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IT-Spezialisten im Winterkampf

IT-Spezialisten im Winterkampf

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Schneizlreuth
Lesedauer:
2 MIN

Das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall übt eine Woche lang den Einsatz im winterlichen Hochgebirge auf der Reiteralpe. Für manchen IT-Spezialisten oder Personalbearbeiter ist es das erste Mal: Iglubau und Marsch auf Skiern mit schwerer Ausrüstung.

Mehrere Soldaten stehen in Schneetarnanzügen knietief im Schnee an einem Hang, hinter ihnen erhebt sich ein Gebirgsmassiv.

Anhand eines freigelegten Schneeblocks erklärt Oberstleutnant Dennis Jahn (r.) die Beschaffenheit der Schneedecke und wie groß die Lawinengefahr ist

Bundeswehr/Andreas Gruber

Das Überleben im winterlichen Hochgebirge gehört zu den Grundfähigkeiten aller Soldaten in der Gebirgstruppe. Unabhängig vom täglichen Job tauschen auch die IT-Spezialisten und Personalbearbeiter der Reichenhaller Jager drei Tage und Nächte ihren Schreibtisch gegen das Iglu. „Bevor wir in den Gefechtsdienst einsteigen, muss einigen Kameraden erst einmal das Leben im Felde nähergebracht werden. Der Bau des Iglus, die Maßnahmen zum Wärmeerhalt und die Skibeweglichkeit mit schwerer Ausrüstung sind für die, die das alles zum ersten Mal machen, schon an sich eine Herausforderung“, erklärt Heeresbergführer Major Andreas Deutscher, der mit der Planung der Ausbildung betraut ist.

Verschüttete suchen und retten

Ein Soldat erklärt drei anderen Soldaten, die um ihn herumstehen, die Funktion einer Universaltrage.

Die Gebirgsjäger lernen auch die Rettung von Kameraden im Hochgebirge. Ein Bundeswehrsanitäter erklärt die Funktion einer Universaltrage zum Abtransport Verletzter oder Unterkühlter.

Bundeswehr/Andreas Gruber

Vor allem der Bau der Iglus nimmt viel Zeit in Anspruch. Einen kompletten Tag lang schaufeln die Soldaten Schnee, um die Unterkünfte für die kommenden Tage zu bauen. Die erfahreneren Kameraden leiten die anderen an. „Hier kann man viel falsch machen. Wenn ich an der falschen Stelle ein paar Schaufeln zu viel abtrage, bin ich danach lange beschäftigt, um den Fehler wieder auszubessern“, mahnt Deutscher.

In Bezug auf die Sicherheit gibt es beim Iglubau einiges zu beachten. Die Konstruktion muss tragfähig genug sein, damit am Ende niemand unter den Schneemassen begraben wird. Nachts wird daher eine Wache eingeteilt, die Streife läuft und regelmäßig jedes Iglu kontrolliert. Eine Kerze zeigt in jedem Iglu an, ob die schlafenden Soldaten noch genug Sauerstoff haben. Zum Schlafen trägt jeder Soldat ein Lawinenverschüttetensuchgerät für den Fall, dass eine Schneeunterkunft einstürzt und er unter dem Schnee begraben wird. Die Suche und Bergung von Verschütteten gehört zu den ersten Ausbildungsabschnitten. Vermittelt wird dabei, wie das Suchgerät für die Grob- und Feinsuche benutzt und die Sonde korrekt eingesetzt wird und wie richtig vorgegangen werden muss, um Verschüttete freizuschaufeln.

Positives Fazit des Kommandeurs

Zwei Soldaten ziehen auf Skiern in einer Loipe über ein Schneefeld im Gebirge.

Der Biwakplatz der Reiteralpe befindet sich auf etwa 1.500 Meter. Die umliegenden Gipfel werden zur Skitourenausbildung genutzt.

Bundeswehr/Andreas Gruber

Bei einer Skitour auf den Weitschartenkopf, in 1.979 Metern Höhe, ergänzt der Bataillonskommandeur und Heeresbergführer, Oberstleutnant Dennis Jahn, die Ausbildung mit einem Exkurs zur Beurteilung der Lawinenlage. Anhand eines freigelegten Schneeblocks zeigt er, wie man dünne Schichten in der Schneedecke erkennt und erklärt, welche Sicherheitsmaßnahmen abhängig von den vorgefundenen Verhältnissen zu treffen sind. Jahn zieht nach Abschluss des Biwaks Bilanz: „Ich bewerte das Winterbiwak als vollen Ausbildungserfolg.“

von Andreas Gruber

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