WarnMe – Hochwasserwarnung für alle
Hochwasserwarnung durch sichere Messdaten: Jana Spiller (18) und Niklas Ruf (17) haben einen Sensor für jedermann entwickelt, der durch die aufgenommenen Werte vor Hochwasser warnen kann
Der Anlass ist besonders: Der traditionsreiche Nachwuchswettbewerb Jugend forscht feiert sein 60-jähriges Bestehen. Durch die Bundeswehr-Uni in Hamburg wurde die Hansestadt zum Zentrum junger Wissenschaft – und die Bundeswehr zeigte, welche Rolle sie als Gastgeber, MINT-Förderer und Innovator spielt.
Vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 richtete die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg den Bundeswettbewerb Jugend forscht aus
PIZ Personal / Lino GreinerMit der Ausrichtung des Bundeswettbewerbs Jugend forscht setzte die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSUHelmut-Schmidt-Universität) ein zukunftsweisendes Zeichen: Sie öffnete vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 ihre Tore für 167 junge Finalistinnen und Finalisten, die 112 herausragende Forschungsprojekte präsentierten. Diese waren aus bundesweit 5.664 eingereichten Projekten von insgesamt über 10.000 Kindern und Jugendlichen hervorgegangen. Unter dem Motto „Macht aus Fragen Antworten!“ haben diese jungen Menschen Neugier, Kreativität und Innovation bewiesen. Die HSUHelmut-Schmidt-Universität bot für das Finale nicht nur die passende Infrastruktur – sie steht selbst für renommierte Wissenschaft auf höchstem Niveau. Die Universität zeigt, wie praxisnahe Forschung, militärisch- und akademische Ausbildung und zivilgesellschaftlicher Austausch zusammenwirken.
Die Forschungsbedingungen an der HSUHelmut-Schmidt-Universität/UniBwUniversität der Bundeswehr Hamburg sind beispielhaft und zeigen sich auch im hohen technischen Standard der Labore, den ausgezeichnet ausgestatteten Bibliotheken sowie optimalen Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
PIZ Personal / Lino Greiner
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Chance, mit den Jungforschenden in den Dialog zu treten. Diese stellten ihre Projekte vor und konnten Rückfragen direkt beantworten.
PIZ Personal / Lino GreinerAls Institution mit hohem wissenschaftlichem Anspruch fördert sie gezielt den zukünftigen MINT-Nachwuchs. MINT steht für Studienfächer beziehungsweise Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Innovative Forschungsarbeit ist für die HSUHelmut-Schmidt-Universität ein strategischer Zukunftsfaktor, denn Erfindungen für Militär, Gesellschaft und Wissenschaft sind und bleiben zukunftsweisend.
Verdeutlicht wurde dies durch die Anwesenheit hochrangiger Vertreter, wie dem Stellvertretenden Abteilungsleiter Personal des Bundesministeriums der Verteidigung, Konteradmiral Axel Schulz. Er übergab den Preis des Verteidigungsministers – ein Stipendium an einer Universität der Bundeswehr - an Leon Sülflohn. Konteradmiral Schulz gratulierte dem Preisträger und würdigte dessen zukunftsweisende Forschungsarbeit.
„Die Bundeswehr hat selbstverständlich ein Interesse an jungen Menschen, die kreativ, klug und vorausdenkend sind. Es ist bemerkenswert, wie viele kluge Köpfe bei Jugend forscht vertreten sind, ihre Projekte vorantreiben und nebenbei noch ihr Abitur machen. Es ist eine besondere Veranstaltung, auf die man zurecht Stolz sein kann."
Die HSUHelmut-Schmidt-Universität vereint zivile und militärische Forschung unter einem Dach. Hier arbeiten Offizierinnen und Offiziere mit zivilen Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Professorinnen und Professoren eng zusammen. Forschungsthemen reichen von nachhaltiger Energie über Robotik bis zur Künstlichen Intelligenz. Die Universität fördert bewusst interdisziplinäre Projekte, die gesellschaftlich relevant sind und zukunftsweisende Technologien voranbringen.
Diese Forschungskultur passt zum Leitspruch und Anspruch von Jugend forscht: junge Menschen dabei zu unterstützen, eigene Fragen wissenschaftlich zu untersuchen und tragfähige Lösungen zu entwickeln: „Macht aus Fragen Antworten!“.
Die Bundeswehr bietet jungen MINT-Talenten vielfältige Karrierewege, ihre Begabung weiterzuentwickeln. Dazu zählen zivile Stipendienprogramme, Offizierlaufbahnen mit Forschungsfokus und internationale Austauschprogramme. Wer sich bei Jugend forscht engagiert, bringt genau die Eigenschaften mit, die in der Bundeswehr und in Führungspositionen gefragt sind: Eigeninitiative, Problemlösungskompetenz und Kameradschaft.
Die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs Jugend forscht an der HSUHelmut-Schmidt-Universität zeigt: Die Bundeswehr ist mehr als eine sicherheitspolitische Institution. Sie ist ein aktiver Partner in Bildung, Wissenschaft und Forschung. Als Gastgeber im Jubiläumsjahr von Jugend forscht setzte sie ein starkes Zeichen – für eine Gesellschaft, die auf kluge Köpfe, technologische Innovation und wissenschaftlichen Dialog setzt.
Hochwasserwarnung durch sichere Messdaten: Jana Spiller (18) und Niklas Ruf (17) haben einen Sensor für jedermann entwickelt, der durch die aufgenommenen Werte vor Hochwasser warnen kann
Glastrennung der Zukunft: Jonas Spieler (17) möchte den Prozess der Glastrennung vereinfachen. Seine Sortiermaschine scannt und sortiert mithilfe von KIkünstliche Intelligenz direkt die eingeworfenen Flaschen.
Mikroplastik begegnet uns in allen Bereichen des Lebens. Lina Gradolph (15) möchte dieses aber aus dem Trinkwasser verbannen. Mit ihrem Filtersystem lassen sich Mikroplastikteile aus dem Trinkwasser filtern.
Sein großes Vorbild: Spider-Man. Vincent Weigl (15) kann mit seinem Anzug genauso klettern.
Ineke Albus (17), Oscar Gläser (18) und Tessa Kurth (18) haben sich der Optimierung von Orthesen verschrieben. Sie haben einen Herstellungsprozess entwickelt, der besonders robuste und auf die Person angepasste Orthesen ermöglicht.
Wie wirkt sich Social-Media-Entzug auf das Stresssystem von Schülerinnen und Schülern aus? Luise Frössler (17) hat 28 Testpersonen einem Social-Media-Entzug für 14 Tage unterzogen und einen Abfall des Stresshormons Cortisol feststellen können.
Roboterprototyp mit ausgefeilter Fernsteuerung: Vladislav Praznik (19) hat einen Roboter entwickelt, der mittels eines Sensormoduls Bewegungen nachahmt. Eine KIkünstliche Intelligenz-basierte Software stellt die Umwandlung der Bewegungsdaten sicher.
Mit dem richtigen Druck bohren: Nele Pfeiffer (17) hat einen Regler entwickelt, um für jede Erd- und Gesteinsschicht den optimalen Druck zu finden. Somit soll der Verschleiß des Bohrkopfes auf ein Minimum reduziert werden.
Effektive Verwaltung und weniger Zeitaufwand: Siddartha Kolla (16) hat eine Applikation entwickelt, welche die Schließfachverwaltung an Schulen vereinfachen soll
Bojen sind zumeist standortgebunden. Louis Schwarzlose (17) hat sich gedacht: warum nicht beweglich? Seine selbstgebaute Boje kann autark agieren, sich selbst mit Strom versorgen und dabei wichtige Umweltdaten sammeln.