Luftwaffe

Von der Donau in die Wüste – ein Neuburger in den Staaten

Von der Donau in die Wüste – ein Neuburger in den Staaten

  • Übung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
USA
Lesedauer:
2 MIN

Bereits seit 1996 ist Stabsfeldwebel P. Soldat der Luftwaffe. Nach seiner allgemeinen Grundausbildung wurde er in ein inzwischen aufgelöstes Geschwader nach Lechfeld in der Nähe von Augsburg versetzt. Dort wurde er für seine Tätigkeit im Geschwadergefechtsstand, dem „Wing Operation Centre“ (WOC), ausgebildet und anschließend eingesetzt.

Tornado und Eurofighter

Als ihm angeboten wurde, innerhalb dieses Geschwaders die Laufbahn zu wechseln und Feldwebel zu werden, sagte er schnell zu. Im Jahr 1999 begann seine Fachausbildung, die er zwei Jahre später erfolgreich abschloss. Seitdem ist er ununterbrochen im Bereich des elektronischen Kampfes eingesetzt.

Nach der Auflösung des Lechfelder Geschwaders wurde er zum Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau versetzt – Neuland für den Spezialisten. War er bis dahin für die EK-Systeme im Tornado verantwortlich, arbeitet er seitdem am Eurofighter. Nach einer kurzen Ausbildung hat er sich aber schnell in die für ihn bis dato neuen EK-Systeme des Eurofighters eingearbeitet.

Ein Soldat übergibt einem Piloten einen Datenträger vor einem Eurofighter.

Stabsfeldwebel P. übergibt einem Eurofighter-Piloten einen Datenträger mit den erzeugten Informationspaketen

Bundeswehr/Jane Schmidt

Ein EK-Spezialist in der Wüste Nevadas

Bei der Übung „Dynamic Duo“ macht Stabsfeldwebel P. das, was er am besten kann: Er ist EK-Spezialist für das Waffensystem Eurofighter. Seine Tätigkeiten sind hochsensibel, die Details unterliegen allesamt der Geheimhaltung und er darf sie nicht weitergeben. „Meine Aufgaben im Bereich des elektronischen Kampfes gehören zur elektronischen Kampfführung der Bundeswehr. Für die Missionserfüllung unserer Eurofighter ist der EK essentiell wichtig“, beschreibt der Stabsfeldwebel seine Arbeit.

Gerade während der Übung „Dynamic Duo 2021“ liegt der Schwerpunkt im Bereich des elektronischen Kampfes. Während der deutschen Erprobung werden neue Verfahren und Maßnahmen geprüft. „Die Erkenntnisse, die wir hier gewinnen, werden in Zukunft auch die fliegenden Geschwader in Deutschland nutzen können“, sagt er zum Ziel der Übung.

Stabsfeldwebel P. öffnet die Tür eines Containers – sein Weg zum Arbeitsplatz.

Der Spezialist auf dem Weg zu seinem geschützten Arbeitsplatz

Bundeswehr/Jane Schmidt
Zwei Soldaten unterhalten sich.

Der Austausch mit den Technikern ist ein Teil der Tätigkeiten des Spezialisten für den elektronischen Kampf

Bundeswehr/Jane Schmidt

Mit Informationspaketen zu einer erfolgreichen Mission

In einem kleinen Team verarbeitet Stabsfeldwebel P. computerunterstützt die ihm vorliegenden Missionsdaten. Aus den gesammelten und zur Verfügung gestellten Daten erzeugt er verschiedene Informationspakete. Diese werden wiederum durch Programmierspezialisten für die Nutzung im Eurofighter aufbereitet. Am Ende dieses Prozesses erfolgt die Eingabe der Daten in das Waffensystem Eurofighter. Zum einen finden die Daten in der Selbstschutzausstattung und zum anderen in unterstützenden EK-Systemen des Eurofighters Verwendung. „Durch die Verwendung der vorbereiteten Datensätze wird dem Eurofighter-Piloten ein bestmöglich vorbereiteter Jet für die anstehende Mission übergeben“, erklärt der EK-Spezialist.

von Heiko Precht

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