Glossar militärischer Begriffe
Bundeswehr erklärt von A-Z
Sie warten auf Ihren Dienstantritt bei der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 701? Hier finden Sie erste Informationen, mit denen Sie sich persönlich vorbereiten können.
Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden,
als Kompaniechef der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 701 heiße ich Sie herzlich willkommen und begrüße Sie in Ihrer neuen militärischen Heimat am Standort Gera. Mit Ihrer Entscheidung für den Dienst in den Streitkräften haben Sie einen Beruf gewählt, der so vielseitig und anspruchsvoll ist wie kaum ein anderer.
Ihr Kompaniechef in Gera, Major Nick Geiger
Bundeswehr/Panzerpionierbataillon 701Vor Ihnen liegt Ihre sechsmonatige Basisausbildung und es erwartet Sie ein interessanter, aber auch physisch sowie psychisch fordernder Zeitabschnitt. Die bevorstehenden Aufgaben erfordern von Ihnen eine hohe Einsatzbereitschaft, Flexibilität, Durchhaltevermögen, Verantwortungsbewusstsein sowie den Willen zur Selbstständigkeit und auch das Ertragen von Widrigkeiten – insbesondere entgegen der eigenen Bequemlichkeit.
Die Basisausbildung ist der erste und entscheidende Schritt der Erziehung zum einsatzwilligen sowie einsatzfähigen Soldaten und legt den Grundstein für die folgende weitere allgemeinmilitärische und militärfachliche Ausbildung. Förderung durch Forderung ist dabei für mein Ausbildungspersonal und mich das Primat unseres Handelns. Wir wollen und werden Ihnen vermitteln, sich in einer soldatischen Gemeinschaft einzubringen, füreinander einzustehen und Teamgeist zu entwickeln. Das Zusammenleben mit anderen Kameradinnen und Kameraden fordert von Ihnen Toleranz und Rücksichtnahme.
Mein Bestreben ist, dass ich selbst bei mir gern Rekrut sein möchte.
Freuen Sie sich auf eine prägende Zeit mit fordernder Ausbildung, gelebter Kameradschaft und vielen neuen Eindrücken. Wir, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Mannschaftssoldatinnen und Mannschaftssoldaten der Kompanie, hoffen, dass wir gemeinsam mit Ihnen die angestrebten Ziele erreichen.
Wir erwarten Sie! Bis zu Ihrem Dienstantritt verbleibe ich im Sinne des Schlachtrufes der Pioniertruppe mit einem kräftigen „Anker Wirf!“.
Das wird Ihnen während der Basisausbildung vermittelt – ein Beispiel. Es kann auch kleine Veränderungen beim zeitlichen Ablauf und der Reihenfolge der Themen geben.
Monat 1 |
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Mit Leistungstests wird der jeweilige Istzustand eines jeden Rekruten/einer jeden Rekrutin ermittelt
Bundeswehr/Panzerpionierbataillon 701
Ein Teil der Sanitätsausbildung beschäftigt sich damit, die verletzten Kameradinnen und Kameraden schnellstmöglich aus der Gefahrenzone zu schaffen
Bundeswehr/Panzerpionierbataillon 701
Im gegnerischen Feuer ist das Bergen von Verletzten nicht immer im aufrechten Gang möglich
Bundeswehr/Panzerpionierbataillon 701
Im Team kann die Holzwand auf der Hindernisbahn leichter überwunden werden
Bundeswehr/Panzerpionierbataillon 701
Die Drahtgasse zwingt die Rekrutinnen und Rekruten in die tiefste Gangart. Doch auch beim Kriechen muss es schnell gehen.
Bundeswehr/Panzerpionierbataillon 701
Dann geht es ins Gelände. So kann man sich nicht verlaufen.
Bundeswehr/Nicole Middeldorf
Schon in der Basisausbildung lernen Rekrutinnen und Rekruten, Verantwortung zu tragen. In kurzen Phasen der Übung übernehmen sie selbst die Führung ihrer Gruppe.
Bundeswehr/Nicole Middeldorf
Im Gelände werden die verschiedenen Formationsarten geübt, hier die Schützenreihe
Bundeswehr/Nicole Middeldorf
Sport in der Gemeinschaft nimmt jeden mit und tut gut
Bundeswehr/Panzerpionierbataillon 701
Ein wichtiger Bestandteil der Sanitätsausbildung ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die Reanimation eines Bewusstlosen wird an einer lebensechten Trainingspuppe geübt.
Bundeswehr/Sven FischerHier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Es ist durchaus möglich, die Basisausbildung nicht zu bestehen. Sie müssen an verschiedenen Ausbildungen teilgenommen haben, um die Basisausbildung erfolgreich abschließen zu können. Sind Sie zum Beispiel an einem wichtigen Ausbildungsabschnitt krank zu Hause, kann dieser Ihnen nicht angerechnet werden. Sie haben die Möglichkeit, einige Ausbildungen in Ihrer Stammeinheit nachzuholen. Jedoch sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie eventuell ohne bestandene Basisausbildung in Ihre Einheit geschickt werden können beziehungsweise möglicherweise die Basisausbildung wiederholen müssen.
Die Antwort lautet: Nein, das ist nicht möglich. Während der Basisausbildung haben unsere Personalbearbeiter kaum Daten von Ihnen – weder den Beleg über eine bestandene Basisausbildung, noch den ärztlichen Befund, dass Sie für die andere Laufbahn geeignet sind. Nach der Basisausbildung können Sie gern einen solchen Antrag in Ihrer Stammeinheit stellen. Dann ist beides möglich.
Nur bedingt.
Sie können auch hier wieder einen formlosen Antrag auf „Heimschläfer“ stellen, jedoch müssen Sie vorweisen können, dass sie zu Hause unverzichtbar sind, was bedeutet: Sie haben einen Pflegefall zu Hause und müssen sich abends um diesen kümmern. Dafür müssen Sie ein Attest vom Arzt beziehungsweise den Pflegeschein des Patienten vorlegen.
Oder Sie sind alleinerziehend und müssen sich um Ihr Kind kümmern. Hier kommt es darauf an, ob Sie eine Familie haben, die das Kind unter der Woche versorgen kann, oder ob Sie wirklich ganz auf sich allein gestellt sind. Das wird dann vom Kompaniefeldwebel und dem Kompaniechef im Einzelfall betrachtet und ausgewertet.
Die Antwort ist ja.
Sie haben die Möglichkeit, einen formlosen Versetzungsantrag zu stellen und diesen im Geschäftszimmer der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 701 abzugeben. Er wird dann vom Personalfeldwebel beziehungsweise Personalunteroffizier weiterbearbeitet. Alles Weitere wird Ihnen dann vor Ort erklärt und mit Ihnen durchgesprochen.
Kindergeldbezug ist während der Basisausbildung selbstverständlich möglich. Sie befinden sich in einer Ausbildung, somit steht Ihnen das Kindergeld zu. Das Einzige, worauf Sie achten müssen, ist, dass Sie Ihrer Familienkasse diese Information zukommen lassen, beispielsweise telefonisch oder per E-Mail.
Wurden Sie eingeplant, bekommen Sie von uns einen „Willkommensbrief“, darin befindet sich Ihr Einberufungsbescheid, den Sie Ihrer Familienkasse als Bestätigung des Dienstantritts übermitteln können. Gibt es irgendwelche Probleme, so können Sie sich an das Geschäftszimmer der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 701 wenden.
Urlaub während der Basisausbildung ist durchaus möglich, jedoch wird Ihnen der Urlaub entweder befohlen (Weihnachtsurlaub, über Ostern, ...) oder Sie haben einen wichtigen Termin (Zeugenaussage, Vorladung, Facharzttermin oder Ähnliches). Haben Sie zum Beispiel einen Todesfall in Ihrer Familie oder Ihre Hochzeit fällt in die Basisausbildung, so können Sie auch zusätzlich Urlaub beantragen. Die Genehmigung liegt ganz bei der Kompanieführung, sprich dem Kompaniefeldwebel und unserem Kompaniechef.
Hier müssen Sie ganz besonders aufpassen. Im ersten Monat wird Ihnen nur ein Abschlag überwiesen. Erst im Monat darauf kommt der Rest, sodass Sie auf Ihr eigentliches Nettogehalt kommen. Rekrutinnen und Rekruten, die eine Wohnung bezahlen müssen beziehungsweise laufende Kosten zu decken haben, sollten sich somit etwas beiseitelegen, um nicht mit der Zahlung in Verzug zu kommen.
Natürlich sind Sie stolz auf Ihre Ausbildung und auf Ihre Uniform, die Sie tagtäglich tragen. Zudem hat man verständlicherweise nach einem ausbildungsreichen Tag manchmal keine Lust mehr, sich umzuziehen, um kurz einkaufen zu gehen, oder man möchte seiner Familie, seinem/seiner Partner/Partnerin zeigen, wie gut die Uniform an einem selbst aussieht.
Sie dürfen jedoch die Uniform außerhalb der Kaserne erst dann das erste Mal tragen, nachdem die ersten grundsätzlichen Unterrichtseinheiten abgehalten, Formaldienst ausgebildet und die Grußabnahme durch den Zugführer durchgeführt worden sind. So soll gewährleistet sein, dass Sie sich auch außerhalb der Kaserne soldatisch korrekt verhalten.
Wenn Sie in Ihre neue Stammeinheit versetzt werden, werden Sie den Großen oder den Kleinen Dienstanzug tragen.
Private Ausrüstung, wie zum Beispiel eine selbstbeschaffte Weste, Handschuhe etc., ist in der Basisausbildung nicht gestattet. Sie erhalten von der Bundeswehr alles an Ausrüstung gestellt. Sie lernen die dienstlich gelieferte Ausstattung kennen, wie auch deren Handhabung. Das ist wichtig, damit alle Angehörigen der Bundeswehr sich im Ernstfall mit der Ausrüstung des anderen auskennen, um zum Beispiel bestimmte Gegenstände finden zu können.
In Ihrer Stammeinheit beziehungsweise in Ihrer Stammkompanie können Sie gern Ihren Zugführer fragen, ob es in Ordnung wäre, mit privater Ausrüstung zu arbeiten, aber während der Basisausbildung ist dies nicht möglich.
Sie können während Ihrer Basisausbildung durchaus kündigen, aber nur innerhalb der ersten sechs Monate. Wenn Sie sich entschieden haben, innerhalb Ihrer Ausbildung den Arbeitgeber zu wechseln oder Sie haben einen Studienplatz bekommen, so ist es Ihnen freigestellt, die Bundeswehr zu verlassen. Denken Sie bitte daran, dass auch wir in der Lage sind, Sie innerhalb der Probemonate zu kündigen, auch auf Verdacht. Alle weiteren Fragen, wie Sie wann kündigen können und was Ihnen zusteht, werden Ihnen dann der Zugführer, die Personalbearbeiter oder die Geschäftszimmersoldaten beantworten.
Ihnen ist es freigestellt, am Wochenende nach Hause zu fahren. Wohnen Sie zu weit von unserem Standort entfernt oder Sie möchten das Wochenende mit den Kameradinnen oder Kameraden verbringen, so können Sie das in der wöchentlichen Abfrage angeben und werden dann von uns in die Verpflegung gemeldet.
Möchten Sie nach dem Dienst noch einige Dinge einkaufen gehen oder den erfolgreichen Ausbildungstag ausklingen lassen, so ist es Ihnen freigestellt, das Kasernengelände zu verlassen. Was Sie in diesem Fall unbedingt mitführen müssen, ist Ihr Truppenausweis oder vorläufiger Truppenausweis, um ihn an der Wache vorzeigen zu können.
Bundeswehr erklärt von A-Z
Hier finden Sie vorab wichtige Dokumente für Ihre Basisausbildung zum Downloaden.
Kompaniefeldwebel Oberstabsfeldwebel Matthias Reichardt
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