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Deutsche Fregatte trainiert für NATO-Raketenabwehr

Deutsche Fregatte trainiert für NATO-Raketenabwehr

  • Übung
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Datum:
Ort:
in See
Lesedauer:
2 MIN

Die „Hamburg“ nimmt seit dem 15. Mai und bis zum 3. Juni im Nordost-Atlantik an der NATO-Übung Formidable Shield 2021 teil.

Ein graues Kriegsschiff in See.

Die Fregatte „Hamburg“, hier noch im Dezember 2020 bei der Mission EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean Operation Irini im Mittelmeer

Bundeswehr

In den drei Wochen des Manövers geht es für die rund 190 Soldatinnen und Soldaten auf dem deutschen Kriegsschiff in erster Linie darum, mit NATO-Partnern den dreidimensionalen Seekrieg zu trainieren – mit einem besonderen Fokus auf Luftverteidigung und die sogenannte Integrated Air and Missile Defence beziehungsweise Ballistic Missile Defence, die Abwehr von Flugkörpern mit einer ballistischen Flugbahn.

Konkret ist vorgesehen, zunächst im Seegebiet um die britischen Hebriden und später nahe der norwegischen Lofoten unter anderem ballistische Flugkörper mit Überschallgeschwindigkeit auch außerhalb der Atmosphäre im Verband aufzufassen und zu bekämpfen. Das soll einerseits die NATO-Raketenabwehr nachhaltig weiterentwickeln, andererseits die Interoperabilität der Partnermarinen in diesem Aufgabengebiet erhöhen.

Neben der „Hamburg“ nehmen neun weitere Nationen mit 15 Schiffen an dieser Großübung teil, darunter die USAUnited States of America, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Sie werden die praktisch gesamte Palette der in der NATO gängigen Flugkörper verschießen. Da die deutsche Luftverteidigungsfregatte des 2. Fregattengeschwaders bereits vor kurzem mit der Missile Firing Exercise 2021 ein nationales Flugkörperschießen vor der norwegischen Küste absolviert hat, wird sie selbst nicht am sogenannten Live firing teilnehmen. Vor allem aber mit ihrem leistungsfähigen Luftraum-Überwachungsradar SMART-L wird sie für die übrigen Schiffe wertvolle Lagebildinformationen liefern.

Luftverteidigung bis in die Erdumlaufbahn

Der Kommandeur der diesjährigen Übung ist der Amerikaner Captain John Lipps. Er führt den Verband von der spanischen Fregatte „Cristóbal Colón“ aus. Für ihn ist das Manöver „die weltweit komplexeste streitkräftegemeinsame, multinationale integrierte maritime Luft- und Raketenabwehrübung – von unterhalb des Meeresspiegels bis zur Erdumlaufbahn“. Lipps‘ Stab setzt sich zusammen aus Personal der Naval Striking and Support Forces NATO (STRIKFORNATO) aus Lissabon, einem der beiden großen Marinehauptquartiere des Atlantikbündnisses. Sie haben auch Formidable Shield maßgeblich vorbereitet.

Die vergleichsweise groß angelegte Übungsreihe Formidable Shield findet regelmäßig alle zwei Jahre statt. Sie hat das praktische Ziel, die Handlungsfähigkeit der NATO zum Schutz vor ballistischen Flugkörperbedrohungen im maritimen Umfeld aufzubauen und weiterzuentwickeln.

von  Presse- und Informationszentrum Marine (Schönfeld/mmo)  E-Mail schreiben

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