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Swift Response 22

Erste taktische Luftlandeübung mit dem A400M

Erste taktische Luftlandeübung mit dem A400M

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Heer
Datum:
Ort:
Litauen
Lesedauer:
2 MIN

Die Soldaten der Division Schnelle Kräfte sind Spezialisten für schnelle, gezielte Luftlandeoperationen, jederzeit und weltweit. Bei der multinationalen Luftlandeübung Swift Response 22, die jedes Jahr durch die USUnited States Army Europe and Africa (USAREUR) geführt wird, sind auch deutsche und niederländische Luftlandesoldaten beteiligt. Neu: Mit dem Airbus A400M geht es nach Litauen.

Auf einem Flugplatz steht ein großes, graues Flugzeug, davor laufen mehrere Soldaten.

Nach vielen Jahren treuen Dienstes hat die Transall ausgedient. Nun können die Luftlandesoldaten der Division Schnelle Kräfte auf den jungen und bereits einsatzbewährten Airbus A400M der Luftwaffe vertrauen.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

17 Nationen sowie weitere Verbündete üben bei Swift Response in vier verschiedenen Ländern. Erstmalig springen deutsche Luftlandekräfte mit dem sogenannten Automatiksprung in unbekanntes Gebiet, um im Anschluss in einer taktischen Übung ein wichtiges Bodenziel einzunehmen. In Litauen, das neben Norwegen, Lettland und Nordmazedonien ein Schauplatz für die diesjährige Übung ist, treffen die deutschen und niederländischen Luftlandekräfte auf motivierte und professionelle litauische Streitkräfte der Iron Wolf-Brigade.

Die Besonderheit: Die Division Schnelle Kräfte (DSKDivision Schnelle Kräfte) kooperiert dieses Jahr mit der enhanced Forward Presence Battlegroup der NATO, die in Litauen stationiert ist. Hierbei werden zwei Übungen kombiniert, um gemeinsam dasselbe Ziel zu erreichen: Interoperabilität, sprich die Fähigkeit, als NATO-Partner miteinander zu agieren. So trainieren alle Beteiligten gemeinsam ihre Fähigkeiten.

Schweres Gerät und Versorgungsgüter im Gepäck

Auf einem Flugplatz steht ein großes, graues Flugzeug, davor zwei grüne kleine Panzer.

Nicht nur die Fallschirmjäger, sondern auch ihr schweres Gerät, wie der Waffenträger Wiesel und weitere Güter, werden per Flugzeug zu Übungszwecken nach Litauen gebracht

Bundeswehr/Maximilian Schulz

„Die gemeinsame Herausforderung sowohl für die Luftwaffe als auch die Fallschirmjäger bei diesem Übungsmanöver ist die erstmalige vollumfängliche Einbindung des Flugzeuges Airbus A400M bei einer Luftlandeübung – vom Absetzen des Fallschirmspezialzuges und der Hauptkräfte mit dem Fallschirm bis hin zur Anlandungsoperation von Versorgungsgütern und schwerem Gerät. Besonders ist auch die strategische Projektion von Kräften von Deutschland aus direkt in ein mögliches Einsatzgebiet“, erklärt Major Dominik W. Zusammen mit seinem niederländischen Kameraden, Lieutenant Colonel Ron G., hat er die komplexe Übung angelegt und geplant.

Neue Maschine für die Paradedisziplin

Auf einem Flugplatz steht frontal ein großes, graues Flugzeug mit drehenden Propellern.

Rauer Beton, Dreck, Steine und Bewuchs sind für den Airbus A400M bei Start und Landung kein Problem. In Litauen hat er, gemeinsam mit der Truppe, Robustheit bewiesen und auch alte Transallfans beeindruckt.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

In zahlreichen Einsätzen und Übungen haben die Kräfte der DSKDivision Schnelle Kräfte per Sprung aus dem Transportflugzeug Transall C160 Mut und Professionalität bewiesen. Seit letztem Jahr ist die bekannte und bewährte Propellermaschine Geschichte. Ihr folgte der moderne und größere Airbus A400M. Als Transportmaschine der Luftwaffe ist der A400M spätestens seit der Evakuierungsoperation in Afghanistan im vergangenen Jahr in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Jetzt glückt die Landung der rund 200 Fallschirmjäger auf einem litauischen Feld sowie diverse Landungen der schweren Maschine auf einem holprigen, alten Flugfeld.

Wie kämpft die Truppe bei der ersten taktischen Luftlandung? In einem nächsten Artikel zeigen wir den Ablauf einer Luftlandeoperation mit dem A400M, Schritt für Schritt.

von Peter Müller

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