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Heer
Ausbildung

Fit für den Einsatz – vom Kaukasus nach Augustdorf

Einsatzvorbereitung

Kameradschaft international – Panzergrenadiere aus Augustdorf bilden georgische Soldaten für ihren Einsatz in Afghanistan aus. „Kein Auftrag wie jeder andere“, so der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Matthias Greune.

Ein Soldat steht mit zwei georgischen Soldaten an einem Tisch, darauf eine Granatmaschinenwaffe.

Gemeinsam ausbilden: Ein Soldat des Panzergrenadierbataillons 212 erklärt zwei georgischen Soldaten den Umgang mit der Granatmaschinenwaffe

Bundeswehr/Jens Wander

Schulungen an Waffen und Gerät, Schießübungen und Einweisungen an verschiedenen Fahrzeugtypen der Bundeswehr stehen auf dem Dienstplan im Panzergrenadierbataillon 212. „Wir arbeiten hier mit unseren Kameraden aus Georgien auf Augenhöhe“, sagt Greune.

Ziel: „Mission Ready“

„Das Ziel der Ausbildung ist der Status ,Mission Ready', also die volle Einsatzbereitschaft“, erklärt Hauptmann Tom Kutter. Er ist als Kompaniechef bis Mitte Dezember für die Ausbildung der georgischen Kameraden verantwortlich. Die georgische Infanteriekompanie ist im Afghanistaneinsatz als schneller Eingreifverband (Quick Reaction Force) vorgesehen. Sprachmittler erleichtern die Verständigung zwischen den deutschen Ausbildern und den georgischen Soldaten. „Dienst ist das eine, doch auch für die Betreuung unserer Gäste danach ist gesorgt“, betont Kutter. Neben zahlreichen Freizeitangeboten sind Städtetouren nach Hannover, Hamburg und Köln geplant.

Die jahrelange Einsatzerfahrung von Deutschen und Georgiern im Norden Afghanistans sei gemeinsame Grundlage für die Ausbildung. Im Einsatz gehört die Zusammenarbeit mit Soldaten aus verschiedenen Ländern längst zum Alltag für die Bundeswehr. Mehr als 20 Nationen leisten zum Beispiel gemeinsam im Regionalkommando in Masar-i Scharif unter deutscher Führung Dienst. Gemeinsam stemmt man die Ausbildung der lokalen Sicherheitskräfte.

Wiedersehen im Einsatzland

Zwei deutsche und ein georgischer Offizier besprechen sich an einem Tisch mit einem Maschinengewehr.

Oberstleutnant Matthias Greune (l.) bespricht mit Hauptmann Tom Kutter (M.) und Hauptmann Shota Giorgadze, Einheitsführer der georgischen Infanteriekompanie, die Waffenausbildung

Bundeswehr/Jens Wander

Voraussichtlich im Januar 2021 fliegen die Georgier nach Nordafghanistan. Dort treffen sie ihre Kameraden aus Augustdorf wieder. Die Panzergrenadiere werden als Teil eines multinationalen Sicherungsbataillons eingesetzt. Georgische Soldaten haben bereits mehrfach an Auslandseinsätzen teilgenommen, beispielsweise im Irak und Kosovo. Seit 2001 beteiligt sich der Kaukasus-Staat an der Resolute Support Mission in Afghanistan.  

Die Bundesministerin der Verteidigung hat die Zusammenarbeit mit Georgien als truppenstellende Nation im Rahmen der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mission Resolute Support befürwortet. Bislang wurden bereits zwölf georgische Infanteriekompanien durch die Bundeswehr ausgestattet und ausgebildet. Diese Vereinbarung besteht seit 2014. Georgien hat die Fortführung seines Engagements in Afghanistan im Jahr 2019 bestätigt und wird sich bis auf weiteres durch einen signifikanten Kräftebeitrag daran beteiligen. Als Leitdivision für den Einsatz in Afghanistan hat die 1. Panzerdivision aus Oldenburg die Augustdorfer Panzerbrigade 21 mit der Ausbildung der georgischen Kompanie beauftragt.

von Martin Waltemathe

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