Betriebstechnik

Meister der Technik

Meister der Technik

Datum:
Ort:
Wunstorf
Lesedauer:
3 MIN

Das Personal des Technischen Gebäudemanagements des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Wunstorf ist für die Technik rund um den dortigen Fliegerhorst verantwortlich. Und stellt auch den Betrieb verschiedener Simulatoren für den Airbus A400M sicher. Diese werden vom Lufttransportgeschwader 62 genutzt, und von NATO-Partnern. 

Ein Simulator für den A400M von außen, er steht in einer riesigen Halle

Einer der Simulatoren, hoch wie ein Haus und schwer wie ein Lkw

Bundeswehr/Marius Vu


Auf dem Gelände des Flugplatzes in Wunstorf stehen zwei circa 18 Tonnen schwere Flugsimulatoren für den Airbus A400M, das Arbeitstier der Luftwaffe. Damit diese hochmodernen Maschinen auch das tun, was sie sollen, benötigt die dahintersteckende Technik Energie. Und vor allem Kühlung, da die kleiderschrankgroßen Hochleistungscomputer der Simulatoren viel Abwärme produzieren. Hier kommen die Frauen und Männer des Technischen Gebäudemanagements des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Wunstorf (BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum) ins Spiel. Ein ganzes Team an Fachleuten rund um Klima- und Lüftungstechnik, Heizungs- und Sanitäranlagen sowie Elektrik ist für die Betriebstechnik verantwortlich. Einer von ihnen ist Elektrotechnikermeister Kim F. Er ist zusammen mit Elektrotechnikermeister Daniel A. und insgesamt 20 Elektronikerinnen und Elektronikern zuständig für die elektrische Infrastruktur der Simulatoren sowie des ganzen Flugplatzes. Ein Prunkstück der technischen Einrichtungen ist die Kälte- und Wärmetechnik für den Betrieb der Flugsimulatoren, für die Kim F. mitverantwortlich ist. „Mit dieser Anlage hier können wir kühlen, heizen und auch befeuchten“, erklärt Kim F. die komplexe Technik der Lüftungsanlage am Gebäude der Simulatoren. 

Ein Handwerker steht vor einer riesigen Kühlanlage.

Kim F. vor einer der raumfüllenden Kühlanlagen die zum Betrieb der Simulatoren benötigt werden

Bundeswehr/Marius Vu


Drei Systeme mit einer Gesamtleistung von über 600 Kilowatt werden allein für die Kühlung der Computer der Simulatoren benötigt. Für die nötige angenehme Raumatmosphäre für das Bedienpersonal sorgen hingegen Klima- und Befeuchtungsanlagen.

Zwei sind besser als Einer

Neben den zwei Flugsimulatoren steht auch ein Be- und Entladesimulator in einer der riesigen Hallen rund um den Flugplatz. Ein sogenannter Cargo-Hold-Trainer. Zentimetergenau ist hier der Laderaum samt Laderampe des Airbus A400M nachgebaut. Das Be- und Entladen kann daran risikoarm und deutlich kostengünstiger als an dem mehrere Millionen Euro teuren Flugzeug selbst geübt werden. Eine ressourcenschonende Einrichtung. Zurzeit wird noch ein weiterer Cargo-Hold-Trainer in Wunstorf eingerüstet und damit die Fähigkeiten zur stetigen Aus- und Weiterbildung der Bundeswehr gestärkt. In wenigen Wochen soll dieser dann der Truppe zur Verfügung stehen. Das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Wunstorf hat eigens dafür eine Halle vorbereitet und mit entsprechenden Fundamenten ausgestattet, auf denen der tonnenschwere Simulator später ruhen wird.

Ein Gabelstapler läd Stückgut in einen Nachbau des A400M

Ein Cargo-Hold-Trainer. Ein baugleiches Exemplar wird zurzeit fertiggestellt.

Bundeswehr/Marius Vu


Auch diese Simulatoren werden dann, nach Fertigstellung des zweiten Trainers, ebenso wie die Flugsimulatoren sowohl vom Lufttransportgeschwader 62 als auch von NATO-Verbündeten genutzt. Deren Existenz und Betrieb stellen damit einen wichtigen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung dar. 

Vom Azubi zum Meister

In den Hallen der Cargo-Hold-Trainer sowie den A400M Wartungshangars sind natürlich ebenfalls Elektrotechnikermeister Kim F. und sein Team verantwortlich für die elektrischen Einrichtungen.

“Wir machen hier alles, von der Steckdose bis zu den Toranlagen“,

fasst Kim F. seinen Zuständigkeitsbereich knapp zusammen. Auch die großen Kräne unter der Hangardecke, die zur Wartung der Transportflugzeuge eingesetzt werden, gehören dazu. Kim F. ist dabei ein echtes Eigengewächs des BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Wunstorf. Angefangen hat er als Auszubildender „Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik“ hier beim BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum und sich dann zur technischen Sonderfachkraft weitergebildet. Aufgrund seines fachlichen Potenzials ging er 2021 dann als Ausschreibungssieger für einen Meister-Dienstposten bei der Technischen Betriebsgruppe Wunstorf hervor. Als einer der ersten technischen Angestellten der Bundeswehr hat er im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme vor der Handwerkskammer Hannover erfolgreich die Meisterprüfung abgelegt. Seitdem ist er als Elektrotechnikermeister beim BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Wunstorf der „Meister der Technik“.

von Marius Vu  E-Mail schreiben
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