Heer
Trainingszentrum für Spezialkräfte

Einmalige Ausbildungseinrichtung des Heeres eröffnet

Einmalige Ausbildungseinrichtung des Heeres eröffnet

Datum:
Ort:
Calw
Lesedauer:
2 MIN

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Das Multifunktionstrainingszentrum in Calw ist einmalig in der Bundeswehr. Jetzt wurde es nachträglich, Nutzungsbeginn war 2020, eröffnet und feierlich an das Kommando Spezialkräfte übergeben: „In dem langjährigen Entstehungsprozess haben die Soldatinnen und Soldaten immer wieder neue Erkenntnisse aus den Einsätzen eingebracht. Zusammen mit dem Bauträger wurde ein für den Bedarf der Truppe optimiertes Trainingszentrum geschaffen“, so ein verantwortlicher Offizier.

In einer Halle stehen sich beim Nahkampf zwei Soldaten mit Waffen gegenüber..

Mit Gefechtsausrüstung und Übungswaffen trainieren die Soldaten den taktischen Nahkampf. Um die Schwierigkeit zu steigern, werden auch eine Verdunkelung sowie eine Irritationsanlage eingesetzt. Das erzeugt zusätzlichen Stress.

Bundeswehr/KSK

Das Multifunktionstrainingszentrum ist grundsätzlich in vier Bereiche unterteilt. Dazu gehören ein Fitnessbereich mit modernen Trainings- und Analysegeräten, ein Nahkampf-Bereich, eine amphibische Trainingshalle und ein Regenerationsbereich. Im Mai 2014 hatten die Tiefbauarbeiten begonnen. Über mehrere Bauabschnitte hinweg wurde die Anlage bereits teilweise im Dezember 2019 zur Nutzung übergeben. Seitdem trainieren die Kommandosoldaten ihre Fitness in den verschiedenen Trainingsbereichen, sie verbessern ihre Fähigkeiten im Nahkampf und weisen jährlich, in bewerteten Kämpfen, diese Befähigung auch nach.

Einer der wesentlichen Schöpfer der international geschätzten Ausbildungseinrichtung war der 2016 verstorbene Kommandooffizier Oberstleutnant Thomas von Müller. Dessen Witwe enthüllte nun die Namenstafel des Multifunktionstrainingszentrums (MFTZ).

Wassertraining unter widrigsten Bedingungen

In einem Schwimmbecken sitzen Soldaten mit Hund in einem Schlauchboot.

Amphibische Halle: Das Schlauboot hat sich selbst entfaltet. Ein Kommandotrupp übt mit einem Diensthund.

Bundeswehr/KSK

Die amphibische Trainingshalle ist ein besonderes Highlight. Ein Schwimmbecken von 2.000 Kubikmeter Fassungsvermögen mit Wellenanlage und Ausbildungsturm biete beispielsweise die Möglichkeit, in voller Gefechtsausrüstung aus fünf Meter Höhe ins Becken zu springen und das zuvor abgeworfene Schlauchboot per Pressluft zu entfalten, beschreibt ein Übungsleiter. So könne man mit aller Ausrüstung und dank Hubbodens im Schwimmbecken sogar eine Anlandung unter Realbedingungen nachstellen. Mittels Verdunkelung und Irritationsanlage sowie Stroboskopblitzen und Lärm könne man auch erschwerende Umstände, wie eine stark eingeschränkte Sicht bei Nacht, nachstellen, so der Trainer.

Weiterentwicklung bereits eingeplant

Ein Soldat im Sportshirt im Vordergrund, dahinter Gäste bei der Eröffnung.

Taktischer Nahkampf ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung für Kommando- und Unterstützungskräfte. Leistungsaufbau und Leistungssteigerung sind das Ziel.

Bundeswehr/KSK

In Zukunft sollen noch zwei weitere Gebäude entstehen: ein zweiter Nahkampf-Bereich, in dem Übungsdurchgänge in kompletter Gefechtsausrüstung bis hin zum Waffeneinsatz mit Übungsmunition absolviert werden können und eine Hypoxie-Kammer, in der ein Höhentraining simuliert und zur Einsatzvorbereitung im Hochgebirge genutzt wird.

Mit dieser hochmodernen Anlage bildet das Kommando Spezialkräfte bestens trainierte Hochleistungssoldaten aus. Das MFTZ wird mit seinen regenerativen Tools bei professioneller Betreuung und Beratung nachhaltig dazu beitragen, dass die Soldaten ihre Fähigkeiten festigen und viele Jahre für die Sicherheit Deutschlands eingesetzt werden können.

Ein General und eine Frau zerschneiden in einem Eingangsbereich ein rotes Band.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Ulrike Hauröder-Strüning und der Kommandeur des KSKKommando Spezialkräfte, Brigadegeneral Ansgar Meyer, eröffnen symbolisch die neue Trainingseinrichtung

Bundeswehr/KSK
Eine Zivilistin in einem hellen Anzug steht vor einer Halle.

Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Eva Högl, hat die Entwicklung des Kommandos Spezialkräfte eng begleitet. In ihrer Ansprache lobt sie den guten Weg, den das KSKKommando Spezialkräfte jetzt eingeschlagen hat.

Bundeswehr/KSK
von Pressestelle KSK

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