Der Neue Wehrdienst
Der Dienst ist freiwillig, die Musterung wird Pflicht. Was hinter dem Neuen Wehrdienst steckt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am 2. Februar 2026 das Karrierecenter der Bundeswehr München besucht. Im Mittelpunkt standen dabei die Personalgewinnung der Bundeswehr und die Umsetzung des Neuen Wehrdienstes im Freistaat Bayern.
Bundesminister Boris Pistorius bei seinem Besuch am Karrierecenter der Bundeswehr München im Gespräch mit Teilnehmern im Assessment-Verfahren
Bundeswehr/Christoph KassetteDas Karrierecenter der Bundeswehr München leistet mit seinen 13 Karriereberatungsbüros einen wesentlichen Beitrag zur Personalgewinnung der Bundeswehr im gesamten Freistaat Bayern. Es führt beispielsweise die Eignungsfeststellungs- und Auswahlverfahren für Bewerbende unterschiedlicher Laufbahnen durch. Darüber hinaus ist das Karrierecenter für die Reservistenangelegenheiten im Bundesland verantwortlich und koordiniert Reservistendienstleistungen in enger Zusammenarbeit mit Truppenteilen und Dienststellen.
Empfangen wurde Pistorius unter anderem von Oberst Sven Callsen, dem Leiter des Karrierecenters, der dem Minister die Aufgaben und aktuellen Schwerpunkte der Dienststelle vorstellte.
Mit dem Inkrafttreten des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2026 hat sich das Aufgabenspektrum des Karrierecenters erweitert. Beispielsweise werden dort derzeit die Rückläufer der ersten digitalen Fragebögen ausgewertet, deren QR-Codes schon im Januar an Männer und Frauen des Geburtsjahrgangs 2008 versandt wurden. Männer müssen diese Fragebögen ausfüllen, Frauen ist dieses freigestellt. Außerdem werden im Karrierecenter derzeit neue Mitarbeitende für die Organisation und Durchführung der Musterung qualifiziert. Damit spielt das Karrierecenter eine zentrale Rolle bei der praktischen Umsetzung des Neuen Wehrdienstes in Bayern.
Während seines Besuchs informierte sich Pistorius über die Abläufe vor Ort, den aktuellen Stand der Personalgewinnung sowie über erste Erfahrungen und Herausforderungen bei der Umsetzung des Neuen Wehrdienstes. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl organisatorische Prozesse als auch die personellen Voraussetzungen für die kommenden Monate.
von Brigitte Pendlebury E-Mail schreiben