Zahlen, Daten und Fakten zur Bundeswehr
Der Bundeswehrcheck zu aktuellen Themen aus den Schlagzeilen.
Der Bundeswehrcheck zu aktuellen Themen aus den Schlagzeilen.
Die Bundeswehr macht Schlagzeilen, und das ist auch gut so. Denn die sicherheitspolitische Lage ändert sich ständig. Wer immer auf dem neuesten Stand sein will, braucht verlässliche Informationen. Der Bundeswehrcheck bietet Zahlen, Daten, Fakten - aus erster Hand. Er wird regelmäßig um neue Themen erweitert und bietet die Möglichkeit, tiefer in die Materie einzusteigen.
Worum geht es?
Das spontane Filmen und Fotografieren in militärischen Einrichtungen ohne Genehmigung - beispielsweise in Kasernen, auf Übungsplätzen oder auf Schiffen - ist verboten. Soldatinnen und Soldaten, die etwa für ihren Social Media-Account fotografieren oder filmen möchten, müssen sich zuerst an die zuständigen Vorgesetzen wenden und vorab eine Genehmigung einholen: Pauschal oder im Einzelfall. Erst wenn verlässlich geprüft und final entschieden worden ist, dass es keine Gründe gegen Aufnahmen gibt, darf gefilmt und fotografiert werden. Davon ausgenommen ist Personal, dessen Auftrag es ist, zu filmen, zu berichten oder zu dokumentieren.
Diese Regel ist seit dem 20. Februar 2026 wieder in Kraft getreten und das hat gewichtige Gründe. Der Schutz der militärischen Technik und Fähigkeiten sowie geheimer Informationen vor Spionage und Sabotage spielt dabei eine zentrale Rolle. Ausländische Nachrichtendienste haben ein großes Interesse an Inneneinsichten der Bundeswehr. Es ist zum Beispiel bekannt, dass sie Bildmaterial aus sozialen Medien scannen und systematisch nutzen, um Erkenntnisse über Ausrüstung und Verfahren zu gewinnen. Bereits kleine Details im Hintergrund eines Fotos oder eines kurzen Videos können Hinweise auf Personal, Material oder Sicherungsmaßnahmen der Bundeswehr liefern. Daher ist von großer Bedeutung, sensible Informationen sowie militärische Abläufe vor der Auswertung durch Geheimdienste - gerade auch von aggressiv auftretenden Staaten - zu schützen.
Die Regelung schützt darüber hinaus das Personal der Bundeswehr. Während es auf der einen Seite Soldatinnen und Soldaten gibt, die gern von ihren Erfahrungen auf Social Media-Plattformen berichten, gibt es andere, die auch aufgrund der oben genannten Aspekte nicht auf Fotos und Filmen erscheinen wollen. Es gilt also, die Persönlichkeitsrechte aller zu wahren.
Was macht die Bundeswehr?
Das Verteidigungsministerium verschärft aufgrund der Sicherheitslage die Regeln für das Fotografieren und Filmen auf eigenem Gelände.
Worum geht es?
Die Arktis und der Hohe Norden werden sicherheitspolitisch immer wichtiger. Russland und China nutzen die Region zunehmend auch militärisch und stellen damit die Freiheit der Verkehrs-, Kommunikations- und Handelswege in Frage. Grönland ist eine autonome Region Dänemarks und somit Teil der NATONorth Atlantic Treaty Organization.
Was macht die Bundeswehr?
Deutschland hat mit NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partnern eine militärische Erkundungsmission in Grönland durchgeführt. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr verschafften sich Ende Januar 2026 einen Überblick über die Sicherheitslage vor Ort. Deutschland folgte einer Einladung aus Dänemark.
Mehr zu der Erkundungsmission der Bundeswehr in Grönland gibt es hier.
Worum geht es?
Beim Fallschirmjägerregiment 26 aus Zweibrücken kam es 2025 zu Drogenmissbrauch, extremistischen Handlungen und sexuellen Übergriffen. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte: „Die gemeldeten Fälle von Rechtsextremismus, sexuellem Fehlverhalten und Drogenkonsum in Zweibrücken sind erschütternd. Sie stehen im krassen Widerspruch zu den elementaren Werten der Bundeswehr. Wir stehen für Respekt und die Prinzipien der Inneren Führung.“
Was macht die Bundeswehr?
Wehrdisziplinaranwaltschaft und Staatsanwaltschaft sind eingeschaltet, um die Vorgänge aufzuklären. Erste Strafen bereits wurden verhängt.
Die ausführliche Berichterstattung zu den Vorfällen in Zweibrücken gibt es hier.
Worum geht es?
Die Bundeswehr modernisiert ihre zentrale Informationssoftware: die Standard-Anwendungs-Software-Produktfamilien, kurz SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien. Truppe und Wehrverwaltung verarbeiten mit SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien Prozesse in den Bereichen Logistik, Rechnungswesen, Personalwirtschaft und Datenanalyse. Der Hersteller von SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien stellt den Support in einigen Jahren ein. Die Bundeswehr stellt daher auf die Software S/4HANA um. Weil es zu Verzögerungen kam, wurden Befürchtungen laut: Die Einsatzbereitschaft der Alarmrotten der Luftwaffe könne betroffen sein, hieß es zum Beispiel.
Was macht die Bundeswehr?
Die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr ist durch die Umstellung nicht gefährdet. Aufgrund der hohen Bedeutung der zentralen Informationssoftware für die Bundeswehr wurde frühzeitig mit der Umstellung von SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien auf S/4HANA begonnen. Der Support für die Software SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien ist bis 2030 sichergestellt.