Marine
Anerkannte Missionen

„Bad Rappenau“: Aufbruch ins Schwarze Meer

„Bad Rappenau“: Aufbruch ins Schwarze Meer

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Marine
Datum:
Ort:
Kiel
Lesedauer:
2 MIN

Am 7. Februar hat das Minentauchereinsatzboot Kiel verlassen, um sich dem NATO-Minenabwehrverband 2 anzuschließen. Die „Bad Rappenau“ und ihre Besatzung stellen damit für die nächsten fünf Monate den deutschen Beitrag in der Standing NATO Mine Countermeasures Group 2.

Ein kleines graues Kriegsschiff legt von einer Kaimauer ab.

Die „Bad Rappenau“ beim Ablegen in Kiel

Bundeswehr/Marcel Kröncke

Das Minentauchereinsatzboot des 3. Minensuchgeschwaders aus Kiel wird sich in Haifa mit dem übrigen Schiffsverband treffen. Anschließend geht es Richtung Schwarzes Meer. „In der aktuellen und volatilen sicherheitspolitischen Lage werden wir die NATO an vorderster Front repräsentieren. Das ist ein Umstand, der allen Besatzungsmitgliedern bewusst ist und unser Handeln bestimmt“, so der Kommandant, Korvettenkapitän Jan Brodersen.

Die „Bad Rappenau“ besucht auf ihrer Fahrt neun Länder, elf Häfen und nimmt an fünf internationalen Manövern teil. Kommandant Brodersen fasst das zusammen: „Die internationale Zusammenarbeit war und ist für mich immer eines der prägnantesten und schönsten Merkmale der Marine. Der Austausch mit anderen Nationen, auf See oder im Hafen, erweitert den eigenen Horizont ungemein.“ Besonderheiten des Einsatzes seien natürlich der Hafenbesuch in Haifa und der Einsatz im Schwarzen Meer. „Auf beides freue ich mich besonders, bin mir aber auch der besonderen Herausforderungen bewusst“, so Brodersen.

Ein Marineoffizier in blauer Arbeitsjacke und mit weißer Schirmmütze.

Viel Verantwortung: Korvettenkapitän Jan Brodersen und seine Besatzung zeigen Präsenz an der Südflanke der NATO

Bundeswehr/Marcel Kröncke

„Außerdem habe ich das Glück, mit einer hervorragenden Besatzung zur See fahren zu dürfen, die den Höhen und Tiefen einer Abwesenheit von über fünf Monaten absolut gewachsen ist“, sagt der 37-jährige Kommandant voraus. Kurz nach der Kieler Woche, am 5. Juli, wird die „Bad Rappenau“ wieder im Heimathafen Kiel zurückerwartet.

Die ständigen Minenabwehrverbände der NATO

Auf Krisen und Konflikte in See ist die NATO mit vier einsatzbereiten Marineverbänden vorbereitet, darunter zwei für die Minenkriegführung spezialisierte. Deutschland ist an allen beteiligt. 

Die SNMCMGStanding NATO Mine Countermeasures Group 2 ist ganzjährig vor allem im Mittelmeer unterwegs, was den Schwerpunkt dieser sogenannten anerkannten Mission ausmacht. Auch in den angrenzenden Seegebieten, wenn von der NATO-Führung gefordert, trainiert der Verband alle Aspekte der Minenkampfführung. Er ist mit Minenlegern und Minenabwehrschiffen sowie Führungs- und Versorgungsschiffen in ständiger Einsatzbereitschaft – darunter immer eines aus Deutschland. 

Wie die Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 ist die SNMCMGStanding NATO Mine Countermeasures Group 2 auf das Suchen und Bekämpfen von Seeminen ausgerichtet. Das beinhaltet auch, Munitionsaltlasten aus vergangenen Kriegen und Konflikten zu beseitigen.

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