulm, Hamburg und Berlin beliefert. Und hier schließt sich der Kreis, da ein Großteil der Patienten der Bundeswehrkrankenhäuser Zivilisten sind.

Mit jeder Blutspende kann bis zu 15 Menschen geholfen werden. Laut dem DRKDeutsches Rotes Kreuz werden pro Tag in Deutschland 15.000 Blutspenden benötigt. Mit ihren 165 Spenden an einem Tag haben die Oldenburger Soldaten einen Beitrag zur Deckung dieses Bedarfs geleistet.

von Carl Schulze

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