Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

  • Arbeitsschutz
  • IUD
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3 MIN

In vielen Ländern weltweit sind die Bemühungen um und für den Arbeitsschutz in den vergangenen Jahren sichtbar angestiegen. Auch in diesem Jahr findet am 28. April der „Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“ statt.

Dreieckige Aufkleber mit schwarzen Gefahrzeichen auf gelbem Grund.

Arbeitsschutz ist auch in der Bundeswehr handlungsleitend.

Bundeswehr/Patrick Grüterich

Der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz wurde 1984 von der internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILOInternationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen) initiiert.  Als Sonderorganisation der Vereinten Nationen möchte die ILOInternationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen dabei mit weltweit geltenden Mindeststandards die Rechte bei der Arbeit und damit menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle Menschen auf der Welt sicherstellen. Er steht in diesem Jahr unter dem Slogan „Investitionen in Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz – der Nutzen einer sicheren und gesunden Arbeitsumgebung in Zeiten der Krise“.

Auch im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung hat Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz einen hohen Stellenwert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Einsatzbereitschaft der Streitkräfte. Die Bedeutung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in der Bundeswehr, seit jeher durch im Vergleich zur gewerblichen Wirtschaft deutlich niedrigere Unfallzahlen dokumentiert, zeigt sich auch aktuell im Rahmen der Corona-Pandemie. So wurde beispielsweise die SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung tagesaktuell ausgewertet und für die Bundeswehr entsprechend umgesetzt.

Schildtafel mit der Aufschrift „COVID-19 Schnelltestungen“, im Hintergrund sitzende männliche Person in weißem Kittel.

Arbeits-und Gesundheitsschutz auch bei der CORONA-Epidemie.

Bundeswehr/Anja Viering-Kamp

Arbeitsschutz bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr ist mit seinen über 486 arbeitsschutzrechtlich relevanten Dienststellen einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und verfügt in ihrer Gesamtorganisation über ein gut ausgebautes, funktionsfähiges Arbeitsschutzmanagementsystem. Die Bundesministerin der Verteidigung wird dabei für den personellen und technischen Arbeitsschutz direkt von dem Beauftragten für Umweltschutz und Arbeitsschutz der Bundeswehr beraten. Dieser stützt sich ministeriell für den personellen und technischen Arbeitsschutz auf das Fachreferat IUDInfrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen II 4 sowie für den medizinischen Arbeitsschutz auf das Fachreferat FüSK San 3 ab.

Um den besonderen Anforderungen an den Arbeitsschutz im Bereich der Streitkräfte gerecht werden zu können, ermöglichen einschlägige Gesetze und Rechtsverordnungen für arbeitsschutzrechtlich relevante Belange Ausnahmen für die Bundeswehr. Insgesamt regelt und beschreibt die Allgemeine Regelung A-2010/1 „Arbeitsschutz und Prävention“ dabei die gesetzlich geforderte Arbeitsschutzorganisation der Bundeswehr und setzt die Rechtsvorgaben in dienstliche Weisungen um.

Männliche Person in Arbeitskleidung und Schutzhelm und Schutzbrille schweißt etwas.

Arbeitsschutz und Betriebssicherheit natürlich auch in der Bundeswehrverwaltung.

Bundeswehr/Jonas Weber

Verantwortlichkeiten auf operativer Ebene

Auf der operativen Ebene ist zum einen im Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr die „Zentrale Stelle für Arbeitsschutz der Bundeswehr“ mit dem Leitenden Sicherheitsingenieur der Bundeswehr organisatorisch ausgebracht. Diese ist für Grundsatzfragen des personellen und technischen Arbeitsschutzes, für die Beratung der gesamten Bundeswehr im Arbeitsschutz und für Fachaufsichten im Arbeitsschutz im Inland, Ausland und Einsatz verantwortlich. Zum anderen liegt die operative Verantwortung für den medizinischen Arbeitsschutz beim Leitenden Arbeitsmediziner im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr.
Auf dieser Ebene wird der Arbeitsschutz mit den vielen europäischen und nationalen Gesetzen, Verordnungen, Regeln, Normen und Richtlinien sowie immer vielschichtiger werdenden technischen, organisatorischen sowie sozialen Aspekten der Arbeitswelt bewertet und für die Bundeswehr umgesetzt.

Zwei Soldaten führen eine Messung durch.

Arbeitsschutz und Betriebssicherheit auch im Einsatz.

Bundeswehr/Falk Bärwald

Auf den Kommandoebenen der Teilstreitkräfte und der militärischen Organisationsbereiche sowie bei den zivilen Oberbehörden der Bundeswehr steht darüber hinaus jeweils ein Sicherheitsingenieur als zentraler Ansprech- und Koordinierungspunkt für arbeitsschutzrelevante Beratungen zur Verfügung. In den einzelnen Dienststellen erfolgt diese Beratung der Dienststellenleitung durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit (FAS) und Betriebsärzte. Fachliches Know-How zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ist somit auf allen Ebenen vorhanden.

Umfassender Ansatz

Dieser umfassende, die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz gewährleistende Beratungsansatz wird unterstützt durch zielgerichtete Fachaufsicht und anlassbezogene Informationsbereitstellung, beispielsweise durch Info-Briefe des Leitenden Sicherheitsingenieurs der Bundeswehr.

Dazu gehört auch die ständige Weiterentwicklung und Optimierung, welche sich zum Beispiel widerspiegelt

  • im laufenden Pilotprojekt zur Untersuchung der Umsetzung neuer Vorgaben für FAS,
  • in der sich an zivilen Vorgaben orientierenden Neuausrichtung der FAS-Ausbildung,
  • an den im IntraNetBw verfügbaren interaktiven Unterweisungsmodulen zur Arbeitsschutzthematik sowie auch
  • in der Durchführung von Präventionskampagnen im Arbeitsschutz.

Gedanken zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit

Zwei Personen in Schutzkleidung arbeiten an einem Kampfflugzeug.

Mit der richtigen Schutzausrüstung für Sicherheit am „Arbeitsplatz“ Eurofighter sorgen.

Bundeswehr/Carl Schulze

Der „Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“ gibt Anlass, über den aktuellen Stand und den möglichen Fortschritt auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes zu resümieren.  Letztendlich gilt es, das Ziel einer „Vision Zero“, die Vision einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen zu verfolgen. Dazu ist die Bundeswehr eine offizielle Partnerschaft mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV eingegangen und setzt die bundesweite Kampagne „kommmitmensch“ auch in der Bundeswehr um.

von Carsten Hölscher  E-Mail schreiben
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Aktuelles

Aktuelles aus dem Organisationsbereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUDInfrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen) der Bundeswehr.