Glossar militärischer Begriffe
Bundeswehr erklärt von A-Z
Sie warten auf Ihren Dienstantritt bei der 1. Kompanie des Aufklärungsbataillons 10? Hier finden Sie erste Informationen, mit denen Sie sich persönlich vorbereiten können.
Sehr geehrte zukünftige Kameradinnen und Kameraden,
mein Name ist Major Armin Burghardt. Als ihr baldiger Kompaniechef heiße ich Sie bereits vorab in der 1. Kompanie des Aufklärungsbataillons 10 herzlich willkommen und freue mich, Sie im Allgäu begrüßen zu dürfen.
Major Armin Burghardt, Kompaniechef der 1. Kompanie des Aufklärungsbataillons 10
Bundeswehr/Aufklärungsbataillon 10Mit Ihrer Entscheidung Soldat zu werden, haben Sie sich für einen physisch und psychisch sehr herausfordernden Beruf entschieden. Die vor Ihnen liegende Basisausbildung ist der erste Baustein Ihrer militärischen Karriere auf dem Weg als Soldatin oder Soldat. Neben theoretischen Grundlagen stehen in den kommenden sechs Monaten der Sport sowie die praktische Ausbildung im Fokus. In der Basisausbildung werden Sie Erfahrungen sammeln, an die Sie sich Ihre gesamte militärische Zeit und darüber hinaus erinnern werden.
Die bevorstehenden Aufgaben erfordern von Ihnen ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Willen, in gewissen Bereichen aber auch die Bereitschaft, an die eigenen Grenzen zu gehen. Meine Ausbilder und ich werden Sie dabei gewissenhaft, motiviert und professionell unterstützen.
Freuen Sie sich auf eine Zeit mit fordernder Ausbildung und gelebter Kameradschaft, die einen prägenden Eindruck in Ihrem Leben hinterlassen wird und in der Sie die einmalige Gelegenheit haben, etwas Neues kennenzulernen.
Mit Ihrem Dienstantritt beginnt für Sie ein neuer Lebensabschnitt. Seien Sie stolz auf sich und Ihre Entscheidung, unserem Land dienen zu wollen.
Wir freuen uns auf Sie!
Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden,
Sie werden demnächst Ihren Dienst in der 1. Kompanie des Aufklärungsbataillons 10 in Füssen antreten. Ich bin Oberstabsfeldwebel Frank Rüppel und heiße Sie als Ihr zukünftiger Kompaniefeldwebel bereits jetzt herzlich willkommen.
Oberstabsfeldwebel Frank Rüppel, Kompaniefeldwebel im Aufklärungsbataillon 10
Bundeswehr/Aufklärungsbataillon 10Als Kompaniefeldwebel leite ich für alle Soldatinnen und Soldaten der Kompanie den Innendienst und bin als Berater des Kompaniechefs der Mittler zwischen den Unteroffizieren und Mannschaften der Einheit.
Mit der Entscheidung, Soldatin oder Soldat zu werden, haben Sie sich einer besonderen Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft gestellt. Harte, fordernde und interessante Ausbildungen werden Ihnen helfen, den Weg zur Soldatin oder zum Soldaten erfolgreich zu meistern. Bringen Sie Interesse, Leistungsbereitschaft, Durchhaltevermögen und vor allem viel Freude am Beruf zu Ihrem Dienst mit.
Vertrauen Sie Ihren Ausbildern und Vorgesetzten, wir werden Sie auf Ihrem Weg begleiten und Ihnen alles Notwendige an die Hand geben. Bei Problemen, Sorgen, Ängsten und Nöten werden wir Ihnen kameradschaftlich zur Seite stehen und Lösungen finden.
Wir freuen uns auf Sie!
Das wird Ihnen während der Basisausbildung vermittelt. Es kann auch kleine Veränderungen beim zeitlichen Ablauf und der Reihenfolge der Themen geben.
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Während der Gefechtsausbildung: Als Alarmposten muss man den Blick stets ins Gelände richten. So bleibt nichts unbemerkt.
Bundeswehr
Auf dem Übungsgelände wird eine warme Mahlzeit ausgegeben
Bundeswehr
Um möglichst unbemerkt an ein Ufer zu gelangen, müssen Aufklärer dort in die tiefste Gangart, das Gleiten. Hier wurde extra eine Drahtgasse, ähnlich der auf der Hindernisbahn, mit nassem Untergrund aufgebaut.
Bundeswehr
Aufklärer lernen auf verschiedene Weise, hier mit einem Schlauchboot, an ihren Einsatzort zu gelangen
Bundeswehr/Aufklärungsbataillon 10
Auf der Hindernisbahn, hier eine Palisadenreihe, lernen die Rekrutinnen und Rekruten, unterschiedlich schwere Hindernisse allein oder in der Gruppe zu überwinden
Bundeswehr/Fallschirmjägerregiment 31
Die Sportausbildung der Rekrutinnen und Rekruten beginnt mit dem Basis-Fitness-Test zur Feststellung der individuellen Leistungsfähigkeit
Bundeswehr/Fallschirmjägerregiment 26
In der Sporthalle: Jeder Soldat/jede Soldatin muss kontinuierlich seine/ihre Beweglichkeit, Ausdauer und Kondition verbessern oder, wenn bereits vorhanden, auf einem hohen Niveau erhalten
Bundeswehr/Panzergrenadierbataillon 33
Am Ende der Sanitätsausbildung findet eine Prüfung statt, bei der alle Ausbildungsthemen abgefragt werden. Hier geht es um das „Auffinden von Verletzten" und die „Lagefeststellung".
Bundeswehr/Sven Fischer
Ein Bodycheck wird gemacht, um sicherzustellen, dass keine weiteren Verletzungen vorliegen
Bundeswehr/Sven Fischer
Die Fahnenabordnung legt während des Feierlichen Gelöbnisses stellvertretend für alle Rekrutinnen und Rekruten an der gesenkten Truppenfahne den Diensteid ab
Bundeswehr/Aufklärungsbataillon 10Hier finden Sie Antworten auf Fragen rund um Ihre Basisausbildung.
Grundsätzlich gibt es keinen Urlaub während der Zeit der Basisausbildung. In besonderen Fällen kann Urlaub genehmigt werden, zum Beispiel für ein Bewerbungsgespräch oder in einem familiären Notfall.
Sie benötigen für die erste Woche ausreichend zivile, der Witterung angepasste Bekleidung. In den Wintermonaten benötigen Sie auch eine warme Jacke. Nehmen Sie ausreichend Unterbekleidung mit, sodass Sie für zwei Wochen versorgt sind.
Um die administrative Aufnahme am ersten Tag so kurz wie möglich zu halten, bringen Sie alle Formulare, die wir Ihnen zugesandt haben, bereits bitte ausgefüllt mit.
Es ist durchaus möglich, die Basisausbildung nicht zu bestehen. Sie müssen an verschiedenen Ausbildungen teilgenommen haben, um die Basisausbildung erfolgreich abschließen zu können. Sind Sie zum Beispiel an einem wichtigen Ausbildungsabschnitt „krank zu Hause“ (KZH), kann dieser Ihnen nicht angerechnet werden. Sie haben die Möglichkeit, einige Ausbildungen in Ihrer Stammeinheit nachzuholen. Jedoch sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie eventuell ohne bestandene Basisausbildung in Ihre Einheit geschickt werden können beziehungsweise möglicherweise die Basisausbildung wiederholen müssen.
Kindergeldbezug während der Basisausbildung ist selbstverständlich möglich. Sie befinden sich in einer Ausbildung und somit steht Ihnen das Kindergeld zu. Sie müssen allerdings darauf achten, dass Sie Ihrer Familienkasse diese Information zukommen lassen, beispielsweise telefonisch oder per E-Mail.
Wurden Sie eingeplant, erhalten Sie von uns einen „Willkommensbrief“. Darin befindet sich Ihr Einberufungsbescheid, den Sie Ihrer Familienkasse als Bestätigung des Dienstantritts übermitteln können. Gibt es irgendwelche Probleme, so können Sie sich an den Personalfeldwebel der 1. Kompanie des Aufklärungsbataillons 10 wenden.
Hier müssen Sie ganz besonders aufpassen. Im ersten Monat wird Ihnen nur ein Abschlag gezahlt. Erst im Monat darauf erhalten Sie den Rest, sodass Sie auf Ihr eigentliches Nettogehalt kommen. Rekrutinnen und Rekruten, die eine Wohnung bezahlen müssen beziehungsweise laufende Kosten zu decken haben, sollten sich somit etwas beiseitelegen, um nicht mit der Zahlung in Verzug zu kommen.
Natürlich sind Sie stolz auf Ihre Ausbildung und auf Ihre Uniform, die Sie tagtäglich tragen. Zudem hat man verständlicherweise nach einem ausbildungsreichen Tag manchmal keine Lust mehr, sich umzuziehen, um kurz einkaufen zu gehen, oder man möchte seiner Familie, seinem Partner/seiner Partnerin zeigen, wie gut die Uniform an einem selbst aussieht.
Sie dürfen jedoch die Uniform außerhalb der Kaserne erst dann das erste Mal tragen, nachdem die ersten grundsätzlichen Unterrichtseinheiten abgehalten, Formaldienst ausgebildet und die Grußabnahme durch den Zugführer durchgeführt worden sind. So soll gewährleistet sein, dass Sie sich auch außerhalb der Kaserne soldatisch korrekt verhalten. Ab dann dürfen Sie, so oft Sie möchten, in Ihrer Uniform die Kaserne verlassen und außerhalb der Kaserne (legale und vorbildliche) Dinge tun.
Private Ausrüstung, wie zum Beispiel eine selbstbeschaffte Weste oder Handschuhe, ist in der Basisausbildung nicht gestattet. Sie erhalten von der Bundeswehr alles an Ausrüstung gestellt. Sie lernen die dienstlich gelieferte Ausstattung kennen wie auch deren Handhabung. Das ist wichtig, damit alle Angehörigen der Bundeswehr sich im Ernstfall bei der Ausrüstung des anderen auskennen, um zum Beispiel bestimmte Gegenstände finden zu können.
Später in Ihrer Stammeinheit beziehungsweise in Ihrer Stammkompanie können Sie gern Ihren Zugführer fragen, ob es in Ordnung wäre, mit privater Ausrüstung zu arbeiten, aber während der Basisausbildung ist dies nicht möglich.
Ihnen ist es freigestellt, am Wochenende nach Hause zu fahren. Wohnen Sie zu weit von unserem Standort entfernt oder möchten Sie das Wochenende mit den Kameradinnen und Kameraden verbringen, so können Sie das in der wöchentlichen Abfrage angeben und werden dann von uns für die Verpflegung gemeldet.
Wir setzen uns circa zwei Monate vor Beginn Ihrer Basisausbildung mit Ihnen in Verbindung und übersenden Ihnen postalisch alles, was Sie für Ihren Dienstantritt benötigen.
Zu Beginn wird Ihnen nach der Einschleusung (Abgabe aller erforderlichen Unterlagen) ein Zimmer, bei der Bundeswehr „Stube“ genannt, zugewiesen und Sie werden eingekleidet. Daraufhin beginnen unmittelbar der theoretische und praktische Unterricht durch den Kompaniechef sowie die Sportausbildung.
Natürlich ist körperliche Leistungsfähigkeit für eine Soldatin und einen Soldaten sehr wichtig. Durch regelmäßige Sportausbildung wird diese weiter gesteigert. Man sollte allerdings schon mit einer gewissen Grundfitness anreisen, also ist ein eigenständiges Training vor dem Dienstantritt durchaus sinnvoll.
Es wird Tests zur Leistungsfeststellung geben und in verschiedenen Leistungsgruppen trainiert. Durch die kontinuierliche Sportausbildung wird die Fitness weiter gesteigert werden. Sie werden in einem der ersten Ihnen zugesandten Unterlagen auch einen Trainingsplan für zu Hause erhalten. Beginnen Sie so früh wie möglich mit regelmäßigem Sport.
Bundeswehr erklärt von A-Z
Personalfeldwebel
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