Herausforderungen gemeistert: Personeller Aufwuchs trotz Corona fortgesetzt

Herausforderungen gemeistert: Personeller Aufwuchs trotz Corona fortgesetzt

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Die Corona-Pandemie hat nochmals nachdrücklich die Bedeutung der Bundeswehr für unser Land herausgestellt. Aber auch über die derzeitigen umfassenden Unterstützungs- und Amtshilfeleistungen im Inland hinaus, sind personell und materiell ausreichend ausgestattete Streitkräfte unabdingbar für die Sicherheit Deutschlands und die Erfüllung ihres doppelten Auftrags: Landes- und Bündnisverteidigung parallel zu internationalem Krisenmanagement in den Auslandseinsätzen.

Um den veränderten Herausforderungen in der Sicherheitspolitik zu begegnen und in einer unsichereren Welt verantwortlich handeln zu können, wird die Bundeswehr zur erfolgreichen Auftragserfüllung perspektivisch eine wachsende Organisation bleiben.

Eie Soldatin im Wald

Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sichern die Freiheit Deutschlands

Bundeswehr/Mat Neidhardt

Erfolg unter Corona-Bedingungen

Die Corona-Pandemie hat das Jahr 2020 über alle Bereiche unserer Gesellschaft hinweg bestimmt. Die Menschen in der Bundeswehr sind von dem Coronavirus ebenso betroffen, wie beispielsweise die Menschen in Unternehmen der freien Wirtschaft. Die Folgen der Pandemie wirken sich auch unmittelbar auf das für das Jahr 2020 angestrebte personelle Wachstum der Bundeswehr aus. Trotz der Einschränkungen und Widrigkeiten der Pandemie wird es bis zum Jahresende gelingen, den militärischen Personalbestand nicht nur im Vergleich zum Vorjahr zu halten, sondern auch einen moderaten Aufwuchs zu erreichen. Dies ist ein großer Erfolg, der dank ausgewogener Maßnahmen zur Gewinnung externen Personals sowie der Bindung von Bestandpersonal erzielt werden konnte.

Zwar musste ab Mitte März auf die Durchführung von rund 10.000 Assessments von Bewerberinnen und Bewerbern für zivile und militärische Verwendungen verzichtet werden, als die Karrierecenter der Bundeswehr im Rahmen des allgemein angeordneten Lockdowns geschlossen wurden. Bereits seit Ende Mai konnten die Assessments nach Entwicklung und Umsetzung eines engmaschigen Sicherheits- und Hygienekonzepts mit strengen Standards für Arbeitsschutz jedoch wiederaufgenommen werden. Durch eine gleichzeitige Optimierung der Einladungsverfahren und eine Vorverlagerung der Datenbereitstellung durch die Bewerberinnen und Bewerber ist es trotz einer fortbestehenden, pandemiebedingten Reduzierung der Prüfungskapazitäten gelungen, den „Output“ der durchgeführten Assessments erheblich zu steigern. Dabei haben wir unsere Standards nicht gesenkt. Wie sich der Beitrag der Personalgewinnung zur Personalbedarfsdeckung im kommenden Jahr entwickeln wird, hängt entscheidend vom weiteren Pandemiegeschehen ab, welches – wie in allen anderen Branchen auch – dynamisch auf Personalprozesse wirkt. 

Feierliches Gelöbnis im BMVg 2019

9.000 zusätzliche Berufs- und Zeitsoldaten seit 2016: positiver Trend der Personalzahlen hält an

Bundeswehr/Christian Vierfuß

Positiv gestaltet sich auch die Entwicklung bei den Freiwillig Wehrdienstleistenden: im Jahresdurchschnitt wird die Zahl der Freiwillig Wehrdienstleistenden bei rund 8.500 liegen.

Für das neue Modell Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz (FWDFreiwilliger Wehrdienst-Heimatschutz) ist ein guter Start in die Bewerbungs- und Assessmentphase gelungen. Es gab bisher bereits rund 1.600 Erstberatungsgespräche. Die Vorbereitungen für die Einstellung des ersten Kontingents von 250 Soldatinnen und Soldaten im FWDFreiwilliger Wehrdienst-Heimatschutz zum 1. April 2021 sind nahezu abgeschlossen. Im weiteren Jahresverlauf sind zwei weitere Einstellungstermine in den Folgequartalen vorgesehen.

Großes Interesse an zivilen Stellen

In der Bundeswehr leisten neben dem militärischen Personal auch rund 66.000 zivile Beschäftigte ihren Dienst – als Beamtin oder Beamter, als Tarifbeschäftigte oder Tarifbeschäftigter. Trotz der erschwerten Voraussetzungen aufgrund der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie gelingt es der Bundeswehr, den geforderten zivilen Personalbedarf bei den Beamtinnen und Beamten bereits Anfang November zu 88 Prozent zu decken. Diese gute Personalbedarfsdeckung stellt eine Verbesserung um 2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr dar und untermauert die Wirksamkeit der vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr ergriffenen Maßnahmen als auch die Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber. Letztere spiegelt sich zudem in den gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozentpunkte gestiegenen Bewerbungen für zivile Stellen wider.

Verbesserung der personellen Besetzung im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr

Einen weiteren Erfolg stellt die sehr gute Entwicklung bei der Besetzung von Dienstposten im gesamten Bereich des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) dar. Hier haben sich vor allem der 2019 durchgeführte Bewerbertag, die Erhöhung der Kapazitäten für die Beamtenausbildungen und eine Straffung des Bewerbungsmanagements positiv ausgewirkt. Seit Jahresbeginn konnten so über 300 zusätzliche Dienstposten besetzt werden.

Eine blonde junge Frau mit Brille auf den Karrieretagen des BAAINBw. Sie lächelt in die Kamera.

Ingenieurinnen und Ingenieure werden bei der Bundeswehr sowohl ausgebildet als auch direkt eingestellt

Bundeswehr/Christian Zielonka

Der Besetzungsstand konnte nicht nur durch Neueinstellung zivilen Personals verbessert werden. Die interne Besetzung vakanter Dienstposten durch militärisches wie ziviles Personal konnte den Besetzungsstand zusätzlich positiv beeinflussen, sodass das BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr inklusive des nachgeordneten Bereichs Ende November 2020 einen Gesamtbesetzungsstand nahezu 90 Prozent aufweist. Dies entspricht einem Plus von rund drei Prozentpunkten binnen dieses Jahres - trotz der Einschränkungen durch die COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie. Konkrete Besetzungsplanungen für das kommende Halbjahr werden den Aufwärtstrend nochmals verstärken.

Die Bundeswehr wird weiblicher

Die Bundeswehr will die Zahl von Frauen in den Streitkräften weiter erhöhen. 2020 ist dies, wie in den Vorjahren auch, gelungen. Erstmals gibt es mehr als 23.000 Soldatinnen in der Bundeswehr (Stand November). Sie machen einen Anteil von knapp 13 Prozent aus. Seit 2001 sind alle Laufbahnen der Bundeswehr uneingeschränkt für Frauen geöffnet. Sie leisten ihren Beitrag beispielsweise als Einheitsführerin im Heer, Erste Offizierin eines Kriegsschiffes, Kampfpilotin der Luftwaffe und in vielen weiteren Bereichen. Bei den Zeitsoldatinnen und Zeitsoldaten liegt der Frauenanteil bei fast 15 Prozent, bei Freiwillig Wehrdienstleistenden sogar bei 19 Prozent. Auch für den Offizierberuf interessieren sich überdurchschnittlich viele Frauen. Der Anteil der Offizieranwärterinnen beträgt 19 Prozent - das zeigt, wir sind auf dem richtigen Kurs.

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