Luftwaffe

Der Abflug – die Reise nach Mali beginnt für uns

Der Abflug – die Reise nach Mali beginnt für uns

  • Einsatzvorbereitung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Mali
Lesedauer:
1 MIN

Hutch ist Objektschützer aus Schortens. Er ist mittendrin: in der Ausbildung, in der Übung, in der Einsatzvorbereitung. In seinen Kolumnen nimmt er uns mit auf die Reise – bis nach Mali.

Unser Abflugtag beginnt früh. Pünktlich um Mitternacht füllt das Gepäck die Hotelflure. Alles ist vor den Stuben sauber aufgereiht; und wir sind gewappnet. Mit FFPfiltering face piece-2 Maske und unseren Unterlagen halten wir uns auf den Stuben bereit – bis es klopft, wir abgeholt und ins Foyer geschickt werden.

In einem Hotelflur stehen zur rechten und linken Seite Gepäckstücke vor Was den Zimmertüren

Alles, was wir in den kommenden Stunden brauchen, haben wir nun dabei

Bundeswehr/Hutch


Tür für Tür, Soldat für Soldat. Es geht langsam voran und es wird langsam ernster. Ich verspüre keine sonderliche Nervosität. Für mich manifestiert sich die Verlegung ins Einsatzland eher dadurch, dass ich letzte Telefonate führe und mich noch mal von nahestehenden Personen verabschiede.

Viele Soldaten stehen mit ihrem Gepäck hintereinander in der Abfertigungshalle eines Flughafens

Hier läuft alles, wie man es von einem zivilen Flughafen kennt. Anders ist nur, dass die Kontrollen von den Feldjägern durchgeführt werden.

Bundeswehr/Hutch


Dann bin auch ich an der Reihe. Mit meinem Handgepäck am Mann erledige ich letzte Formalitäten, checke aus dem Hotel aus, empfange mein weiteres Gepäck. Mit Helm, Weste, und Rucksack begebe ich mich ein paar Hundert Meter weiter zum Terminal. Der Ablauf entspricht im Groben dem eines zivilen Fluges. Ausnahme ist, dass dieses Mal die Feldjäger die Gepäck- und Personenkontrolle durchführen.

Mehrere Soldaten steigen in ein blau-weißes Flugzeug

Zeit fürs Boarding. Gegen fünf Uhr morgens steigen wir in das Flugzeug Richtung Bamako.

Bundeswehr/Hutch
Soldaten sitzen in einem Flugzeug und schauen zur rechten Seite aus dem Fenster hinaus

Knapp 5.000 Kilometer Luftlinie trennen uns jetzt von unserer Heimat – aber es fühlt sich richtig an, hier zu sein

Bundeswehr/Hutch


Um etwa fünf Uhr morgens steigen wir in den Flieger Richtung Bamako. Dort haben wir einen kurzen Aufenthalt bevor es für den Großteil von uns weiter nach Gao geht.

Am Nachmittag erreichen wir unseren Zielort. Die Stimmung ist entspannt. Wir werden ins Camp Castor begleitet und bekommen eine erste Einweisung. Schnell bestätigt sich, was wir alle bereits wussten: Corona wird den hiesigen Alltag prägen – und das sehr. Wir müssen stets die FFP2-Maske tragen, außer auf unseren Stuben; Freizeitmöglichkeiten sind geschlossen.

Trotz aller Umstände fühlt es sich richtig an, jetzt hier zu sein.

Soldaten steigen aus einem Flugzeug und steigen in einen Bus ein, der auf dem Rollfeld steht

Die heiße Luft Malis trifft uns wie ein Hammer: knapp 40 Grad mehr, als in Deutschland. Auf geht’s zur ersten Einweisung.

Bundeswehr/Hutch


von Hutch