Reservistendienst

„Genau mein Ding!“ - Lindas Weg zur Bundeswehr (Teil II)

„Genau mein Ding!“ - Lindas Weg zur Bundeswehr (Teil II)

Datum:
Ort:
Siegburg
Lesedauer:
2 MIN

Nach ihrer Grundausbildung steht die Rechtsanwältin Linda vor der Wahl: Weitermachen als Reservistin im Heimatschutz? Oder Reservistendienst als Spezialistin in ihrem Zivilberuf? Keine leichte Entscheidung für die 32-jährige.

Eine Soldatin und ein Offizier an einem Schreibtisch im Gespräch. Sie hält ein Buch aufgeschlagen.

Juristischer Austausch auf Augenhöhe: Von ihrem Sachgebietsleiter Oberstleutnant Alexander U. wird Obergefreite Linda V. von Anfang an voll eingebunden

Darius Retzlaff/Bundeswehr

Für ihre Karriere als Reservistin hatte Linda ganz bewusst den Einstieg im Heimatschutz gewählt. Abwechslung vom Zivilberuf in einer großen Anwaltskanzlei, ein bisschen Abenteuerlust, und nicht zuletzt der Anspruch, den Soldatenberuf „von der Pike auf“ kennenzulernen. Das waren wichtige Motive für ihre Teilnahme am Pilotprojekt des Landeskommandos Baden-Württemberg für ungediente Interessierte an einer Laufbahn in der Reserve.

Den Ausschlag für eine Tätigkeit als Spezialistin gab am Ende der Gedanke, der sie auch zur Bundeswehr geführt hatte: „Ich habe Wünsche und Ziele, aber vor allem wollte ich Teil der Bundeswehr sein und mich dort einbringen, wo ich gebraucht werde,“ meint Linda.

Reservistendienst als Spezialistin

„Als ich erfahren habe, dass Linda zu uns kommen könnte, sah ich hierin eine Chance für beide Seiten,“ sagt Oberstleutnant Alexander U.. Als Sachgebietsleiter führt er den Bereich Rechtsangelegenheiten der Abteilung VI im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, zuständig für die Personalführung der Reservistinnen und Reservisten.

„Die zivilberuflichen Erfahrungen der Reservistinnen und Reservisten sind ein wichtiger Mehrwert für die Bundeswehr,“ betont U.. Dies gelte gerade für die sensiblen rechtlichen Themen, mit denen sich sein Sachgebiet beschäftigt und bei denen auch Linda von Anfang an fest eigebunden wird.

Der Dienstgrad spielt dabei keine Rolle, stellt Linda erfreut fest. „Der juristische Austausch erfolgt immer auf Augenhöhe, egal ob mit Uniformierten oder zivilen Kolleginnen und Kollegen.“

Von Reservisten für Reservisten

Dabei helfe ihr die „breite deutsche Juristenausbildung“, sagt Linda. Dadurch könne sie sich mit etwas Anleitung relativ rasch auch in fremde Rechtsgebiete einarbeiten. Auch ihre Kanzlei-Erfahrung sei hilfreich, denn „viele Abläufe unterscheiden sich nicht wesentlich.“ Ergebnisse müssten dort wie hier auch für Nichtjuristen verständlich und präzise, quasi „militärisch knapp“, auf den Punkt gebracht werden.

Gerade bei der Bearbeitung von Personalangelegenheiten sei es hilfreich, dass sie selbst die Erfahrung im Heimatschutz mitbringe. Linda schmunzelt: „Sozusagen Dienstleistung von Reservisten für Reservisten!“

Auf die Unterstützung ihres Teams kann sie sich dabei verlassen, betont ihr Chef: „Linda ist ein echter Gewinn für unser Team und frischer Wind und neue Erfahrungen bringen uns weiter. Wir hoffen, dass sie uns bald wieder als Reservistin unterstützt.“

von Ulrich Veen  E-Mail schreiben

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