Sonderfahrzeug

Hoch hinaus mit dem Unimog U5000

Hoch hinaus mit dem Unimog U5000

Datum:
Ort:
Wunstorf
Lesedauer:
2 MIN

Die Anflugbefeuerung des Fliegerhorstes Wunstorf muss regelmäßig inspiziert und gewartet werden. Kein alltäglicher aber wichtiger Job. Den erledigt das Team des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Wunstorf - mit einem Sonderfahrzeug. 

Ein Arbeiter vor dem Fahrzeug, einem Unimog

Edgar R. ist einer der Maschinisten der mit dem Sonderfahrzeug unterwegs ist

Bundeswehr/Marius Vu


Der Fliegerhorst Wunstorf ist die Heimat des Lufttransportgeschwaders 62 (LTG62). Hier sind die gewaltigen Airbus A400M der Luftwaffe stationiert, um unter anderem die Einsätze der Bundeswehr im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung sicherzustellen. Der Flugplatz ist das logistische Drehkreuz der Luftwaffe und verfügt hierfür über zwei Start- und Landebahnen. Damit zu diesen auch bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen der End- und Landeanflug möglich ist, sind die Lichter der Flughafenbefeuerung für die anfliegende Flugzeuge unerlässlich. Regelmäßig müssen diese auf Funktion geprüft und ausgetauscht werden. Hierfür greifen die Männer des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums (BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum) Wunstorf auf den Unimog U5000 mit Hubbühne zurück. Ein Spezialfahrzeug.

Off-Road Einsatz

Ein orangener Lkw von der ausgefahrenen Hubbühne aus gesehen steht auf einem auslaufenden Feldweg

Die Anflugbefeuerung befindet sich teils im Wald und am Hang, erschwerte Bedingungen

Bundeswehr/Marius Vu


Die allermeisten der Beleuchtungsanlagen befinden sich auf Masten in luftiger Höhe. „Ne Menge“, antwortet Edgar R., einer der Maschinisten, lachend auf die Frage, wie viele Masten er und seine Kollegen vom BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum kontrollieren müssen. Um an die Anflugbefeuerung zu kommen, bedarf es mehr als einer Leiter. Mit der sogenannten Hubarbeitsbühne des Unimog kann in bis zu 22 Metern Höhe an den Masten gearbeitet werden. Das allradgetriebene und mit Sperrdifferential sowie einem drehmomentstarken Dieselmotor ausgestattete Fahrzeug ist außerdem off-road fähig. „Für uns ist das wichtig, damit wir auch die Masten im Gelände erreichen“, erklärt Edgar R. die Notwendigkeit dieses Features. Durch die Topografie um den Flugplatz herum bedingt, befinden sich die Masten teils in Hanglage oder in bewaldeten Zonen – ohne die Geländegängigkeit des Spezialfahrzeugs wäre hier ein Arbeiten nicht mehr möglich.

Wind und Wetter trotzen

Ein Arbeiter zieht mit einer Ratsche eine Verschraubung an einem Lichtmast fest

Nicht nur die Beleuchtung, auch die Masten selber müssen instand gehalten werden

Bundeswehr/Marius Vu


Zu den Aufgaben gehören einerseits natürlich die Funktionsprüfung der Beleuchtung. Aber auch die Masten selbst, an denen die Lichter befestigt sind, müssen instand gehalten werden. Wetter und vor allem Wind setzen der Anlage das ganze Jahr über zu und zerren an den Auslegern der Masten. Die Verschraubungen müssen daher regelmäßig nachgezogen oder ersetzt werden. Zur Sicherheit, falls doch mal eine Schraube versagt, sind die Verschraubungen redundant ausgeführt.

Ein Sonderfahrzeug steht auf einer abschüssigen Straße durch dessen Stützen stabilisiert

Arbeiten in Schräglage ist mit dem Unimog kein Problem

Bundeswehr/Marius Vu


Der Wind mobilisiert auch Kräfte, die für die Hubbühne mitunter gefährlich werden können. Für einen sicheren Stand des Fahrzeugs sorgen daher vier hydraulische Stützen, die auch im Gelände und bei Schräglage das Fahrzeug stabilisieren und nivellieren. Die Anflugbefeuerung soll zukünftig auf LED umgerüstet werden. Die längere Lebensdauer der LED-Lichter sollten dann auch eine Arbeitserleichterung für die Männer vom Team des BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Wunstorf sein.

von Marius Vu  E-Mail schreiben

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