Glossar militärischer Begriffe
Bundeswehr erklärt von A-Z
Sie warten auf Ihren Dienstantritt beim Panzergrenadierbataillon 401? Hier finden Sie erste Informationen, mit denen Sie sich persönlich vorbereiten können.
Sehr geehrte Rekrutinnen und Rekruten,
bald beginnt Ihr freiwilliger Dienst bei der Bundeswehr am Standort Ostenholz. Als Kompaniechef der 2. Kompanie heiße ich Sie dazu herzlich willkommen!
Kompaniechef i.V. Hauptmann Fritz-Johann Meyer-Loos
Bundeswehr/Panzergrenadierbataillon 401Mit Ihrer Entscheidung beginnt eine fordernde und spannende Zeit, bei der wir Ihren Einstieg in die militärische Ausbildung begleiten.
Im Rahmen dieser Ausbildung werden Ihnen die soldatischen Grundfertigkeiten vermittelt. Dazu zählt die Waffenbedienung, inklusive Schießen, die Erhöhung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Robustheit, die Ausbildung im sogenannten Gefechtsdienst und die Gewöhnung an das Tragen einer Uniform samt Formaldienstausbildung.
Die Dienst am Standort Ostenholzer Moor ist einzigartig. Die ursprünglich als Lager für die übende Truppe erbaute Liegenschaft des NATO-Übungsplatzes Bergen wurde ausschließlich für Sie umgerüstet und infrastrukturell angepasst, um Ihnen die bestmögliche Qualität an Ausbildung anbieten zu können.
Für einige von Ihnen werden Phasen der Belastung kommen. Ich fordere Sie auf: Nehmen Sie dieses Angebot wahr. Trotzen Sie der Komfortzone und seien Sie zäh!
Sie stehen Belastungen und Herausforderungen nicht allein durch. Neben mehr als 100 weiteren Rekrutinnen und Rekruten stehen Ihnen motivierte und professionelle Ausbilder und erfahrene Kameraden zu Seite. Sie werden Ihren Weg begleiten und Ihnen dabei helfen, Erfahrungen zu sammeln, Kameradschaft zu erfahren, dieses besondere Berufsbild besser kennenzulernen und Erinnerungen fürs Leben zu schaffen.
Wir freuen uns auf Sie!
Hauptmann Fritz-Johann Meyer-Loos
Hier erhalten Sie einen Einblick, welche Ausbildungsinhalte Ihnen in der Basisausbildung vermittelt werden. Der zeitliche Ablauf und die Reihenfolge der Themen können variieren.
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Sport ohne Geräte: Gemeinsame Dehn- und Aufwärmübungen mit einem Trainer
Bundeswehr/Désirée-Sophia Brown
Der Fitnesscontainer bietet vielseitige Möglichkeiten für Rekruten und Ausbilder. An unterschiedlichen Trainingsgeräten können innen und außen bis zu 100 Personen gleichzeitig trainieren.
Bundeswehr/Panzergrenadierbataillon 401
Beim Ausbildungsabschnitt „Orientierung im Gelände" lernen die Rekrutinnen und Rekruten den Umgang mit Karte und Kompass – ganz analog
Bundeswehr/Panzergrenadierbataillon 401
Nach dem Schießsimulator kommt der Einsatz des Maschinengewehrs MG5 im Gelände bei verschiedenen Gefechtsdienstübungen
Bundeswehr/Christoph Kühnel
Auf der Schießbahn im freien Gelände mit verschiedenen Zieldarstellungen verbessern Soldatinnen und Soldaten ihre Schießfertigkeiten. An Deckungselementen können verschiedene Positionen – liegend, stehend, knieend – mit der Waffe eingenommen werden.
Bundeswehr/Panzergrenadierbataillon 401
Für die Gefechtsdienstausbildung im Freien bauen die Rekrutinnen und Rekruten ein Biwak (ein Feldlager) auf. Nachdem der Platz der Gruppe erkundet worden ist, werden Zwei-Mann-Zelte aus Planen aufgeschlagen.
Bundeswehr/Panzergrenadierbataillon 411
Während des Gefechtsdienstes, der zur Basisausbildung gehört, haben sich Soldaten hinter einem Wall verschanzt und verteidigen sich
Bundeswehr/Christoph Kühnel
Die jungen Rekrutinnen und Rekruten, die gleich vereidigt werden, tragen alle ein grünes Barett. Es steht für die Truppengattung der Panzergrenadiertruppe.
Bundeswehr/Désirée-Sophia Brown
Auch dem Umgang mit verwundeten Soldatinnen und Soldaten ist ein Prüfungsthema in der Sanitätsausbildung
Bundeswehr/Sven Fischer
Ein wichtiger Bestandteil der Sanitätsausbildung ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die Reanimation eines Bewusstlosen wird an einer lebensechten Trainingspuppe geübt.
Bundeswehr/Sven FischerHier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Nach Ihrer Ankunft in der Kaserne durchlaufen Sie an unserem Meldekopf mehrere Stationen, an denen Ihre persönlichen Daten erfasst und in unser System eingegeben werden. Halten Sie Ihren Lebenslauf und Ihre Unterlagen griffbereit, Sie werden diese bei der Einschleusung brauchen.
Nachdem wir Ihre Daten aufgenommen haben, werden Sie in Ihren jeweiligen Zugbereich geführt, wo Sie erste Materialien erhalten und Ihre Stube beziehen. Sind alle Rekrutinnen und Rekruten eingetroffen, werden Sie durch Ihren Zugführer und sein Ausbildungspersonal in die generellen Abläufe und die nächsten Tage eingewiesen. Als letzter Punkt am Anreisetag werden Sie voraussichtlich Ihr erstes Kompanieantreten erleben. Dabei werden Sie durch Ihren Kompaniechef begrüßt. Danach ist Dienstschluss und Sie haben Zeit, die Liegenschaft und die Umgebung zu erkunden.
Eheurkunden/Scheidungsurkunden
Soldatinnen und Soldaten auf Zeit:
Wir erwarten mehr als 130 neue Rekrutinnen und Rekruten. Die Einschleusung aller wird dabei erfahrungsgemäß einige Stunden in Anspruch nehmen. Der Meldekopf für die Einschleusung ist ab 08:30 Uhr besetzt. Je früher alle Rekruten eintreffen, desto früher werden wir am Anreisetag fertig sein können. Erst wenn alle Rekrutinnen und Rekruten eingetroffen und alle oben beschriebenen Maßnahmen abgeschlossen sind, können wir Sie in den Dienstschluss schicken.
Sollte sich Ihre Anreise (z. B. wegen weiter Anreise, mangelnder Bahnverbindungen, Fahrzeugdefekt etc.) über den Ihnen vom Karrierecenter genannten Anreisetermin hinaus verzögern, nehmen Sie bitte Verbindung mit uns auf, um uns darüber zu informieren.
Sie werden schnell bemerken, dass jeder Tag vielfältig und unterschiedlich sein wird. Viele Faktoren bestimmen die tatsächliche Zeit für den Dienstschluss. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass es gerade in den ersten Wochen vorkommen kann, dass der Dienst auch mal länger dauert.
Im Regelfall ist die aktive Dienstzeit aber innerhalb der Woche von 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr und freitags 07:00 Uhr bis 12:00 Uhr angesetzt. Ausnahmen werden vor allem bei solchen Ausbildungsvorhaben auftreten, wo es inhaltlich geboten ist, wie zum Beispiel an Gefechtsdiensttagen, beim Biwak oder Nachtschießen etc.
Natürlich ist körperliche Leistungsfähigkeit für alle Soldatinnen und Soldaten sehr wichtig. Sie sollten schon mit einer gewissen Grundfitness anreisen, also ist ein eigenständiges Training vor dem Dienstantritt durchaus sinnvoll. Es wird Tests zur Leistungsfeststellung geben.
Sie sollten eine gewisse körperliche Robustheit aufweisen, sodass Sie auch mit Gepäck weite Strecken marschieren können. Durch die regelmäßige Sportausbildung wird sich Ihre Fitness kontinuierlich verbessern.
Erholungsurlaub ist während der Ausbildung nicht vorgesehen. Hintergrund ist, dass die Basisausbildung ein Lehrgang ist, der sich über sechs Monate erstreckt und an jedem Tag Ausbildungsinhalte vermittelt werden, die entweder wichtig zum Bestehen der Basisausbildung oder Voraussetzung für die Teilnahme an wichtigen Ausbildungsabschnitten sind.
Ausnahmen werden nur bei bestimmten unabwendbaren Ereignissen gemacht, zum Beispiel Vorladung vor Gericht, Geburt eines Kindes, Todesfall in der Familie etc.
Sie werden medizinisch versorgt und vom Truppenarzt beziehungsweise der Truppenärztin behandelt. Verletzungen vermeiden Sie am besten durch eine solide Grundfitness und Kräftigung der Muskulatur.
Ja, in den ersten sechs Monaten können sowohl Sie als auch die Bundeswehr das Dienstverhältnis beenden.
Sie erhalten den Großteil Ihrer Ausrüstung innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Dienstantritt.
Lesen und verstehen Sie Ihr Willkommensschreiben und nutzen Sie die Zeit bis zu Ihrem Dienstantritt, um eventuelle Lücken zu schließen.
Da kein Urlaub während der Basisausbildung vorgesehen ist, verlegen und vereinbaren Sie Termine so, dass Sie ohne Urlaubstage auskommen und Ihre Termine nicht in Friktion zu Ihrem Bestehen der Ausbildung stehen.
Jede Sporteinheit, die Sie schon vor Dienstantritt absolvieren, macht Sie fitter, gesünder und bereitet Sie auf die körperlichen Herausforderungen der Basisausbildung vor. Körperliche Leistungsfähigkeit nimmt einen großen Teil Ihrer Ausbildung ein und wird nahezu jeden Tag gefordert.
Informieren Sie sich über das Heer allgemein und die Basisausbildung. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen das Internet bietet. Was kommt auf mich zu? Was wird von mir als Soldatin oder Soldat erwartet? Wie gestaltet sich die Basisausbildung?
Unsere Empfehlung: Schauen Sie in den YouTube-Channel der Bundeswehr. Hier finden Sie zahlreiche Beiträge zur Basisausbildung und zu den einzelnen Truppengattungen.
Lernen Sie die Dienstgrade der Bundeswehr, dies erleichtert Ihnen die ersten Tage.
Einen weiteren Vorteil haben Sie, wenn sie bereits das NATO-Alphabet können. Sie finden es zum Downloaden auf bundeswehr.de.
Je umfangreicher Sie sich vorab informieren, desto genauer sind Ihre Vorstellungen, was Sie in der Bundeswehr erwartet und umso weniger befremdlich wird die Bundeswehr gerade in den ersten Tagen auf Sie wirken.
Die absolut grundlegendste Erwartung an Sie ist Ihre Verfassungstreue. Darüber hinaus erwarten wir von Ihnen Motivation, eine hohe Lernbereitschaft und ein Grundmaß an Disziplin und Fitness.
An den meisten Tagen dürfen Sie nach Dienstschluss die Kaserne verlassen. Es wird allerdings Ausbildungsabschnitte geben, während denen das nicht möglich ist. Außerdem sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass Sie während der Basisausbildung in der Gemeinschaftsunterkunft leben. Das bedeutet, dass Sie nicht täglich an Ihren Wohnort pendeln können. Da sich die Liegenschaft an der Grenze des NATO-Übungsplatzes Bergen befindet, kann es temporäre Einschränkungen zum Zu- und Abfahrtsverkehr der Kaserne geben. Ein selbstständiges Betreten des Übungsplatzes im und nach dem Dienst ist ausdrücklich untersagt.
Regulär werden Sie täglich an der Frühstücks-, der Mittags- und Abendverpflegung teilnehmen. Diese wird in der Regel in der Truppenküche eingenommen. Sie erhalten dabei täglich drei Mahlzeiten in der Truppenküche, auch vegetarische Optionen sind möglich. Sie erhalten eine Verpflegungskarte, die mit 5-, 10-, 20- oder 50-Euro-Scheinen aufgeladen wird. Für Dienste auf der Schießbahn oder auf einem Übungsplatz wird ebenfalls die Verpflegung dreimal täglich für Sie sichergestellt. Am Anreisetag können Sie mittags in der Truppenküche essen. Sollten Sie nach der Mittagszeit 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr ankommen, müssen Sie sich selbst um eine Mittagsverpflegung kümmern. Die Abendverpflegung wird für alle Rekruten und Rekrutinnen durch die Kompanie sichergestellt.
Die regulären Dienstzeiten sind von Montag bis Freitag. Es kann jedoch mal vorkommen, dass Sie Ihren Dienst auch über das Wochenende hinaus verrichten müssen. Hierfür kann es unterschiedliche Ursachen geben, wie beispielsweise krankheitsbedingte Abwesenheiten oder Ausbildungsabschnitte, die mehr Zeit benötigen. Sollte an einem Wochenende Dienst angesetzt sein, wird das Ausbildungspersonal Sie rechtzeitig darüber in Kenntnis setzen. Darüber hinaus wird Mehrarbeit, sowie Dienst am Wochenende zusätzlich vergütet oder zu einem anderen Zeitpunkt in der Form von Freizeit abgebaut.
Wir stellen Ihnen einen Fitnessbereich zur Verfügung, in dem Sie sowohl Ihre Kraft als auch Ausdauer steigern können.
Wenn der Tag bereits körperlich sehr fordernd war, können Sie in umliegenden Ortschaften Gaststätten und Sehenswürdigkeiten besuchen.
Auch bietet Ihnen das Umfeld um den Standort viel Natur und Wanderwege, die zum Entspannen, für Trainingsmärsche oder Läufe genutzt werden können.
Sie werden im Truppenlager Ostenholzer Moor untergebracht. Die Stuben werden Vier- oder Sechs-Personen-Stuben sein, sodass Sie mit weiteren Rekruten und Rekrutinnen Ihres Geschlechts sich die Stube teilen müssen.
Sie werden schnell feststellen, dass sich gerade durch diese Unterbringung mit mehreren Rekruten oder Rekrutinnen auf einer Stube sehr schnell eine Kameradschaft und Freundschaft entwickelt, die eine ganz eigene, lohnenswerte Erfahrung innerhalb der Basisausbildung ist. Durch das enge Zusammenleben und Teilen von Erlebnissen können aus guter Kameradschaft oftmals auch Freundschaften entstehen, die weit über die Ausbildungszeit hinausgehen.
Sie dürfen die Uniform außerhalb der Kaserne erst tragen, nachdem die ersten grundsätzlichen Unterrichtseinheiten abgehalten, Formaldienst ausgebildet und die Grußabnahme durch den Zugführer durchgeführt worden sind. So soll gewährleistet werden, dass Sie sich auch außerhalb der Kaserne soldatisch korrekt verhalten. Danach dürfen Sie in Ihrer Uniform die Kaserne verlassen und die Streitkräfte repräsentieren.
Private Ausrüstung, zum Beispiel eine Schutzweste oder Handschuhe, ist in der Basisausbildung nicht gestattet. Sie erhalten von der Bundeswehr die gesamte Ausrüstung gestellt.
Sie lernen die dienstlich gelieferte Ausstattung und deren Handhabung kennen. Das ist wichtig, damit alle Angehörigen der Bundeswehr sich im Ernstfall mit der Ausrüstung eines anderen auskennen, um zum Beispiel bestimmte Gegenstände finden zu können.
Kindergeldbezug während der Basisausbildung ist selbstverständlich möglich. Sie befinden sich in einer Ausbildung und somit steht Ihnen das Kindergeld zu. Sie müssen allerdings darauf achten, dass Sie Ihrer Familienkasse diese Information zukommen lassen, beispielsweise telefonisch oder per E-Mail.
Wurden Sie eingeplant, erhalten Sie von uns einen „Willkommensbrief“. Darin befindet sich Ihr Einberufungsbescheid, den Sie Ihrer Familienkasse als Bestätigung des Dienstantritts übermitteln können. Bei Problemen können Sie sich im Geschäftszimmer der Personalabteilung (S1) im Stabsgebäude an uns wenden.
Soldaten und Soldatinnen erhalten ihr Geld am Monatsende für den Folgemonat. Am Anreisetag werden wir Ihre persönlichen Daten erfassen. Es ist für den reibungslosen Ablauf der Einschleusung und das Auszahlen Ihres Lohns essenziell, dass Sie alle geforderten Unterlagen mitführen und das entsprechende Bankkonto nicht gesperrt ist.
Im Normalfall sollten Sie Ihre erste Zahlung nach zwei bis drei Wochen erhalten. Danach beziehen Sie Lohn wie beschrieben am Monatsende für den Folgemonat.
Bundeswehr erklärt von A-Z
Hier können Formulare und Unterlagen vor Beginn der Grundausbildung heruntergeladen werden.
Personalfeldwebel
Geschäftszimmer