Österreichische Soldaten besuchen Panzerbrigade 12
Multinationalität- Datum:
- Ort:
- Cham
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Österreichische und deutsche Soldaten leben die Binationalität: Der Kommandant und die Angehörigen der 4. Panzergrenadierbrigade aus Linz besuchen am 15. Januar ihre Kameraden der Panzerbrigade 12 im bayerischen Cham. Beide Brigaden unterhalten seit vergangenem Jahr eine Patenschaft.
Am 15. Januar besuchen Soldaten der österreichischen 4. Panzergrenadierbrigade mit ihrem Kommandeur Brigadier Siegward Schier (2.v.r.) ihre Kameraden aus der Panzerbrigade 12 in Cham unter Kommandeur Oberst Björn Schulz (r.)
Bundeswehr/Reinhard Jäger„Eine Patenschaft mit einem ausländischen Verband ist bei der Bundeswehr etwas Besonderes. Multinationale Kooperationen sind nicht nur wichtig, sondern in der heutigen Zeit unverzichtbar“, macht der Kommandeur der Panzerbrigade 12, Oberst Björn Schulz, deutlich. Man trainiere miteinander, übe miteinander, besuche sich gegenseitig, kenne sich und letztendlich lerne man auch voneinander. Paten- und Partnerschaften wurden und werden bis in die Gegenwart bei der Panzerbrigade 12 großgeschrieben.
Der Kommandeur der Panzerbrigade 12, Oberst Björn Schulz (l.), begrüßt seinen österreichischen Counterpart, Brigadier Siegward Schier, Kommandant der 4. Panzergrenadierbrigade aus Linz
Bundeswehr/Reinhard JägerBrigadier Siegward Schier, Kommandant der 4. Panzergrenadierbrigade aus Hörsching in Österreich, führt die Delegation an. Das Besuchsprogramm ist vielseitig. Ein Vier-Augen-Gespräch der beiden Kommandeure bildet den Auftakt, die Stabsabteilungsleiter halten anschließend Vorträge über die besonderen Aufgaben in den Bereichen Personal, Ausbildung, Übung, Logistik und Führungsunterstützung. Sie berichten, dass sich zahlreiche Soldaten der Panzerbrigade 12 derzeit auf einen Auslandseinsatz vorbereiten. So werde etwa für die Präsenz der NATONorth Atlantic Treaty Organization in Litauen im nächsten Halbjahr das Panzerbataillon 104 in Führungsverantwortung stehen, erklärt Schulz.
Die österreichischen Gäste nehmen im Panzergrenadierbataillon 112 den Schützenpanzer Puma genau unter die Lupe
Bundeswehr/Reinhard Jäger„Willkommen im Panzergrenadierbataillon 112“, begrüßt Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Germar Lacher, die österreichischen Soldaten am Standort Regen. Auf ihren Schützenpanzer Puma sind die Regener Grenadiere besonders stolz. Waren sie doch der erste süddeutsche Verband, der vor knapp drei Jahren mit dem neuen Panzer, von den Soldaten auch „Raubtier auf Ketten“ genannt, ausgestattet worden waren. Solche Besuche würden das gegenseitige Verständnis stärken und seien eine gute Grundlage, Ausbildung miteinander zu gestalten, erklärt Lacher.
Die Bürgermeisterin von Cham, Karin Bucher, begrüßt beim Neujahrsempfang den österreichischen Kommandanten mit seiner Delegation
Bundeswehr/Reinhard JägerBeide Seiten seien überzeugt von der Tragfähigkeit ihrer Patenschaft, so die einhellige Stimmung während des Besuches. Multinationale Verbindungen mit Besuchen ausländischer Freunde ist heutzutage Normalität, auch und gerade beim Militär. Für die Soldaten der Panzerbrigade 12 ist das schon immer so. Seit Beginn der Aufstellung, also vor über 60 Jahren, wurden zum Beispiel enge Freund- und Patenschaften zu amerikanischen Einheiten gebildet, die nach wie vor Bestand haben. Gute Verbindungen zu befreundeten und verbündeten ausländischen Streitkräften sind ein Aushängeschild der Panzerbrigade 12. Erst im letzten Jahr wandelten die Soldaten die Partnerschaft zur 4. Panzergrenadierbrigade, urkundlich belegt, in eine Patenschaft um.
Der Abschluss des Besuches zeigte auch, dass Patenschaft nicht am Kasernenzaun endet. Stand doch der Neujahrsempfang der Stadt Cham und der Panzerbrigade 12 in der Chamer Stadthalle auf dem Programm. „Ich habe mich sehr über die intensive Zeit mit der Patenbrigade gefreut. Es war ein Gewinn für beide Seiten“, resümiert Schier.
von Constanze Kumpf