Luftwaffe

Sauna, Cola und Eurofighter

Sauna, Cola und Eurofighter

  • Arctic Challenge
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Rovaniemi
Lesedauer:
2 MIN

Die Sonne über Lappland knallt unbarmherzig auf die Flugbetriebsfläche, von wo zehn deutsche Eurofighter zweimal täglich starten, um mit verbündeten Nationen multinationale Luftoperationen zu trainieren. Rund 200 Soldatinnen und Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ sind nach Finnland zur Übung Arctic Challenge 21 gereist.

4 Soldaten stehen hinter einem Tischkicker

Das Betreuungsteam des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ sorgt bei Arctic Challenge für Abwechslung

Bundeswehr/Christian Timmig

Insbesondere für die Frauen und Männer der Technik, aber auch für alle anderen Angehörigen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ sind Kommandos dieser Größenordnung körperliche Herausforderungen.

Umso wichtiger ist es, dass die Soldatinnen und Soldaten zwischendurch und in ihrer dienstfreien Zeit mal ausspannen können. Extra dafür ist ein kleines Team um den Betreuungsfeldwebel Frank Hamboch mit dabei.

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Soldat pinnt ein Zettel an das Schwarze Brett

Hauptfeldwebel Frank Hamboch bietet seinen Kameradinnen und Kameraden auch Freizeitaktivitäten fürs Wochenende an

Bundeswehr/Christian Timmig
Soldat trägt Getränke aus Container

Bei Großübungen wie Arctic Challenge 21 können beim Verpflegungsamt der Bundeswehr Betreuungsmittel angefordert

Bundeswehr/Christian Timmig
Soldat gibt ein Getränk an einen anderen Soldaten

Stabsunteroffizier Daniel Fadi ist im Betreuungsteam eingesetzt und versorgt seine Kameradinnen und Kameraden auch mit kühlen Getränken

Bundeswehr/Jane Schmidt

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„Für unseren Kameradinnen und Kameraden sind die Tage hier in Finnland sehr lang. Wir fliegen mit zehn Eurofightern zwei Runden am Tag. Da ist es wichtig, auch mal eine kalte Cola zwischendurch trinken zu können. Das hält die Moral hoch“, erklärt Hamboch.

Extra dafür gibt es von der Bundeswehr bereitgestellte Betreuungsmöglichkeiten. Anhand der in Finnland eingesetzten Soldatinnen und Soldaten berechnete Hauptfeldwebel Hamboch den Verpflegungsbedarf und meldet ihn dem Verpflegungsamt der Bundeswehr. Die Getränke und Snacks werden dann den Kameradinnen und Kameraden in Finnland zum Einkaufspreis angeboten.

Frank Hamboch ist nicht nur für die Betreuung auf der Luftwaffenbasis in Rovaniemi zuständig. Er versorgt seine Kameradinnen und Kameraden auch mit Freizeitaktivitäten an dienstfreien Tagen am Wochenende. „Natürlich wollen wir uns auch das Land anschauen. Dafür handele ich gute Angebote mit örtlichen Anbietern aus. Aber die Jungs und Mädels gehen auch auf eigene Faust auf die finnische Bevölkerung zu. So waren einige letztes Wochenende Wildwasser-Rafting ausprobieren. Andere waren angeln oder – ganz typisch für Finnland – in der Sauna“, berichtet der Betreuungsfeldwebel.

Soldaten in einem Schlauchboot auf einem Fluss

Finnland mit seinen „tausend“ Seen und unzähligen Flüssen bietet den deutschen Soldatinnen und Soldaten beste Freizeitmöglichkeiten

Arctic Lifestyle
Soldaten in einem Schlauchboot auf einem Fluss

Einige Soldaten nutzten die Möglichkeit, um in ihrer Freizeit Wildwasser-Rafting auszuprobieren.

Arctic Lifestyle

Die sauberen Deutschen

Das Essen auf der Air Base wird von einem finnischen Cateringservice geliefert. Jaana Korjonen versorgt die deutschen Soldatinnen und Soldaten täglich zur Mittagszeit mit einem ordentlichen Buffet.

Soldat nimmt sich vom Buffet etwas zu Essen

Hier noch als Hauptfeldwebel: Frank Broich lebt vegan und freut sich sehr, dass er bei Arctic Challenge 21 vegane Verpflegung bekommt

Bundeswehr/Christian Timmig

„Das ist bereits das dritte Mal, dass ich Soldaten anderer Länder mit Essen versorge. Die Deutschen sind allerdings die Saubersten. Ich muss nie nach ihnen aufräumen“, lacht Korjonen. Ihren deutschen Gästen schmeckt das Essen. „Ich habe den Eindruck, dass die Deutschen das gleiche Essen wie wir Finnen mögen“, sagt sie.

Sogar an Soldaten, die sich vegan ernähren, ist gedacht. Einer von ihnen ist Hauptfeldwebel Frank Broich. „Wir Veganer müssen auch mal in den sauren Apfel beißen und auf vegetarische Kost umsteigen. Aber hier in Finnland wird an uns gedacht, was ich klasse finde!“

Beförderung am Polarkreis

Aber nicht nur darüber darf sich Broich freuen. Direkt nach seiner veganen Mahlzeit wird er beim Kontingentantreten zum Stabsfeldwebel befördert. „Das ist natürlich was ganz Besonderes für mich. Man wird nicht alle Tage am Polarkreis befördert“, freut sich der frisch gebackene Stabsfeldwebel.

3 Soldaten vor Transportcontainern

Direkt nach seinem Mittagessen wurde Frank Broich zum Stabsfeldwebel befördert

Bundeswehr/Christian Timmig

Noch eine gute Woche sind die Frauen und Männer aus Nörvenich in Finnland, um jeden Tag die Eurofighter etwa 14 Mal starten zu lassen. Auch dank Hauptfeldwebel Frank Hamboch tun sie das mit größter Motivation.


von Stephan Jeglinski

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