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Das Kommando Spezialkräfte (KSK) ist der Spezialkräfteverband des Deutschen Heeres und der Division Schnelle Kräfte (DSK) unterstellt. Mit seinen in der Bundeswehr einzigartigen Fähigkeiten trägt das KSK entscheidend zur Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland sowie ihrer Bürgerinnen und Bürger bei.
Mit seinen einzigartigen Fähigkeiten trägt das KSK entscheidend zur Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland sowie ihrer Bürgerinnen und Bürger bei
Bundeswehr/KSKDer Auftrag des KSK kann im Allgemeinen nicht von konventionellen Einheiten erfüllt werden. Er verlangt eine besondere Ausbildung, Ausrüstung und eine an den Auftrag angepasste Struktur. Die Soldaten sind so ausgebildet, dass sie jederzeit und weltweit in allen Klimazonen eingesetzt und auf unterschiedlichste Art und Weise an den gewünschten Ort gelangen können. Das bedeutet Einsätze im Gebirge, im Dschungel, in der eisigen Arktis oder in der Wüste. Bei ihren Einsätzen handelt es sich im Wesentlichen um offensive und verdeckte Operationen an vorderster Front und in einem gefährlichen Umfeld, die der Geheimhaltung unterliegen. Operationen des Kommandos Spezialkräfte können auch erfolgen, wenn der Einsatz herkömmlicher Kräfte nicht oder noch nicht angemessen erscheint. Die Einsätze der Spezialkräfte erfolgen grundsätzlich zeitlich und räumlich unabhängig von anderen Einsatzkräften.
Das KSK hat fünf Kernaufträge: Deutsche Geiseln im Ausland befreien, Hochwertziele von strategischer oder operativer Bedeutung bekämpfen, Zielpersonen festsetzen, ausgewählte Partnerspezialkräfte im Ausland ertüchtigen und Schlüsselinformationen für die strategische und operative Führungsebene gewinnen.
Die Befreiung von Geiseln im Ausland gehört zu den fünf Kernaufträgen der Spezialkräfte des Heeres.
Am Standort Calw tragen die Soldatinnen und Soldaten des KSK ihr eigenes, internes Verbandsabzeichen an ihrer Uniform. Es wurde 2015 neugestaltet und hat die Form eines gotischen Wappenschildes. Das Schild hat die Grundfarbe Schwarz und einen bordeauxroten-silbernen Rand. Die Farbe Bordeauxrot steht für die Zugehörigkeit zur fallschirmspringenden Truppe. In der Heraldik ersetzt Weiß die silberne Farbe.
Am Standort Calw tragen die Soldatinnen und Soldaten des KSK an ihrer Uniform ein eigenes, internes Verbandsabzeichen
Bundeswehr/KSKIn der Mitte steht ein schlankes, silberfarbenes Schwert. Es ist aufgerichtet und weist mit der Spitze nach oben. Das Schwert repräsentiert die Zugehörigkeit der KSK-Soldaten zur Gattung der Spezialeinheiten. Es symbolisiert die allgegenwärtige Bereitschaft für den Einsatz. Links und rechts neben dem Schwert ist ein oben offener, silberner Ehrenkranz abgebildet. Der Eichenlaubkranz ist das traditionelle Zeichen des Deutschen Heeres.
Das KSK gliedert sich in den Stab, in Kommandokräfte sowie in Unterstützungskräfte, zu denen auch das Sanitätseinsatzversorgungszentrum gehört
Bundeswehr/Marco DorowAuf militärstrategischer Ebene führt das Bundesministerium der Verteidigung, Abteilung Strategie und Einsatz, die Spezialkräfte. Im national geführten Einsatz führt die Abteilung Spezialoperationen im Einsatzführungskommando der Bundeswehr bei Potsdam die Einsatzverbände und Soldaten im Auslandseinsatz. Im Einzelfall nimmt das KSK Aufgaben eines Leitverbandes wahr. Agieren die Spezialkräfte multinational, werden sie durch einen streitkräftegemeinsamen multinationalen Gefechtsstand taktisch geführt. Im Grundbetrieb ist das Kommando Spezialkräfte der Division Schnelle Kräfte (DSK) unterstellt.
Das Kommando gliedert sich in den Stab, in Kommandokräfte sowie in Unterstützungskräfte, zu denen auch das Sanitätseinsatzversorgungszentrum gehört. Darüber hinaus verfügt das Kommando Spezialkräfte über eine eigene Abteilung Weiterentwicklung. Dieser Bereich ist einzigartig im Heer. Hier wird nach den Vorgaben des Kommandeurs KSK und General Spezialkräfte Heer die Weiterentwicklung der Waffen und Technik vorangetrieben. Ein dort enthaltenes Rüstungsdezernat verantwortet die Masse der Rüstungsprojekte für die Spezialkräfte des Heeres und setzt ihren Anspruch „einsatzbereit – jederzeit – weltweit“ in materielle Lösungen um. Viele innovative, technisch hochwertige Produkte, die bei den Spezialkräften erfolgreich eingesetzt wurden, werden später auch in anderen Verbänden der Bundeswehr eingeführt. Die Spezialkräfte des Heeres sind damit ein Innovationstreiber der deutschen Streitkräfte.
Die Fähigkeiten der Spezialkräfte des Heeres sind vielseitig. Jeder Kommandosoldat verfügt über eine komplexe Ausbildung und eine umfangreiche Ausstattung.
Bundeswehr/KSKDie Kommando- und Unterstützungssoldaten des KSK werden speziell für ihren Auftrag ausgewählt und ausgebildet und sind mit ihren Fähigkeiten einzigartig in der Bundeswehr. Kommandosoldaten sind Fallschirmspringer, Sprengstoffexperten, Einzelkämpfer und verfügen über weitere für ihren Auftrag relevante Spezialfähigkeiten.
Die Soldaten des KSK sind Fallschirmspringer, Sprengstoffexperten oder Fernmeldespezialisten. Zu ihnen gehören aber auch die Unterstützungskräfte.
Bundeswehr/KSKAuftragsabhängig arbeiten die Kommandokräfte mit eigenen, spezialisierten Einheiten aus den Unterstützungskompanien des KSK sowie Spezialisierten Kräften des Heeres mit Erweiterter Grundbefähigung, den EGB-Kräften, sowie mit Einheiten im streitkräftegemeinsamen Einsatzverbund Spezielle Operationen und im Wirkungsverbund mit den Spezialkräften der Luftwaffe und allen weiteren Teilstreitkräften zusammen.
Damit die Spezialkräfte ihre Aufträge erfolgreich ausführen können, müssen sich die Kommandos auf ihre Unterstützungskräfte, wie hier die Waffeninstandsetzung, verlassen können
Bundeswehr/Marco Dorow
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Das KSK nutzt das Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug Serval.
Der Transportpanzer Fuchs ist ein echtes Multitalent auf drei Achsen.
Mit dem Motorschlitten Ski-Doo ist die Truppe im Schnee beweglich.
Mit MELLS bekämpft die Truppe hauptsächlich gepanzerte Ziele.
Mit dem Gewehr G29 bekämpfen Scharfschützen Ziele auf den Punkt.
Mit der Pistole P30 bekämpfen Soldaten Ziele auf kurze Entfernung.
Das ATF Dingo schützt Soldaten im Einsatz vor Beschuss und Sprengfallen.
Der H145M bringt Spezialkräfte unbemerkt an ihren Einsatzort
„Die Fähigkeit, im Notfall eigene Staatsbürger im Ausland aus Gefahr für Leib und Leben retten zu können, gehört zur grundlegenden Verantwortung eines jeden Staates.“ Dies stellte 1994 der damalige Bundesminister der Verteidigung Volker Rühe fest und befahl die Aufstellung eines Spezialkräfteverbandes der Bundeswehr. Auslöser damals: die notwendige Evakuierung von sieben Mitarbeitern des Radiosenders Deutsche Welle und vier ihrer Familienangehörigen aus dem damaligen Bürgerkriegsland Ruanda. Die Spezialeinheit der belgischen Fallschirmjäger befreite die dort eingeschlossenen deutschen Staatsbürger bei einer eigenen Operation, da die Bundeswehr nicht über entsprechende Fähigkeiten verfügte.
Zwischen 1995 und 1996 wurden die ersten Kommandosoldaten in enger Zusammenarbeit mit amerikanischen und britischen Spezialkräften ausgebildet. Auch die Grenzschutzgruppe 9 der heutigen Bundespolizei brachte ihre Erfahrungen in die umfangreiche Ausbildung der Soldaten mit ein. Im April 1996 wurde in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw die Luftlandebrigade 25 „Schwarzwald“ außer Dienst gestellt. Zeitgleich begann die Bundeswehr mit dem Aufbau des Kommandos Spezialkräfte. Am 20. September 1996 wurde das Kommando Spezialkräfte in Dienst gestellt. Neben den Kommandokräften erhielt das KSK eigene Führungs-, Sanitäts- und Fernmeldeeinheiten als Unterstützungskräfte, um weltweit schnellstmöglich und autark eingesetzt werden zu können.
Seit 1998 operiert das KSK im Ausland. Spezialkräfteeinsätze fanden rund um die ganze Welt, in Afghanistan, Ägypten, auf den Philippinen, in Bosnien und Herzegowina, im Kosovo, in Jordanien, Tunesien und Mali statt. Das Kommando Spezialkräfte operiert geheim und weltweit. Öffentliche Anerkennung erfuhr das KSK, als es Kommandosoldaten gelang, im ehemaligen Jugoslawien international gesuchte Kriegsverbrecher aufzuspüren und dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu überführen.
Als der Deutsche Bundestag nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die deutsche Beteiligung an der Operation Enduring Freedom beschloss, zählten Kommandosoldaten des KSK zu den deutschen Kräften der ersten Stunde in Afghanistan. Seitdem war das KSK bis 2021 durchgängig vom Bundestag mandatiert in Afghanistan im Einsatz und erfüllte seinen Auftrag im Einsatzspektrum der Spezialkräfte. Das umfasste die Aufgaben Direct Action, Military Assistance und Special Reconnaissance.
2017 wurde das Kommando Spezialkräfte um eine Stabs- und Führungsunterstützungskompanie für ein Special Operations Component Command (SOCC) erweitert. Dessen Auftrag ist der Aufbau und Betrieb eines NATO-Gefechtsstandes für multinationale Einsätze von Spezialkräften. Drei Jahre später wird das KSK umstrukturiert. Im Wesentlichen umfassen die Umstrukturierungsmaßnahmen die Auflösung der 2. Kompanie und die Eingliederung des KSK-Ausbildungsbereichs in die Infanterieschule des Heeres in Hammelburg. Seit März 2021 ist das SOCC direkt der Division Schnelle Kräfte unterstellt.
Die Professionalität und Einsatzbereitschaft ihrer Auftragserfüllung brachte den deutschen Elitesoldaten auch den Respekt und die Anerkennung anderer Nationen und internationaler Spezialeinheiten. Am 7. Dezember 2004 verlieh der damalige US-Präsident George W. Bush dem Kommando Spezialkräfte US Navy Presidential Unit Citation. Dies ist die höchste Auszeichnung der Vereinigten Staaten von Amerika, die Einheiten für ihre Tapferkeit bekommen können. Bush betonte den bewiesenen Mut, den Einfallsreichtum und den Kampfgeist des Kommandos Spezialkräfte der Bundeswehr. Außerdem wurden 40 verschiedene multinationale Orden an einzelne KSK-Soldaten, das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit an drei Soldaten des KSK und das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold für besonders herausragende Leistungen unter Gefahr für Leib und Leben an sechs Kommandosoldaten des KSK verliehen.