Heer
1.900 Kilometer ins Baltikum

Saber Strike: Jäger marschieren nach Litauen

Saber Strike: Jäger marschieren nach Litauen

Datum:
Ort:
Schwarzenborn
Lesedauer:
2 MIN

Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 1 aus Schwarzenborn waren vom 14. Februar bis 4. März an der Übung Saber Strike beteiligt. Ein Jägerzug des in Nordhessen beheimateten Verbandes war Teil dieser multinationalen Übungstruppe. Insgesamt trainierten rund 700 Soldatinnen und Soldaten mit mehr als 160 Fahrzeugen die militärische Verlegung von Deutschland über Polen nach Litauen.

Soldaten vieler Nationen sind mit ihren Fahnen angetreten.

Die Ereignisse in der Ukraine machen deutlich, dass starke Bündnispartner wichtiger sind denn je. Die Übung Saber Strike verdeutlicht die Geschlossenheit der NATO.

Bundeswehr/Jägerbataillon1/2nd Cavalry Regiment

Saber Strike ist eine seit 2011 bestehende Übungsreihe. Ziel ist die regionale Kooperation der NATO-Verbündeten über Polen bis ins Baltikum. Zusätzlich wird der Schulterschluss mit den Gefechtsverbänden, der seit fünf Jahren laufenden anerkannten NATO-Mission enhanced Forward Presence zur Sicherung der Ostflanke gesucht und verstärkt. Die Verbände wurden in Folge der Annexion der Krim 2014 durch Russland aufgestellt.

Über Grenzen hinweg

Bei Dunkelheit fahren Militärfahrzeuge auf einer Straße.

Besondere Bedingungen: Die Marschkolonne absolviert die 1.900 Kilometer lange Strecke von Deutschland bis nach Litauen ausschließlich in der Nacht

Bundeswehr/Jägerbataillon1/2nd Cavalry Regiment

Die Soldaten des Jägerbataillons 1 beteiligten sich an der Übung mit ihren Gepanzerten Transportkraftfahrzeugen Boxer – es ist das „Mutterschiff“ der Infanterie. Die Jäger setzen auf den hervorragenden Schutz und Geländegängigkeit sowie die präzise Bewaffnung des Fahrzeugs. Eine ganze Jägergruppe, also bis zu zehn Soldaten, finden in ihm Platz.

Bataillonskommandeur Oberstleutnant Sven Kästner beschreibt: „Die Übungsteilnahme hat uns, der Führung des Bataillons, wertvolle Erkenntnisse für künftige Marschbewegungen mit multinationalen Partnern gebracht. Diese Verlegung über Grenzen hinweg war auch für einen einsatzerfahrenen Verband wie das Jägerbataillon 1 nicht alltäglich.“

Sichere logistische Versorgung

Zahlreiche Militärfahrzeuge stehen auf einer freien Fläche neben großen Zelten in Reihen hinter- und nebeneinander.

Zwischenstopp in Trzebień Mały in Polen: Nach einem technischen Halt geht es weiter Richtung Litauen

Bundeswehr/Jägerbataillon1/2nd Cavalry Regiment

Die praktische Zusammenarbeit mit den NATO-Partnern und die Zuverlässigkeit von Technik und Material auf solchen Übungen zu erleben, erachtet Oberleutnant Lars Bergfeldt als „überaus positiv“. Dies habe einen „enormen Mehrwert“ für die Truppe. Weiter erklärt der Zugführer, ein besonderer Stellenwert komme angesichts der weiten Entfernung zum Heimatstandort Schwarzenborn auch der logistischen Versorgung zu. Diese habe sich als zuverlässig innerhalb des Bündnisses durch eigene eingebundene logistische Kräfte im Marschverband als auch durch die Unterstützung in den jeweiligen Ländern, also durch den sehr guten Host Nation Support, erwiesen.

Handlungssicher in der Zukunft

Gruppenfoto: Soldaten aus mehreren Nationen stehen und hocken in Reihen vor ihren Fahrzeugen, in der Mitte zwei Zivilsten.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau (1.R.M.) besucht die Soldaten des Jägerbataillons 1 und ihre multinationalen Partner

Bundeswehr/Jägerbataillon1/2nd Cavalry Regiment

Mit den gesammelten Erfahrungen aus der Übung Saber Strike schauen die Jäger aus der nordhessischen Knüll-Kaserne zuversichtlich in die Zukunft. Besonders multinationale Übungen wie diese vermitteln den Soldaten Handlungssicherheit für kommende Herausforderungen mit Partnernationen.

von PIZ Heer

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