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Heer
Teil der Division 25

Panzergrenadiere trainieren das Gefecht der verbundenen Waffen

Landes- und Bündnisverteidigung

Panzergrenadiere trainieren das Gefecht der verbundenen Waffen

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Noch liegt Nebel über der Letzlinger Heide, doch die Ruhe hält nicht lange. Wenig später dröhnen Motoren über den Übungsplatz. Kampf- und Schützenpanzer rollen durch den aufgeweichten Boden, Soldatinnen und Soldaten verschwinden zwischen Bäumen und Tarnnetzen. Für die Panzerbrigade 12 beginnen mehrere intensive Wochen im Gefechtsübungszentrum Heer.

Im Vordergrund fährt ein Schützenpanzer durch den Schlamm, der überall hin spritzt.

Den Schützenpanzer Puma kann so schnell nichts aufhalten, erst recht keine tiefen Schlammlöcher

Bundeswehr/Carl Schulze

Hier trainiert die Brigade unter Bedingungen, die möglichst nah an der Realität liegen sollen. Angriff, Verteidigung, Bewegung im Gefecht – alles greift ineinander. Geübt wird nicht nur auf einzelnen Schießbahnen, sondern im Zusammenspiel verschiedener Kräfte. Genau darauf kommt es im Ernstfall an.

Die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ gehört zur Division 25. Dieser Großverband soll für die NATO schnell einsatzbereit sein, wenn es die Lage verlangt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Ausbildung und Einsatzbereitschaft.

Das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) gilt als modernste Ausbildungseinrichtung seiner Art in Europa. Mithilfe moderner Simulationstechnik kann nahezu jede Bewegung im Gelände verfolgt und später ausgewertet werden. Treffer, Fahrzeugausfälle oder Entscheidungen des Führungspersonals werden aufgezeichnet und gemeinsam analysiert.

Mit dem Panzer oder zu Fuß

Ein Soldat bewaffnet mit Gewehr und Panzerfaust springt aus dem geöffneten Heck eines Panzers.

Gemäß dem Schlachtruf der Panzergrenadiere „Dran! Drauf! Drüber!“ geht es für die Grenadiere die letzten Meter durch den Wald

Bundeswehr/Carl Schulze

Am Waldrand bereiten sich die Panzergrenadiere auf ihren nächsten Auftrag vor. Kurz darauf setzt sich der gesamte Verband in Bewegung. Kampfpanzer Leopard 2 sichern die offenen Flächen, während die Schützenpanzer Puma die Grenadiere näher an ihr Ziel bringen. Dann geht es zu Fuß weiter. Zwischen dichtem Unterholz und schlammigen Wegen arbeiten sich die Soldatinnen und Soldaten Schritt für Schritt vor.

Oberstleutnant Sean Kevin Papendorf, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 112 aus Regen, erklärt das Ziel der Ausbildung: „Wir trainieren das intensive Gefecht und das Gefecht der verbundenen Waffen – sowohl in der Operationsart Angriff als auch in der Verteidigung, um Kriegstüchtigkeit herzustellen und wichtige Erkenntnisse für die weitere Ausbildung zu gewinnen.“

Begleitet wird die Übung von erfahrenen Ausbildern und Schiedsrichtern des GÜZ. Sie beobachten das Geschehen im Gelände, sprechen mit den Kommandeuren und werten die einzelnen Gefechtsabschnitte gemeinsam mit der Truppe aus. Fehler sollen erkannt werden, bevor sie im Ernstfall passieren.

Besonders fordernd: Die übende Truppe kämpft nicht gegen einen „statischen Gegner“. Soldatinnen und Soldaten des Ausbildungsverbands übernehmen die Rolle gegnerischer Kräfte und reagieren aktiv auf das Geschehen. Dadurch entstehen immer wieder neue Lagen, auf die schnell reagiert werden muss.

„Wir sind das Rückgrat der Einsatzbereitschaft“

Ein Kran zieht einen großen Motor aus einem Schützenpanzer.

Mithilfe eines Bergepanzers Büffel wird das Triebwerk eines Schützenpanzers Puma herausgehoben. Der Motor wird durch einen neuen ersetzt.

Bundeswehr/Carl Schulze

Doch nicht nur vorn im Gefecht läuft die Arbeit rund um die Uhr. Damit beschädigte Fahrzeuge wieder fahren können, arbeiten die Soldatinnen und Soldaten des Versorgungsbataillons 4 oft bis tief in die Nacht. Sie reparieren Schäden, wechseln Ketten, setzen Fahrzeuge instand oder tauschen ganze Triebwerke aus. „Wir sind das Rückgrat der Einsatzbereitschaft – ohne uns fährt und schießt nichts“, sagt der verantwortliche Offizier des Bataillons.

Wie wichtig diese Arbeit ist, zeigt sich jeden Tag auf dem Übungsplatz. Fällt ein Fahrzeug aus, muss es schnell wieder einsatzbereit sein. Selbst das Triebwerk eines Schützenpanzers Puma tauschen die Instandsetzungskräfte innerhalb weniger Stunden – danach geht es für das Fahrzeug direkt zurück in die Übung.

Für die Panzerbrigade 12 sind die Wochen im Gefechtsübungszentrum mehr als nur ein weiterer Ausbildungsabschnitt. Hier zeigt sich, wie gut Menschen, Material und Führung im Gefecht zusammenarbeiten. Genau das soll im Ernstfall funktionieren.

Immer einsatzbereit

von PIZ Heer

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