Gemeinsame Lufttransportstaffel

Chapeau! Punktlandung in Evreux

Chapeau! Punktlandung in Evreux

  • Infrastruktur
  • IUD
Datum:
Ort:
Evreux
Lesedauer:
2 MIN

Die deutsch-französischen Lufttransportstaffel auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt Base Aérienne 105 in Évreux wurde am 9. März 2022 offiziell in Dienst gestellt. Für die Infrastruktur galt es, innerhalb weniger Jahre die erforderlichen Neubauten für diesen Verband zu errichten. Trotz widriger Pandemie-Begleitumstände der letzten Jahre: Es ist gelungen.

Acht Personen stehen vor einem großen Gebäude auf einem Flughafen

Mitglieder der binationalen Infrastruktur-Koordinierungsgruppe vor dem neuen Staffelgebäude in Évreux

Bundeswehr/Michael Zwiernik

Ausgerüstet wird die Staffel mit vier französischen und sechs deutschen Transportflugzeugen des Typs C-130J, für die bereits deutsche Piloten ausgebildet werden. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden parallel nicht nur das Staffelgebäude, die Luftfahrzeug-Hangars mit den dazugehörigen Lager- und Werkstätten, die Flugbetriebsflächen inklusive Vorfeld, Taxiway und Wasch-und Enteisungsplatz geplant und erstellt. Auch die Unterkünfte und das Stabsgebäude für das deutsche National Support Element wurden errichtet.

Gleichzeitig wurden die rechtlichen und haushälterischen Voraussetzungen und Zuständigkeiten in binationalen und zwischenstaatlichen Dokumenten abgestimmt und vereinbart.

Ambitioniertes Projekt startete in 2016

Mit der Absichtserklärung der deutschen Verteidigungsministerin und des französischen Verteidigungsministers vom 4. Oktober 2016 wurde die Aufstellung und Stationierung der binationalen Lufttransportstaffel auf dem Luftwaffenstützpunkt, der Base Aérienne 105, vereinbart. Anschließend erfolgte die Festlegung, welche baulichen Anlagen benötigt wurden.

Ein Rahmenhaushalt für die Erstellung der binational genutzten Bauwerke wurde in Höhe von 120 Millionen Euro festgesetzt (60 Millionen Euro je Nation). Nachdem eine binational geführte, sogenannte Infrastructure Coordination Group aufgestellt worden war, die die einzelnen Baumaßnahmen koordinierte, konnte es losgehen in Sachen Infrastruktur für Évreux.

Blick in einen Flugzeughangar von hinteren Ende zum Tor

Der Hangar des neuen Staffelgebäudes – „Unterkunft“ für die kommenden C-130J-Transportflugzeuge der gemeinsamen Staffel

Bundeswehr/Michael Zwiernik

Deutsch-französische Zusammenarbeit

Zur Anwendung kommen Frankreichs Baurecht, Standards und französische Bauverfahren. Umgesetzt wurden und werden die Baumaßnahmen von der französischen Wehr- beziehungsweise militärischen Bauverwaltung. In der Funktion des Maßnahmenträgers wacht jedoch das zuständige Kompetenzzentrum Baumanagement Düsseldorf des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr) über das Projekt und begleitet es sowohl baufachlich, als auch verwaltungs- und bedarfsträgerseitig.

Zeitgerechte Umsetzung der Baumaßnahmen

Zwischenzeitlich steht die geforderte Infrastruktur beinahe vollständig. Bis auf das Trainingsgebäude inklusive Simulator, das im Jahr 2024 fertiggestellt sein soll, wurden alle Vorhaben zeitgerecht umgesetzt. Nach nur einjähriger Planungsdauer und der parallel laufenden Kampfmittelräumung der Bauplätze konnten trotz Pandemie die Staffelinfrastruktur binnen nur 18 Monaten (Juli 2020 – Dezember 2021), das Unterkunftsgebäude und das Stabsgebäude für das deutsche National Support Element sogar binnen nur zwölf Monaten (Sommer 2020 – September 2021), erstellt werden.

Blick auf ein langgestrecktes eingeschossiges Gebäude mit grüner Fassade, vor dem drei Personen stehen

Interimsgebäude für das deutsche Vorauskommando

Bundeswehr/Michael Zwiernik
Blick auf ein langgestrecktes eingeschossiges Gebäude, dessen rechter Teil rechtwinklig nach vorn an den linken anschließt

Bezugsfertig: Das Stabsgebäude für das deutsche National Support Element auf dem Luftwaffenstützpunkt Évreux.

Bundeswehr/Michael Zwiernik

Mit der Entscheidung der Luftwaffe, ein deutsches Vorauskommando bereits ab April 2021 in Évreux zu etablieren, musste zusätzlich kurzfristig temporäre Infrastruktur geschaffen werden. Die benötigten Interimsbauten konnten ebenfalls zeitgerecht fertiggestellt werden, teilweise bereits Ende 2020.

Lohnende Zusammenarbeit

In Vorbereitung, Zuarbeit und Koordination hat das für Auslandsbauten zuständige Infrastrukturteam im Kompetenzzentrum Baumanagement Düsseldorf des BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr unzählige Beiträge in vielen hundert Stunden im Integrierten Projektteam und in den binationalen Arbeits- und Koordinierungsgruppen geleistet. Im Hinblick auf unterschiedliche Verfahren, Zuständigkeiten und Standards des Partnerlandes gab es in aller Freundschaft das ein oder andere „dicke Brett“ zu bohren.

von Michael Zwiernik  E-Mail schreiben
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