Verteidigungsministerin besucht Karrierecenter: Recruiting als Erfolgsgrundlage für den Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz

Verteidigungsministerin besucht Karrierecenter: Recruiting als Erfolgsgrundlage für den Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz

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Wiesbaden
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4 MIN

Es ist zwar ein regnerischer Morgen im Mai, doch durch die Wolken blitzt ab und an die Sonne auf das Polygonmuster eines Karrieretrucks vor dem Karrierecenter in Wiesbaden. Alles ist vorbreitet für den Gast des Tages: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer informierte sich am Montag über den erfolgreichen Start des Pilotprojekts „Dein Jahr für Deutschland“. Im Juli 2020 gab die Ministerin selbst den Startschuss für das Projekt. Mit einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung zum Wohle und zum Schutz der eigenen Heimat sollte das Interesse junger Menschen an einem einjährigen Dienst in der Bundeswehr geweckt werden.

Zwei Frauen begrüßen sich per Ellbogen-Check

Ministerin Kramp-Karrenbauer trifft beim Karrierecenter ein und wird von Präsidentin Sabine Grohmann begrüßt

2021 Bundeswehr / Tom Twardy


Die Präsidentin des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) Sabine Grohmann stellte der Ministerin dabei dar, wie dem Bundesamt die reibungslose Umsetzung des Pilotprojekts gelungen war. In nur neun Monaten hat es das Bundesamt in enger Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium und anderen Stellen der Bundeswehr geschafft, den Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz von der Idee in die Tat umzusetzen.

Recruiting als Erfolgsgrundlage

Das Interesse an „Dein Jahr für Deutschland“ ist enorm. Inzwischen meldeten sich über 13.300 Interessierte, 2.000 gaben eine Bewerbung ab. Aus diesem Pool konnten über 300 Rekrutinnen und Rekruten identifiziert werden. Ein wichtiger Akteur dabei war das BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr.

Zwei Frauen stehen vor einem großen Bildschirm

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Präsidentin Grohmann schauten gemeinsam einen Film, der die Leistung des BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr für den Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz zeigt

Bundeswehr

„Diese hohe Anzahl an Bewerbenden zu erzielen, war in erster Linie die Leistung der Recruiterinnen und Recruiter in den Karrierecentern der Bundeswehr“, erläuterte Präsidentin Grohmann der Ministerin. Mit passgenauer Werbung auf crossmedialen Kanälen und Informationswochen in den Karrierecentern schaffte es die Personalgewinnung, Menschen für den Dienst im Heimatschutz zu begeistern. Auch in der Beratung und im Assessment wurde schnell und erfolgreich auf die Realisierung des Projekts hingewirkt, sodass aus Interessentinnen und Interessenten Rekrutinnen und Rekruten werden konnten.

Ich freue mich hier in Wiesbaden einen Blick auf unser jüngstes Kind zu werfen, den Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz. Ich bin sehr beeindruckt von der Arbeit, die mir hier vorgestellt worden ist,

zeigte sich die Ministerin erfreut über das bemerkenswerte Engagement aller Mitwirkenden in dem Pilotprojekt.

Zwei Frau, eine in Uniform, eine in Zivil im Gespräch

Das persönlich Gespäch ist der Ministerin bei ihrem Besuch in Wiesbaden wichtig

2021 Bundeswehr / Tom Twardy

Präsidentin Grohmann betonte, wie herausfordernd es war, den Erfolg unter Pandemiebedingungen zu erreichen: „Die Informationsveranstaltungen und die Durchführung der Assessments mussten den Arbeits- und Hygieneschutzauflagen entsprechen. Auch alle Vorbereitungen, Absprachen und Meetings wurden durch die Corona-Pandemie beeinflusst. Dieser Kraftakt ist uns in wenigen Monaten hervorragend gelungen.“ Das große Interesse der jungen Menschen halte an und, das Projekt könne auch in den nächsten Monaten mit Erfolg weitergeführt werden, führte die Präsidentin des BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr weiter aus: „Der Freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz komplettiert unser großes Porfolio an Angeboten, die wir bei der Bundeswehr für junge Menschen haben. Wir sind damit einer der vielfältigsten Arbeitgeber Deutschlands und das freut uns natürlich sehr.“

Verteidigungsministerin im Assessment

Außerdem ließ sich die Ministerin die Vorgehensweise im Assessmentbereich des Karrierecenters durch dessen Leiterin, Leitende Regierungsdirektorin Annette Thoss, genau erklären: Welche Stationen müssen die Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen? Welche Hygienemaßnahmen machen es möglich, dass die Bundeswehr als Arbeitgeberin auch in der Pandemie weiterhin Interessierte prüfen und einstellen kann? Von welchen Erfahrungen können Beraterinnen, Psychologen und Ärztinnen des Karrierecenters berichten?

eine Frau und Mann ein Mann unterhalten sich an einem Schreibtisch

Die Ministerin blickte in alle Teile des Assessments, hier die medizinische Untersuchung

Bundeswehr / Lisa Engler

Die Ministerin erfuhr, dass die Bewerberinnen und Bewerber buchstäblich auf Herz und Nieren untersucht werden: ärztliche Untersuchung, Computer-Assistiertes Testen, psychologisches Prüfgespräch. Wie auch bei der regulären Auslese, setzt die Bundeswehr hohe Qualitätsstandards und Maßstäbe für die neuen Soldatinnen und Soldaten. Seit über einem Jahr laufen die Assessments bereits unter Pandemiebedingungen. „Der Schutz und die Sicherheit der Bewerbenden und unserer eigenen Mitarbeitenden hatte dabei immer höchste Priorität“, macht Grohmann deutlich. Alle aktuellen Arbeits-, Gesundheits- und Hygieneschutzvorgaben werden eingehalten. „Konkret heißt das zum Beispiel, dass wir ein Einbahnstraßensystem implementiert haben, FFP2-Masken zur Verfügung stellen und Schutzkleidung für das eigene Personal haben. Seit Anfang März nutzen wir vor den Assessments zusätzlich Antigen-Schnelltests“, so Grohmann weiter.

Klare Kante gegen Extremismus

Egal ob bei der ärztlichen Voruntersuchung oder bei der Ermittlung der militärischen Eignung durch die Prüfpsychologin, das Bundesamt legt auf die Extremismusprävention ein besonderes Augenmerk. Das Personal im Assessment-Betrieb werde durch regelmäßige Schulungen und eindeutige Handlungsanweisungen sensibilisiert, um bestmöglich extremistische Auffälligkeiten und Hinweise bei Bewerberinnen und Bewerbern zu erkennen, berichtet Grohmann der Ministerin. Vorgaben, aber auch regelmäßige Übungen stärken die Handlungssicherheit des Personals, das die Assessments durchführt. Bereits bei der Auswahl soll so dafür gesorgt werden, dass alle Soldatinnen und Soldaten fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Damit setzt das BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in der Personalgewinnung die Null-Toleranz-Linie der Ministerin konsequent um.

Zum Abschluss des Besuchs erklärte die Ministerin gegenüber der Presse: „Das Personalmanagement macht einen wirklich tollen Job! Wir sind, was das Thema digitale Rekrutierung anbelangt, an der Spitze. Bei der aktuellen Trendence Studie sind wir auf Platz 2 der beliebtesten Arbeitgeber gewählt worden, hinzu kommt die beste Karriereseite und der stärkste Social-Media Auftritt. Von diesem Spirit wünsche ich mir mehr!“

von PIZ Personal   E-Mail schreiben
Eine Frau sitzt hinter einer Plexiglastrennwand einem Soldaten gegenüber.

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