Neues Infrastrukturkonzept für die Erzgebirgskaserne Marienberg

Neues Infrastrukturkonzept für die Erzgebirgskaserne Marienberg

  • Infrastruktur
  • IUD
Datum:
Ort:
Marienberg
Lesedauer:
3 MIN

Marienberg in Sachsen ist seit 1753 Garnisonsstadt. 1990 fand die Bundeswehr in der Großen Kreisstadt im Erzgebirgskreis ihr Zuhause. Das soll auch so bleiben. Rund 45 Millionen Euro will die Bundeswehr in neue Infrastruktur der Erzgebirgskaserne Marienberg bis 2028 investieren.

An einer Straße steht ein großes viergeschossiges Gebäude. Davor befindet sich eine Wache mit einer Kasernen-Einfahrt.

Haupteinfahrt Erzgebirgskaserne Marienberg

Bundeswehr/Jörg Jankowsky


„In den nächsten Jahren passiert hier an allen Ecken und Enden etwas“,

weiß Regierungsamtmann Thomas Knappe, Objektmanager des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums (BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum) Dresden, zuständig für die Erzgebirgskaserne Marienberg. „Es gibt eine neue Konzeption für die Infrastruktur dieses Standortes.“ Knappe und seine 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Dresden kümmern sich als Dienstleister um das Wohl der Truppe vor Ort.

Ein Mann mit einer schwarzen Winterjacke sitzt auf einer Mauer. Hinter ihm ein Parkplatz mit Autos und mehreren Gebäuden.

Objektmanager in Marienberg: Thomas Knappe vom BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Dresden

Bundeswehr/Jörg Jankowsky

Ein besonders gutes Verhältnis

Aktuell sind rund 750 Soldatinnen und Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371, auch „Marienberger Jäger“ genannt, in der Erzgebirgskaserne stationiert. Die Verleihung des Ehrennamens 1996 dokumentiert das besonders gute Verhältnis der Einwohner Marienbergs zu „ihren“ Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Zudem ist die Erzgebirgskaserne, die sich mit ihren beiden Standortübungsplätzen Gelobtland und Drei-Brüder-Höhe auf insgesamt rund 1.700 Hektar erstreckt, einer der wichtigsten Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsfaktoren in der Region.

Auf einer Baustelle arbeitet ein Bagger

Baubeginn der neuen Kasernen-Tankstelle

Bundeswehr/Jörg Jankowsky

Baustart für Tankstelle und Truppenküche

Und die Baumaßnahmen nehmen bereits an Fahrt auf. Der Neubau einer ortsfesten Tankanlage in der Kaserne hat bereits begonnen. „Die Errichtung der neuen Tankstelle dient der Einhaltung von umweltrechtlichen Vorgaben und somit der Einsatzbereitschaft der Truppe“, sagt Knappe, und hofft auf eine fristgerechte Fertigstellung im September 2022. „Soweit die Wetterverhältnisse mitspielen. Hier gibt es eben auch mal Winter“. Der hat auf die ebenfalls laufende Sanierung der Truppenküche keinen großen Einfluss. In das im Jahr 2007 übergebene Küchengebäude investiert die Bundeswehr rund zwei Millionen Euro.

Ein großer Kran hebt einzelne Container-Baumodule auf einer Baustelle zu einem Gebäude zusammen

Das Truppenküchen-Ausweichquartier nimmt Gestalt an

Bundeswehr/Anke Gieseler-Jabczynski

Bessere Arbeitsbedingungen

Küchenmeisterin Simone Petke und ihr zwölfköpfiges Team, die neben Früh- und Abendverpflegung täglich rund 300 Mittagessen ausgeben, müssen bis zur geplanten Wiedereröffnung im Oktober 2022 ins extra aufgestellte Provisorium Containerküche umziehen. Die aktuellen Bauarbeiten für eine modernere Truppenküche in der Erzgebirgskaserne umfassen die Sanierung der Speisenausgabe, des gesamten Koch- und Funktionsbereiches, wie Lebensmittelkühlung und -lagerung sowie Umkleide- und Aufenthaltsbereich des Küchenpersonals. Somit werden bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten geschaffen, Prozessabläufe optimiert und neue technische und hygienische Standards umgesetzt.

Eine Frau und ein Mann in Arbeitskleidung begutachten einen Kochkessel in einer Containerküche

Küchenmeisterin Simone Petke und Thomas Knappe überprüfen die Funktionalität der Containerküche

Bundeswehr/Jörg Jankowsky

Weitere Neubaumaßnahmen

Zum neuen Infrastruktur-Modell der Erzgebirgskaserne Marienberg zählen noch weitere Neubaumaßnahmen. In den kommenden Jahren soll mit der Errichtung eines Lehrsaalgebäudes, eines zentralen Waffenkammergebäudes und eines Gebäudes für die Ausbildung an Fernmeldegeräten begonnen werden. Eine neue Simulator- und Ausbildungshalle befindet sich bereits in der Planung. Ab 2025 sollen zudem für zirka 20 Millionen Euro zwei neue Unterkunftsgebäude nach modernstem Standard (Einzelunterkunft mit eigener Nasszelle) entstehen. Die Ver- und Entsorgungsanlagen sowie die Außenanlagen der Liegenschaft werden angepasst und auf den technisch aktuellsten Stand gebracht. „Das heißt energetische Erneuerung, Modernisierung der Heizungsanlagen, Umbau und Anpassung des Trink- und Löschwasser-Netzes und vieles mehr“, informiert Objektmanager Knappe.  Verantwortlich für die Umsetzung der einzelnen Infrastrukturmaßnahmen ist das Kompetenzzentrum Baumanagement Strausberg, das wie das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Dresden zum Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr) gehört.

Auf einer Baustelle heben zwei kleine blaue Bagger-Fahrzeuge mehrere Gruben aus

Ein alltägliches Bild in den nächsten Jahren: Baumaßnahmen in der Erzgebirgskaserne Marienberg

Bundeswehr/Jörg Jankowsky

„Wir leben und arbeiten hier im Grünen“

Und auch das Umsetzen der vorhandenen Hindernisbahn für das neue Munitionslager, der Neubau eines Fahrzeug-Abstellbereiches sowie die Kasernen-Erweiterung Ost sind Teil der Investitionskosten in Höhe von insgesamt 45 Millionen Euro. Ebenso die Erweiterung von Panzerfahrstrecken und der Neubau von drei Schießbahnen auf den beiden Standortübungsplätzen. „Wichtig ist für unser BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum-Personal auch das neu geplante Funktionsgebäude in Gelobtland“, sagt Knappe. „Perspektivisch ist die Schaffung der neuen Infrastruktur in der Erzgebirgskaserne Marienberg ein wichtiges Vorhaben für die Bundeswehr in Sachsen“, freut er sich. „Wir leben und arbeiten hier im Grünen“, sieht es Knappe, der in Annaberg-Buchholz wohnt und aus seinem Erzgebirge nicht mehr weg will.

Eine Frau und ein Mann in Zivil stehen auf einer Anhöhe eines Standortübungsplatzes der Bundeswehr

Objektmanager Thomas Knappe mit der Anwärterin Lilly Heß auf dem Standortübungsplatz Drei-Brüder-Höhe

Bundeswehr/Jörg Jankowsky


von Jörg Jankowsky  E-Mail schreiben
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