Das Heer übt bei Cold Response 2026 in Nordnorwegen
Bis zu 25.000 Soldatinnen und Soldaten aus 14 Nationen nehmen an der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Übung teil und trainieren unter arktischen Bedingungen.
Kälte, Schnee und weite Entfernungen prägen den Übungsraum nördlich des Polarkreises. Kanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius haben hier am 13. März die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Übung Cold Response 2026 besucht. Vor Ort verschafften sie sich ein Bild davon, wie Soldatinnen und Soldaten unter arktischen Bedingungen für die Landes- und Bündnisverteidigung üben.
Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius lassen sich am Rande des Übungsgeländes bei Bardufoss den Ablauf der Übung Cold Response 2026 erläutern.
Bundeswehr/Maximilian SchulzNorwegen ist Gastgeber der Übungsreihe und richtet Cold Response regelmäßig im Norden des Landes aus. 2026 üben in und um Bardufoss tausende Soldatinnen und Soldaten aus mehreren Nationen gemeinsam.
„Auch an dieser Stelle verteidigt die Bundeswehr Deutschland“, sagte Merz am Rande der Übung. Der Kanzler betonte, dass Kommandeure und Partner die deutschen Soldatinnen und Soldaten für ihren Ausbildungsstand ausdrücklich lobten. Er dankte den an Cold Response 2026 beteiligten Kräften: „Gut, dass Sie dabei sind. Kommen Sie heil und gesund nach Hause.“
Die Arktis gewinnt sicherheitspolitisch an Bedeutung. Der hohe Norden ist ein Zugang zum Nordatlantik und damit wichtig für Transport- und Kommunikationsverbindungen zwischen Nordamerika und Europa. Gleichzeitig nimmt der strategische Wettbewerb in der Region zu. Für die NATONorth Atlantic Treaty Organization heißt das: Präsenz zeigen, Abläufe festigen und Handlungsfähigkeit sichern, gerade unter extremen Bedingungen.
Cold Response 2026 ist zudem Teil der enhanced Vigilance Activity „Arctic Sentry“. Unter diesem Rahmen bündelt die NATONorth Atlantic Treaty Organization Maßnahmen erhöhter Wachsamkeit im Hohen Norden. Ziel ist es, Abschreckung und Verteidigung zu stärken, und zwar in allen Dimensionen. Die Übung liefert dazu den praktischen Anteil: Kräfte verlegen in den Raum, üben Verfahren und prüfen ihre Durchhaltefähigkeit in einem Klima, das keine Routine erlaubt.
Die Bundeswehr beteiligt sich mit Kräften des Heeres und der Luftwaffe. Im Mittelpunkt stehen Einheiten der Gebirgsjägerbrigade 23, des Transporthubschrauberregiments 30 sowie die Fernspähkompanie 1. Geübt wird das Zusammenspiel, das im Winter besonders zählt: sichere Bewegung im Gelände, luftbewegliche Verlegung, Versorgung und Führung bei Kälte und eingeschränkter Sicht.
Der gemeinsame Besuch von Kanzler und Verteidigungsminister unterstreicht die politische Bedeutung der Übung. Cold Response 2026 steht für gelebte Bündnissolidarität und für den Anspruch, Landes- und Bündnisverteidigung unter realistischen Bedingungen zu üben, auch im Hohen Norden.
Verteidigungsminister Pistorius kommt mit deutschen Gebirgsjägern von der Gebirgsjägerbrigade 23 am Rande der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Übung Cold Response 2026 ins Gespräch
Bundeswehr/Maximilian Schulz
Norwegische Soldatinnen und Soldaten mit ihren Kampfpanzern Leopard 2 sind an der Übung bei Bardufoss beteiligt. Die Ausbildung unter winterlichen Bedingungen trägt zur Handlungssicherheit aller Beteiligten bei und verbessert ihre Fähigkeiten.
Bundeswehr/PIZ Heer - Maximilian Schulz
Bundeskanzler Friedrich Merz und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (beide M.) mit norwegischen Soldatinnen und Soldaten auf dem Übungsplatz bei Bardufoss während der Übung Cold Response 2026
Bundeswehr/Maximilian Schulz
Deutsche Gebirgsjäger bewegen sich im Schneetarn durch den Übungsraum bei Bardufoss. Bei Cold Response 2026 trainieren sie Bewegung, Orientierung und Einsatzbereitschaft unter arktischen Bedingungen.
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