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Willkommen

Ihre Basisausbildung in Bad Reichenhall

Sie warten auf Ihren Dienstantritt beim Gebirgsjägerbataillon 231? Hier finden Sie erste Informationen, mit denen Sie sich persönlich vorbereiten können.

Ein Zaun, dahinter das Wachgebäude und zwei Schranken, im Hintergrund Berge

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Grußwort des Kommandeurs

Vor Ihnen liegt Ihre sechsmonatige Basisausbildung beim Gebirgsjägerbataillon 231 in Bad Reichenhall. Es erwarten Sie interessante, lehrreiche, aber auch anstrengende Monate. Die bevorstehenden Aufgaben erfordern von Ihnen eine hohe Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit. Wir, die Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Mannschaftssoldaten und -soldatinnen der Kompanien, hoffen, dass wir gemeinsam mit Ihnen die angestrebten Ziele erreichen.

Freuen Sie sich auf eine anspruchsvolle Ausbildung!

Der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, Oberstleutnant Mike Zimmermann, begrüßt die Rekrutinnen und Rekruten

Kasernenplan

Schematische Darstellung des Kasernengeländes mit grauen und roten Flächen

Bundeswehr/PIZ Heer

  • Eine blaue Wand mit bunten Klettersteinen und zwei Matten davor
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Kletterhalle

    In dieser Halle findet die Kletterausbildung statt oder es kann nach dem Dienst hier trainiert werden

  • Mehrere helle, dreistöckige Häuser mit Parkplätzen davor, im Hintergrund Berge
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Unterkünfte

    In diesen Gebäuden befinden sich die Stuben der Rekrutinnen und Rekruten

  • Ein helles, dreistöckiges Haus mit einem Roten Kreuz neben dem Eingang, davor stehen Fahrzeuge.
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Sanitätsbereich

    Wenn Sie krank sind oder sich verletzt haben, suchen Sie hier das Sanitätsversorgungszentrum auf

  • Ein rotbraunes, zweistöckiges Haus mit überdachtem Eingang aus Glas
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Truppenküche

    In der Truppenküche werden Sie morgens, mittags und abends verpflegt

  • Ein Zaun, dahinter das Wachgebäude und zwei Schranken, im Hintergrund Berge
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Kasernentor

    Am Haupttor der Wache müssen alle Personen, die das Kasernengelände betreten wollen, ihren Ausweis oder ihre Papiere vorzeigen

  • Ein gelbes Gebäude mit einem hochgezogenen, teilverglasten Dach, im Hintergrund Berge
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Unteroffiziersheim

    Hier können sie nach dem Dienst Essen gehen, am Kiosk kleine Dinge des täglichen Bedarfs kaufen und Zeit mit den Kameradinnen und Kameraden verbringen

  • Ein weißes, zweistöckiges Gebäude mit einem Schild und Fahrzeugen davor.
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Haus der Betreuung

    Hier haben der Militärpfarrer, der Sozialdienst und alle mit der Betreuung der Soldatinnen und Soldaten befassten Stellen ihre Büros und sind ansprechbar

  • Ein helles Gebäude mit Walmdach, Oberfenstern und Metalleingang
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Kraftraum

    Der Kraftraum ist wie ein Fitnessstudio aufgebaut. Hier können sie sich nach dem Dienst körperlich fit halten.

  • Ein weißes Gebäude mit Paletten davor und einer verspiegelten, grünen Tür
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Bekleidungskammer

    Hier werden Sie eingekleidet und können Ihre Ausrüstung bei Bedarf tauschen

  • Ein grüner Container, an dessen Außenseite Metallgestelle angebracht sind, im Hintergrund Berge.
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Fitnesscontainer

    Der Fitnesscontainer bietet unterschiedliche Trainingsgeräte, an denen innen und außen mehrere Personen gleichzeitig trainieren können

  • Ein Fussballfeld eingerahmt von einer roten Tartanbahn, im Hintergrund Berge
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Sportplatz

    Hier ist viel Platz für Leichtathletik und Fitnessübungen verschiedener Art zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit

  • Auf einer Wiese stehen hintereinander mit Abstand verschiedene Holzkonstruktionen.
    Bundeswehr/Maximilian Schulz

    Hindernisbahn

    Die Hindernisbahn ist 250 Meter lang und verfügt über zwölf Hindernisse. Sie schult Körperkraft, Ausdauer sowie Schnelligkeit und stärkt den Teamgeist.

Ablauf der Basisausbildung

Hier erhalten Sie einen Einblick, welche Ausbildungsinhalte Ihnen in der Basisausbildung vermittelt werden. Der zeitliche Ablauf und die Reihenfolge der Themen können variieren.

Monat 1

  • Allgemeine Truppenkunde
  • Grundlagen der Inneren Führung
  • Grundlagen Politische Bildung
  • Grundlagen Wehrrecht
  • Ausbildung im Fernmeldebetrieb
  • Schießlehre, Schießordnung und Sicherheitsbestimmungen für Handwaffen
  • Ausbildung am Gewehr G36
  • Formaldienst
  
Monat 2
  • Zurechtfinden im Gelände
  • Einsatzersthelfer-A-Ausbildung
  • ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Ausbildung
  • Schießausbildung Grundlagen
  • Nachtschießen
  • Gefechtsdienst
  • Überleben im Felde
  • Hören und Sehen bei eingeschränkter Sicht
  • Vorbereitung Wachausbildung
  
Monat 3
  • Wachschießen
  • Formaldienst
  • Eid und Feierliches Gelöbnis
  • Rekrutenbesichtigung
  
Monat 4
  • Waffen- und Geräteausbildung Pistole P8/Handgranate/Granatpistole
  • Schießen mit der Pistole P8
  • Orientierungsmärsche (Tag/Nacht)
  • Gruppengefechtsschießen
  • Gruppe in der Sicherung
  • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  
Monat 5
  • ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Schutzmaßnahmen der kleinen Kampfgemeinschaft
  • Waffen- und Geräteausbildung Panzerfaust 3
  • Panzererkennung
  • Ausbildung des:
    • - Panzervernichtungstrupps
    • - Fliegerabwehrtrupps
    • - Spähtrupps zu Fuß
  • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  
Monat 6
  • Ergänzungsausbildung Steigerung der Kriegstauglichkeit
  • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit 
  

Die Basisausbildung in Bildern

FAQFrequently Asked Questions

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Was muss ich an meinem ersten Tag zum Dienstantritt mitführen?
  • Einberufungsbescheid
  • Den vorab zugeschickten Personalbogen, möglichst vollständig und leserlich ausgefüllt
  • Personalausweis/Reisepass
  • Impfbuch
  • Brillenpass, nicht älter als 6 Monate
  • Schreibzeug
  • EC-Karte/Bankverbindungsdaten/Bargeld (keine Scheine >50€)
  • Badepantinen
  • 3 x Vorhängeschloss groß/normal, 1 x Vorhängeschloss klein (am besten Zahlenschloss)
  • Wasch-/Duschzeug und großes Duschtuch
  • Sozialversicherungsnummer/
    Rentenversicherungsnummer
  • Mitteilung der Steueridentifikationsnummer
  • Alle Geburtsdaten ihrer Kinder/Eheurkunden/Scheidungsurkunden
  • SaZSoldatinnen und Soldaten auf Zeit:
    • Nachweis über eine eigene Wohnung, falls vorhanden (Miet-/Kaufvertrag & Meldebescheinigung der Gemeinde (Kopie)
    • Nachweis über eine abgeschlossene Pflegepflichtversicherung/Anwartschaft (Kopie)
  • Gepflegte Kleidung für 5 bis 7 Tage, ausreichend Unterwäsche und Sportklamotten
  • Verpflegung für den ersten Tag
Was ist das Fordernste der Grundausbildung bei den Gebirgsjägern?

Die Grundausbildung bei den Gebirgsjägern ist allgemein nicht fordernder oder weniger fordernd als die Grundausbildung an anderen Standorten. Die einzige Besonderheit sind die schnellen Wetterumschwünge bedingt durch die Lage des Standortes.

Erst in der Spezialgrundausbildung zum Gebirgsjäger unterscheiden sich die Anforderungen. Dann ist die Bewältigung von Höhenmetern bei gleichzeitigem Erhalt der Kampfkraft das Fordernste.

Wie sind die Unterkünfte in Bad Reichenhall aufgebaut?

Auf jeder Stube sind 2 bis 6 Soldaten bzw. Soldatinnen untergebracht. Für jeden Soldat/in ist ein Bett/Stockbett sowie ein Spind vorhanden. Die Stuben entsprechen dem Standard der Unterkünfte am Standort und sind teilweise renoviert. Allerdings sind die Unterkunftsgebäude in den Dreißigerjahren gebaut worden und daher nicht auf dem neuesten Stand.

Was zeichnet einen Gebirgsjäger aus, was macht sie besonders und wie kämpfen sie?

Das Leitbild der Gebirgsjäger erfordert aufgrund der Besonderheiten des Kampfes im anspruchsvollen und extremen Gelände ein besonderes Maß an Kameradschaft und Einsatzbereitschaft.
Gebirgsjäger kämpfen im Schwerpunkt abgesessen, oft unter extremen Klima- und Wetterbedingungen und in schwierigem Gelände mit großen Höhenunterschieden bei gleichzeitig mangelnder Infrastruktur. Dafür sind Gebirgsjäger besonders ausgestattet und ausgebildet und müssen ihr Handwerk beherrschen. Nur so können sie in diesem Gelände überleben und auch kämpfen.

Wie sind die Freizeitmöglichkeiten am Standort?

Der Standort selbst verfügt über einen gut ausgestatteten Kraftraum sowie über ein gut sortiertes Freizeitbüro. In direkter Umgebung befinden sich das Thermalbad Bad Reichenhall sowie zahlreiche Freizeitmöglichkeiten in Bad Reichenhall selbst, aber auch im benachbarten Salzburg. Außerdem bieten natürlich die Berchtesgadener Alpen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, beispielsweise zum Skifahren und Bergsteigen.

Wie sind die Verkehrsmöglichkeiten in und nach Reichenhall? Wie pendle ich? Ist ein Fahrzeug nützlich?

Durch die Lage im südöstlichsten Teil Deutschlands führt die einzige Bahnverbindung nach Bad Reichenhall über München. Von der Autobahn ist der Standort innerhalb weniger Minuten erreichbar. Ebenso ist Salzburg, die Landeshauptstadt des Salzburger Landes, in wenigen Autominuten, aber auch per Bahn schnell erreichbar. In Bad Reichenhall selbst gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten fußläufig.

Wie geht es nach der Basisausbildung weiter?

Zunächst erfolgt die Ausbildung zum Gebirgsjäger. Nach der kompletten Basisausbildung werden Sie in die Stammeinheit versetzt. Dort besteht der Dienst aus weiteren, tiefergehenden Ausbildungsabschnitten und Übungsplatzaufenthalten, um die individuellen Fähigkeiten sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Züge und Kompanien stetig weiterzuentwickeln.

An welchen Standorten kann ich als Gebirgsjäger bei der Bundeswehr dienen?

Die drei Standorte der Gebirgsjäger sind Bad Reichenhall, Mittenwald und Bischofswiesen. Darüber hinaus befinden sich noch die Gebirgsaufklärer in Füssen und die Gebirgspioniere in Ingolstadt.

Was ist, wenn ich während der Ausbildung krank werde?

Wenn Sie während der Basisausbildung krank werden, steht natürlich Ihre schnellstmögliche Genesung an erster Stelle. Das bedeutet auch, dass Sie möglicherweise wichtige Ausbildungsabschnitte verpassen, weil Sie sich dann nicht im Dienst befinden. Bis zu einem gewissen Maße lassen sich diese individuellen Ausbildungslücken noch schließen. Werden die verpassten Ausbildungsinhalte umfassender, dann werden Sie vorübergehend in Ihre zukünftige Stammeinheit versetzt und dort mit angemessenen Aufgaben betraut. Dann beginnen Sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Basisausbildung von vorn.

Nach wie viel Wochen findet das Gelöbnis statt?

Das Gelöbnis findet entweder nach 4 bis 8 Wochen oder nach 4 bis 5 Monaten statt. Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Sie erhalten aber in den ersten Tagen alle bereits verfügbaren Informationen, um so früh wie möglich Ihre Familie zum Gelöbnis einladen zu können.

Wo finde ich eine Übersicht zu den Gebäuden in der Kaserne?

Den Kasernenplan finden Sie nach der Anreise in der Stubenmappe, die auf jeder der Stuben ausliegt.

Gibt es eine Heimgesellschaft oder Kantine?

Für die Verpflegung gibt es in den ersten 6 Monaten die Kantine. Sobald Sie in Ihrer Stammeinheit sind, können Sie auch die Angebote des Mannschaftsheims nutzen.

Muss ich als angehender Gebirgsjäger vorher schon Ski fahren können?

Nein, aber es hilft und vereinfacht einiges. Falls Sie über keine Vorerfahrung im Skifahren und Bergsteigen verfügen, erlernen Sie die notwendigen Fähigkeiten bei uns.

Tragen alle Gebirgsjäger eine Bergmütze und ab wann darf ich sie tragen?

Ja, die Bergmütze gehört fest zum Dienstanzug der Gebirgsjäger. Sie wird ab der Einkleidung auf Befehl getragen.

Brauche ich einen Führerschein?

Nein, Sie benötigen nicht zwingend einen Führerschein. Sollten Sie für eine entsprechende Verwendung geplant sein, werden Sie über die Bundeswehr Ihren Führerschein machen. 

Wann erhalte ich meine Uniform?

Sie erhalten den Großteil Ihrer Ausrüstung innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Dienstantritt.

Welche Chancen bietet mir der Standort Bad Reichenhall und die Alpenregion?

Die umgebende Region, das Berchtesgadener Land, ist vor allem als Urlaubsregion bekannt. Dementsprechend groß ist auch das Freizeitangebot.

Was muss ich vorher schon wissen und welche Tipps geben mir ehemalige Rekruten?

Sie können sich bereits vor dem Dienstantritt vorbereiten, indem Sie die Dienstgrade der Bundeswehr und das NATONorth Atlantic Treaty Organization-Alphabet lernen. Außerdem sollten Sie in den Monaten vor dem Dienstantritt regelmäßig Joggen und ihre Rumpfmuskulatur stärken, damit Sie Verletzungen während der Basisausbildung vorbeugen. 
Sie sollten einen Ausdauerlauf von mindestens 10 Kilometern in 60 Minuten schaffen und 50 Kniebeugen, 15 Liegestützsprünge und 20 Liegestütz ohne Problem am Stück absolvieren können.

Was wird von mir als Rekrutin oder Rekrut erwartet?

Die absolut grundlegendste Erwartung an Sie ist Ihre Verfassungstreue. Darüber hinaus erwarten wir von Ihnen nur Motivation, eine hohe Lernbereitschaft und ein Grundmaß an Disziplin. Alles Weitere bringen wir Ihnen bei.

Darf ich nach Dienst die Kaserne verlassen?

An den meisten Tagen dürfen Sie nach Dienst die Kaserne verlassen. Es wird allerdings Ausbildungsabschnitte geben, während denen das nicht möglich ist. Außerdem sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass Sie während der Basisausbildung in der Gemeinschaftsunterkunft leben. Das bedeutet, dass Sie nicht täglich an Ihren Wohnort pendeln können.

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