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Tadelloser Flugbetrieb: Lüneburger Aufklärer ausgezeichnet

Tadelloser Flugbetrieb: Lüneburger Aufklärer ausgezeichnet

  • Aufklärung
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Datum:
Ort:
Lüneburg
Lesedauer:
2 MIN

Bei strömendem Regen waren die Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungslehrbataillons 3 „Lüneburg“ in der Theodor-Körner-Kaserne angetreten. Der Anlass war besser als das Wetter: Sie wurden ausgezeichnet.

Vier Soldaten stehen nebeneinander. Ein Soldat hält einen Pokal in der Hand.

Freuen sich über die Auszeichnung: Oberstleutnant Hendrik Staigis (v.l.n.r.)(Bataillonskommandeur), Major Michael Schulz (Chef 4. Kompanie), Oberleutnant Marius Lauterberg (Verantwortlicher Bereich Drohnenaufklärung) und Oberstleutnant Jörg…

Bundeswehr/Andy Meier

„Heute ist ein besonderer Tag für alle, die sich um den Flugbetrieb in unserem Verband verdient gemacht haben“, leitete der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Hendrik Staigis, das Antreten ein. Im Anschluss nahm er stellvertretend für den Lüneburger Verband den Flugsicherheitspokal aus den Händen des Referatsleiters für Unfall- und Zwischenfalluntersuchung im Flugbetrieb des Heeres, Oberstleutnant Jörg Meyer-Ricks, entgegen: „Sie haben in den letzten fünf Jahren den Flugbetrieb tadellos durchgeführt und die Sicherheit für Mensch und Material jederzeit gewährleistet“, erklärt Meyer-Ricks die Gründe für die Auszeichnung.

Wichtiger Auftrag

Eine Drohne steht auf ihrem Startkatapult. Im Hintergrund befinden sich die Schranken der Hauptwache.

Statische Waffenschau: die Drohne LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung auf ihrem Startkatapult auf dem Gelände der Theodor-Körner-Kaserne.

Bundeswehr/Andy Meier

Die Lüneburger Aufklärer verfügen in ihrem Verband über die Drohnen-Aufklärungsmittel LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung, ALADIN und MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich. Die Drohne LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung übermittelt bei einer maximalen Flughöhe von 5.000 Metern in einem Umkreis von 100 Kilometern Echtzeitbilder an eine Bodenkontrollstation. Das Fluggerät startet mit Hilfe eines Katapultes und die Landung erfolgt an einem Fallschirm oder mittels Netzlandung mit autonomem Landeanflug. Die Drohnen ALADIN und MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich werden im Nahbereich eingesetzt und haben eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern: „Einer der wichtigsten Aufträge in der Bundeswehr ist die Aufklärung aus der Luft. Denn nur wenn der militärische Führer am Boden ein genaues Lagebild hat, kann er die richtigen Entscheidungen in einer Gefechtssituation treffen“, beschreibt Meyer-Ricks die Signifikanz der Luftaufklärung.

Ehre und Verpflichtung zugleich

Drei Soldaten unterhalten sich. Im Hintergrund befindet sich die Kabine eines Militärfahrzeugs.

Oberstleutnant Meyer-Ricks (r.) inspiziert eine Bodenkontrollstation der Lüneburger Aufklärer und spricht mit Soldaten, die im Bereich der Drohnenaufklärung eingesetzt sind.

Bundeswehr/Andy Meier

Der erfolgreiche Einsatz der Fluggeräte ist nur durch eine zuverlässige Vor- als auch Nachbereitung sowie Planung möglich. Kleinste Fehler können schnell eine Gefährdung für die Drohne undfür andere Teilnehmer im Luftraum darstellen. Die Lüneburger Aufklärer verstehen die Auszeichnung als Ehre, aber zugleich auch als Verpflichtung für die Zukunft: „Wir sehen diesen Preis als Ansporn, unsere Leistungen nicht nur auf demselben Niveau zu halten, sondern uns noch weiter zu verbessern“, gibt Staigis die Marschroute für die künftigen Flugvorhaben vor.

von Timo Radke

Die Drohnen-Aufklärungsmittel